GP von Katalonien: Qualifying | 13.06.2026
Russell "zurück in der Spur": Pole vor Hamilton
Mercedes-Fahrer George Russell meldet sich mit der Poleposition in Barcelona zurück im WM-Titelkampf - Erster Top-10-Startplatz für Audi-Fahrer Nico Hülkenberg
George Russell wähnt sich nach dem Formel-1-Qualifying zum Grand Prix von Barcelona-Katalonien 2026 "zurück in der Spur". Denn Russell bestimmte das Zeitfahren und setzte sich mit 1:14.679 Minuten gegen Lewis Hamilton im Ferrari und WM-Spitzenreiter Kimi Antonelli durch. Weiter hinten erzielte Nico Hülkenberg mit P9 seinen bisher besten Audi-Startplatz.
Hinweis: Wir aktualisieren diesen Bericht laufend mit weiteren Details. Erst, wenn dieser Hinweis verschwunden ist, sind keine weiteren Updates mehr geplant.
Was passierte in Q1?
Oliver Bearman und Esteban Ocon absolvierten den ersten Versuch auf Medium-Reifen, rüsteten dann aber um auf Soft-Reifen, wie sie alle anderen Fahrer einsetzten.
Nach dem ersten Versuch führte Lewis Hamilton in Ferrari mit 1:15.625 Minuten um 0,092 Sekunden vor George Russell und 0,339 Sekunden vor Teamkollege Charles Leclerc. Hinten befanden sich Aston Martin, Cadillac, Haas und Williams in der "Gefahrenzone".
Beide Williams-Fahrer hatten Schwierigkeiten, ihre Autos auf der Strecke zu halten: Carlos Sainz rutschte in Kurve 1 geradeaus, Alexander Albon kam bei Kurve 9 von der Fahrbahn ab. Außerdem rodelte Lance Stroll im Aston Martin bei Kurve 10 durch das Kiesbett.
Die Top 11 verzichteten auf einen zweiten Versuch in Q1. Liam Lawson als Elfter war mit 1:16.673 Minuten der am schwächsten platzierte Fahrer, der nicht erneut fuhr. Es reichte knapp: Lawson kam letztlich auf P15 eine Runde weiter.
Vom zweiten Versuch profitierte vor allem Nico Hülkenberg im Audi: Er verbesserte sich mit 1:16.006 Minuten auf P5 und schob sich so vor beide McLaren.
Weiter hinten ergab sich eine kleine Sensation: Stroll schlug erstmals seit 2024 seinen Aston-Martin-Teamkollegen Fernando Alonso im Qualifying. Doch Aston Martin bildete das klare Schlusslicht - eine Sekunde hinter Formel-1-Neueinsteiger Cadillac.
Alonso sagt: "Das ist keine Überraschung. Wir wussten schon, dass wir hier Letzter sein würden, und wir sind Letzter. Es spielt ohnehin keine Rolle."
Nach Q1 schieden folgende Fahrer aus: Esteban Ocon (Haas), Alexander Albon (Williams), Sergio Perez (Cadillac), Valtteri Bottas (Cadillac), Lance Stroll (Aston Martin) und Fernando Alonso (Aston Martin)
Was passierte in Q2?
Nico Hülkenberg fuhr im Audi früh 1:16.922 Minuten, verlor diese Runde jedoch umgehend aufgrund eines Tracklimits-Verstoßes in Kurve 9. Er wurde so zum einzigen Fahrer ohne Zeit nach dem ersten Versuch.
Vorne stand George Russell im Mercedes mit 1:15.228 Minuten, aber es war eng: Charles Leclerc fehlten 0,053 Sekunden, Kimi Antonelli 0,067 Sekunden auf Russell.
Beide McLaren fuhren im ersten Versuch gerade so unter die Top 10 - allerdings mit gebrauchten Reifen. Knapp außerhalb lagen beide Audi, beide Alpine sowie Oliver Bearman und Carlos Sainz.
Neben Russell, Leclerc und Antonelli verzichteten auch Isack Hadjar und Max Verstappen sowie Lewis Hamilton auf einen zweiten Versuch. Die Rechnung ging für alle auf.
Mit frischen Reifen klassierten sich Lando Norris und Oscar Piastri auf den Plätzen vier und sieben, ohne die Spitze zu gefährden. Dahinter schaffte Hülkenberg mit 1:15.768 Minuten als Zehnter den Sprung unter die schnellsten Zehn. Gabriel Bortoleto schied im zweiten Audi dagegen als Zwölfter aus.
Nach Q2 schieden folgende Fahrer aus: Arvid Lindblad (Racing Bulls), Gabriel Bortoleto (Audi), Franco Colapinto (Alpine), Pierre Gasly (Alpine), Oliver Bearman (Haas) und Carlos Sainz (Williams)
Was passierte in Q3?
Nico Hülkenberg und Liam Lawson gingen mit gebrauchten Soft-Reifen in den ersten Versuch. Alle anderen Top-10-Fahrer fuhren gleich mit neuen Pneus los.
Oscar Piastri erzielte mit 1:15.176 Minuten die frühe Bestzeit in Q3. Nur Max Verstappen brachte ebenfalls eine Rundenzeit zustande, dann gab es rote Flaggen: Charles Leclerc verunfallte ausgangs Kurve 4, nachdem er die Kontrolle über seinen Ferrari verloren hatte. Leclerc schlug anschließend auf der linken Seite frontal in die Banden ein. Damit war sein Qualifying beendet.
Sky-Experte Ralf Schumacher sagte: "Wenn man WM-Kandidat sein will, darf so etwas nicht passieren - immer vorausgesetzt, er hatte da kein Problem. Aber ich glaube, er war hier zu weit draußen auf der dreckigen Linie."
Nach der rund zehnminütigen Unterbrechung verblieben 8:30 Minuten in Q3. Dann zeigte sich, was die frühe Bestzeit von Piastri wert war: George Russell unterbot sie mit 1:15.145 Minuten und übernahm um 0,031 Sekunden die Führung. Kimi Antonelli war über zweieinhalb Zehntel langsamer und blieb damit noch hinter Piastri und Verstappen zurück.
Antonelli steigerte sich im zweiten Q3-Versuch und ging mit 1:14.998 Minuten an Russell vorbei - aber nur kurz. Denn Russell konterte mit absoluten Bestzeiten in den Sektoren zwei und drei und fuhr mit 1:14.679 Minuten deutlich an Antonelli vorbei. Abstand: 0,319 Sekunden. "Schön, wieder zurück in der Spur zu sein", funkte Russell.
Den großen Abstand zwischen Russell und Antonelli nutzte Lewis Hamilton und fuhr mit 1:14.743 Minuten zwischen die beiden Mercedes-Fahrer und hinein in die erste Startreihe. Weiter hinten sicherte sich Hülkenberg mit P9 seinen bisher besten Startplatz in diesem Jahr.















