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Rückschlag vor Belgien Lando Norris startet in Spa zehn Plätze weiter hinten
Getty Images AsiaPac

Warum Lando Norris in Belgien zehn Startplätze Strafe kassiert!

Weil McLaren im Auto von Lando Norris eine neue Kontrollelektronik verbaut und über das erlaubte Limit kommt, muss der Weltmeister von weit hinten starten

Das Belgien-Wochenende von Weltmeister Lando Norris hat bereits vor dem Event einen herben Dämpfer bekommen, denn noch bevor sich irgendein Rad in Spa-Francorchamps gedreht hat, steht fest, dass der McLaren-Pilot am Sonntag zehn Startplätze nach hinten strafversetzt werden wird.

Wie sein Team mitteilt, wird Norris' Antrieb am Wochenende mit einer neuen Kontrollelektronik ausgestattet werden. Für den Engländer ist das in der Formel-1-Saison 2026 bereits die vierte, womit er das erlaubte Kontingent von drei Einheiten übersteigt .

Laut Artikel B8.2.8 des Sportlichen Reglements zieht das automatisch eine Startplatzstrafe von zehn Plätzen nach sich, weswegen auf Norris am Sonntag einiges an Arbeit zukommt, will er ein gutes Ergebnis einfahren.

Norris' erste Elektronik hatte schon beim zweiten Saisonlauf in China einen irreparablen Schaden erlitten, weswegen er damals überhaupt nicht am Rennen teilnehmen konnte. Die zweite Einheit, die in Japan eingebaut wurde, musste nach Problemen im Freien Training für Reparaturarbeiten ausgebaut werden.

Zwar wurde diese wieder repariert und kam erneut zum Einsatz, im zweiten Training von Monaco erlitt jedoch auch diese Einheit einen irreparablen Schaden und musste aus dem Pool genommen werden.

Somit ist Norris seit Japan mit der dritten Einheit unterwegs. Und auch wenn diese bislang zuverlässig lief, sieht sich McLaren zu einem Wechsel gezwungen, um von jüngsten Zuverlässigkeits-Updates seitens Hersteller Mercedes profitieren zu können.

"Wir haben uns entschieden, dies in Belgien zu tun - einer Strecke, auf der das Überholen vergleichsweise einfacher ist als bei den beiden folgenden Veranstaltungen in Ungarn und Zandvoort", teilt McLaren mit.

Tatsächlich wurden Motorenstrafen in den vergangenen Jahren häufig aus taktischen Gründen in Belgien gezogen, da Überholen auf der langen Kemmel-Gerade recht einfach war und der Nachteil somit nicht so groß wie auf anderen Strecken.

McLaren plant nun, mit der vierten Kontrollelektronik bis zum Ende der Saison zu kommen. Ein weiterer Wechsel hätte eine erneute Strafe von fünf Positionen zur Folge. Bei allen anderen Motorenelementen hat Norris aktuell noch Puffer - lediglich bei der Batterie hat er bereits die dritte von drei erlaubten Einheiten verbaut.

Motorsport-Total.com

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