MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Zandvoort-Qualifying Lando Norris startet beim Grand Prix der Niederlande 2026 von Poleposition
circuitpics.de

Norris wächst über sich hinaus und holt Pole

Mit einer der besten Runden seines Lebens verweist Lando Norris die Mercedes- und Ferrari-Fahrer beim Grand Prix der Niederlande in ihre Schranken

Lando Norris hat sich die Poleposition für den Grand Prix der Niederlande 2026 gesichert. Im Qualifying in Zandvoort stellte der McLaren-Pilot eine Bestzeit von 1:11.163 Minuten auf und verwies damit die Mercedes-Piloten George Russell (+0,102) und Kimi Antonelli (+0,133) auf die Plätze.

Norris lag schon nach dem ersten Q3-Run in Führung. Dann wurde es hektisch in der Boxengasse, weil das Regenradar einen daherkommenden Schauer anzeigte. Es blieb bei ein paar vereinzelten Tropfen, und so ging im zweiten Run erst Antonelli kurz in Führung, ehe Norris und Russell doch noch zurückschlagen konnten.

Oscar Piastri (McLaren) wurde Vierter, 0,142 Sekunden hinter Norris. Die beiden Ferraris (Lewis Hamilton vor Charles Leclerc) sicherten sich die dritte Startreihe, allerdings schon mit gut drei Zehntelsekunden Rückstand. Wie schon am Freitag gemutmaßt: McLaren hat die Stärken auf eine Runde, Ferrari im Longrun - und Mercedes ist immer konkurrenzfähig.

Enttäuschend verlief das Qualifying für Lokalmatador Max Verstappen (Red Bull), der als Siebter seinen schlechtesten Zandvoort-Startplatz aller Zeiten einfuhr. Seinen "Interims-Teamkollegen" Liam Lawson besiegte er um 0,115 Sekunden. Der Neuseeländer sicherte sich Platz 8.

Gabriel Bortoleto (Audi) und Arvid Lindblad (Racing Bulls) stehen in der Ergebnisliste des Qualifyings auf den Plätzen 9 und 10.

Q1: Ausritt von Hamilton bleibt ohne Folgen

Q1 begann mit einer kleinen Überraschung, als Liam Lawson im ersten Run um 0,178 Sekunden schneller war als Verstappen. Lawson ersetzt in Zandvoort Isack Hadjar bei Red Bull, der sich während der Sommerpause eine Handgelenksverletzung zugezogen hat. Beim Fitness-Boxen, wie es heißt.

Lawson vor Verstappen, das blieb aber ein kurzes Strohfeuer. Am Ende des ersten Teilabschnitts wurde die Strecke immer schneller, und so wies die Zeitentabelle in Q1 Verstappen auf P12 und Lawson auf P14 aus. Abstand: 0,119 Sekunden.

Zu den Zwischenfällen des ersten Qualifyings zählte ein Ausritt von Hamilton, der danach nochmal rausfuhr und sich auf Platz 2 verbesserte, 0,063 Sekunden hinter der Bestzeit von Piastri. Norris wurde Dritter, dahinter folgten die beiden Mercedes-Fahrer - übrigens wieder Russell 0,098 Sekunden vor Antonelli.

Doch entscheidender waren in Q1 die Positionen 17 bis 22, denn diese sechs Fahrer durften an Q2 nicht mehr teilnehmen. Carlos Sainz (Williams) verpasste den Cut (ausgerechnet gegen seinen Teamkollegen Alexander Albon) um 0,022 Sekunden und wurde 17. Mit ihm schieden Fernando Alonso, Lance Stroll (beide Aston Martin), Oliver Bearman (Haas), Valtteri Bottas und Sergio Perez (beide Cadillac) aus.

Ermutigend verlief Q1 für Nico Hülkenberg (Audi). Nach einem durchwachsenen Freitag und dem Ausfall im F1-Sprint war der Deutsche praktisch gleichauf mit Teamkollege Gabriel Bortoleto. Bortoleto zog als Zehnter, Hülkenberg als Elfter ins zweite Qualifying ein. Audis Rückstand auf die Spitze betrug nur knapp mehr als eine halbe Sekunde.

Q2: Hülkenberg wieder langsamer als Bortoleto

In Q2 war dann Endstation für Hülkenberg. Er blieb 0,364 Sekunden hinter der Bortoleto-Zeit und belegte den 13. Platz. Bortoleto wurde Neunter und durfte damit auch in Q3 noch mitfahren.

Zehnter wurde in Q2 Arvid Lindblad, der damit das Racing-Bulls-Duell gegen Yuki Tsunoda um 0,102 Sekunden für sich entscheiden konnte. Tsunoda springt in Zandvoort für Lawson ein und schlug sich in den bisherigen Sessions durchaus respektabel - vor allem in Anbetracht der Tatsache, dass er die 2026er-Autogeneration davor noch nicht getestet hatte.

Auch Pierre Gasly schied trotz Alpine-Update als Elfter in Q2 aus, 0,184 Sekunden vor Teamkollege Franco Colapinto (14.), der die Updates erst am nächsten Rennwochenende nachgeliefert bekommt. 15. wurde Esteban Ocon (Haas), 16. Alexander Albon (Williams).

Bestzeit fuhr im zweiten Abschnitt Norris (1:11.628 Minuten) vor Piastri (+0,013), Verstappen (+0,246), Leclerc (+0,282), Antonelli (+0,287) und Russell (+0,331). McLaren untermauerte damit den Trend, besonders auf eine schnelle Runde an diesem Wochenende sehr konkurrenzfähig zu sein.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

F1-Boss kontert Kritik

"Niemanden interessiert es!"

Sollte die Formel 1 in der TV-Übertragung darüber informieren, wenn bei einem Auto die Batterie leer ist? - Stefano Domenicali will neue Fans der Serie nicht überfordern

Beim Finale in London sichert sich Pascal Wehrlein auf dramatische Weise seinen zweiten WM-Titel in der Formel E - Barnard letzter Rennsieger der Saison 2025/26

"Vieles zu kompliziert"

Formel-1-Teamchef schlägt Alarm!

Die Formel 1 ist technisch komplexer denn je: Haas-Teamchef Ayao Komatsu fordert mehr Kontrolle für die Fahrer und mehr Verständlichkeit für die Zuschauer