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Force India: Di Resta als Freitagstester?

Besonderer Plan von McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh: Paul di Resta soll beim Partnerteam Force India an GP-Freitagen zum Einsatz kommen.

Die Einsätze von Luca Badoer bei Ferrari haben es in der Saison 2009 deutlich gemacht: Die Test- und Ersatzpiloten von Formel-1-Teams bekommen in Zeiten der Testbeschränkungen zu wenig Fahrpraxis. Dies könnte sich bald wieder ändern – zumindest bei Force India. Das indische Team um die Stammpiloten Adrian Sutil und Vitatonio Liuzzi plant offenbar den Einsatz des Testpiloten in den Freien Trainings am Freitag.

Paul di Resta steht kurz vor einem Vertragsabschluss beim Team von Vijay Mallya. Der schottische Mercedes-Youngster aus der DTM soll offenbar konsequent zum Einsatz kommen. "Paul wird voraussichtlich die meisten Freitagssessions für Force India fahren", erklärte McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh gegenüber reuters auf die Frage, ob der 23jährige nach dem Abgang von de la Rosa als neuer Testpilot in Frage komme.

"Das ist eine tolle Chance für ihn", sagte Whitmarsh. "Ich freue mich für ihn und bin sicher, dass er alles daran setzen wird, vielleicht sogar noch im Laufe dieses Jahres ins Renncockpit klettern zu dürfen." Di Resta hatte erst im Dezember neue Formel-1-Erfahrung sammeln können: Im Rahmen der Young-Driver-Days in Jerez durfte er den Force India Mercedes bereits ausprobieren. Von der Möglichkeit, die Testpiloten am Freitag eines Grand-Prix-Wochenendes einzusetzen, machte zuletzt aber kein einziges Team mehr Gebrauch.

"Wenn du um den Titel mitfahren willst, dann kommt es zum Beispiel für uns überhaupt nicht in Betracht, dass wir unsere Stammfahrer am Freitag aussetzen lassen", legte Whitmarsh die McLaren-Marschroute dar. "Trotzdem ist es durchaus eine Möglichkeit, die andere Teams in Erwägung ziehen. Und für Paul ist das eine riesige Chance."

Trotzdem blieb Whitmarsh die Antwort auf die Frage nach dem neuen McLaren-Tester schuldig. Gary Paffett ist fest unter Vertrag und soll voraussichtlich den Shakedown des MP4-25 absolvieren, aber bei McLaren hat es Tradition, dass man auf mindestens zwei Testpiloten zurückgreift. Ein weiterer soll noch kommen. Der Name Nick Heidfeld wurde mehrfach genannt, doch der Deutsche soll bereits als dritter Mann bei MercedesGP unterschrieben haben.

"Gary hat im vergangenen Jahr rund 60 Tage für uns im Simulator gesessen. In diesem Jahr werden es ähnlich viele Tage sein, vielleicht sogar noch etwas mehr. Aber er hat auch noch andere Verpflichtungen, daher brauchen wir einen weiteren Fahrer", sagte Whitmarsh über Paffett, der in diesem Jahr einen erneuten Angriff auf den DTM-Titel starten möchte.

"Wir schauen es uns an und geraten nicht in Panik. Mit Gary sind wir sehr zufrieden. Vielleicht täusche ich mich, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass das Starterfeld und die Fahrerbesetzungen in diesem Jahr etwas instabiler sein werden", so Whitmarsch mit Blick auf die Gerüchte um Probleme bei Campos und US F1 weiter. "So gesehen kann es gut sein, dass zurzeit vertraglich gebundene Piloten plötzlich wieder verfügbar werden."

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