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F1 hält an Katar und Abu Dhabi fest Planmäßig will die Formel 1 auch 2026 in Katar fahren
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Katar- und Abu-Dhabi-Absage? Jetzt droht der Formel 1 der Super-GAU

Die Situation im Nahen Osten ist weiterhin mehr als fragil - Im schlimmsten Fall für die Formel 1 gewinnt Kimi Antonelli den WM-Titel 2026 auf der heimischen Couch

Die Krönung des Weltmeisters ist das Highlight einer jeden Formel-1-Saison. Doch genau dieser Höhepunkt könnte 2026 ausfallen - beziehungsweise abseits der TV-Kameras stattfinden. Grund dafür ist die weiterhin unklare Situation der beiden letzten Saisonrennen in Katar und Abu Dhabi.

Zwar betonte Formel-1-Boss Stefano Domenicali kürzlich, dass die Königsklasse weiter mit den beiden Rennen plant. Doch die angespannte Lage in der Region kann sich täglich ändern und eine Durchführung der beiden Grands Prix im schlimmsten Fall auch kurzfristig unmöglich machen.

Genau das könnte dann zur Folge haben, dass Kimi Antonelli in diesem Jahr "auf der Couch" Weltmeister wird. Aktuell hat der Mercedes-Pilot in der Weltmeisterschaft 102 Punkte Vorsprung auf seinen engsten Verfolger George Russell.

Damit hat er seinen ersten WM-Matchball bereits beim kommenden Rennen in Austin. Verlässt er die USA mit einem Vorsprung von mindestens 125 Zählern, ist er bei noch fünf ausstehenden Rennen definitiv Weltmeister. Problematisch wird es allerdings, wenn er diese Marke nicht erreicht.

Sollte er Austin mit einem Vorsprung zwischen 100 und 124 Punkten verlassen und in der Woche danach mindestens ein Rennen ersatzlos gestrichen werden, wäre er im Moment der Absage Weltmeister - und das komplett abseits der TV-Kameras und ohne große Show.

Dieses Szenario wird die Formel 1 um jeden Preis vermeiden wollen, doch um es zu 100 Prozent ausschließen zu können, müsste man die Rennen in Katar und Abu Dhabi noch vor dem Grand Prix in Austin in gut einer Woche absagen. Und danach sieht es momentan nicht aus.

Welche Rolle spielen die Zwischenwahlen in den USA?

Alternativ muss die Formel 1 also darauf hoffen, dass Antonelli selbst den Sack bereits in Austin zumacht - oder zumindest so schnell wie möglich. In diesem Fall würde es im Hinblick auf den WM-Titel keine Rolle mehr spielen, wenn danach noch Rennen abgesagt werden müssen.

Politisch könnten die Zwischenwahlen in den USA ("Midterms") am 3. November eine entscheidende Rolle spielen, denn Politikexperten gehen davon aus, dass sich die Kampfhandlungen in der Region nach den Wahlen wieder verschärfen könnten.

Ein noch größeres Problem als für die Formel 1 wäre das für die MotoGP, die am 8. November in Katar fahren will - also nur wenige Tage nach den Zwischenwahlen. Das Formel-1-Rennen ist erst für den 29. November geplant, eine Woche später will man in Abu Dhabi fahren.

Da sowohl die MotoGP als auch die Formel 1 zu Liberty Media gehören, ist es sehr wahrscheinlich, dass im Falle einer Absage beide Serien nicht in Katar fahren werden. Von daher wird auch in der Formel 1 mit Spannung erwartet, ob die Motorrad-Weltmeisterschaft in wenigen Wochen wirklich nach Doha reist.

Der Ausweichplan der Formel 1 sieht es weiterhin vor, im Falle einer Absage der beiden Grands Prix das Saisonfinale am 6. Dezember in Imola auszutragen. Mit großer Wahrscheinlichkeit würde Antonelli dann bereits als neuer Weltmeister vor heimischer Kulisse fahren.

Neue Eskalation auch in Saudi-Arabien

Erschwerend zum Konflikt zwischen den USA und Iran kommt seit einigen Wochen auch noch die Situation in Saudi-Arabien hinzu. Das Land grenzt direkt an Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate und stand in den vergangenen Tagen ebenfalls im Zentrum der internationalen Berichterstattung.

Die Huthi-Milizen, eine aus dem Norden des Jemen stammende Guerillagruppe, die vom Iran unterstützt wird, haben nach einigen Aktionen in der Straße von Hormus die Verantwortung für mehrere Raketenangriffe auf Saudi-Arabien übernommen.

Ansar Allah, der militärische Sprecher der schiitischen Rebellen, erklärte dem Fernsehsender Al-Masirah, man habe den Aramco-Standort in Dhahran, den internationalen Flughafen King Khalid und eine Aramco-Raffinerie in Riad getroffen, und versicherte, dass die Operationen auf saudischem Gebiet in den nächsten Tagen gegen Ölförderanlagen und Flughäfen fortgesetzt würden.

Die Bilanz dieser Aktionen ist unklar, da Saudi-Arabien die Lage herunterspielt. Doch die Zahl der Opfer scheint weit höher zu sein als zugegeben. Die instabile Lage veranlasste mehrere Fluggesellschaften dazu, Flüge nach Riad auszusetzen.

Aramco gehört nicht nur zu den größten Ölkonzernen der Welt (mit einer Fördermenge von zehn Millionen Barrel pro Tag) und ist der wichtigste Geldgeber der saudischen Regierung, sondern auch Hauptsponsor und Partner des Aston-Martin-Formel-1-Teams.

Der Große Preis von Saudi-Arabien 2026 wurde bereits abgesagt, im März 2027 möchte die Königsklasse aber wieder dort fahren.

Motorsport-Total.com

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