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Mercedes-Umschwung Mercedes schließt Stallregie in den kommenden Rennen nicht aus
LAT Images

Wolff offen für Teamorder zur Sieg-Sicherung

Nach dem Großen Preis von Belgien betont Mercedes-Teamchef Toto Wolff erneut, dass für die Silberpfeile am Ende des Tages nur der Sieg zählt

Mercedes-Teamchef Toto Wolff zeigt sich inzwischen mehr als bereit, im Fall der Fälle auf eine Stallregie zu setzen. Der Sieg von Kimi Antonelli beim Großen Preis von Belgien hat an diesem Umschwung nichts geändert.

"Heute haben wir als Mission ausgegeben, dass wir uns gegenseitig keine Zeit kosten werden", so Wolff nach dem Rennen. Dabei antwortet der Teamchef auf die Frage, ob man in Anbetracht der aktuellen WM-Situation nicht langsam daran denken müsste, den Titel für Antonelli abzusichern. Inzwischen liegt Russell zudem bereits 50 WM-Punkte hinter dem Spitzenreiter.

"Wir wollen kein Jojo-Racing, nur damit uns Ferrari und Red Bull im Nacken liegen und wir den Sieg verlieren", erklärt Wolff. "Das ist ja in Barcelona passiert. Weißt du, ohne den Ausfall hätte Kimi ja das Rennen gewonnen."

In Barcelona haben Antonelli und Russell nicht nur gegeneinander, sondern auch gegen Lewis Hamilton um den Grand-Prix-Sieg gekämpft. Durch den teaminternen Zweikampf verloren beide auf den Ferrari von Hamilton viel Zeit, wodurch der siebenmalige Weltmeister trotz eines weiteren Boxenstopps vor den beiden Mercedes zurück auf die Strecke fahren konnte.

Wenige Runden vor dem Ende, nachdem sich Antonelli gegen Russell durchgesetzt hatte, musste der 19-Jährige seinen Silberpfeil mit einem technischen Defekt abstellen.

Schon in Montreal hatten die Rad-an-Rad-Duelle der beiden WM-Kontrahenten in der Mercedes-Box für Aufsehen gesorgt. Zwar entschied hier letztlich der technisch bedingte Ausfall von Russell den Grand Prix, doch gerieten beide mehrmals äußerst eng aneinander.

"Seit Barcelona", so der Teamchef, "würden wir in jedem Fall den Rennsieg priorisieren. Und wenn das heißt, dass Kimi oder George vorne liegt, dann würden wir genau das tun."

Dazu betont Wolff einmal mehr die Relevanz der Konstrukteurs-Weltmeisterschaft für die Silberpfeile. Eine Vorentscheidung in der Fahrer-Weltmeisterschaft zugunsten von Antonelli möchte man aber nicht treffen: "Wir würden keinem unserer Fahrer jemals einen Sieg wegnehmen. Wenn also George vorne liegt, würden wir nichts dagegen unternehmen, auch wenn er in der Meisterschaft hinten liegt."

Motorsport-Total.com

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