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Proczyk holt sich die Führung / die besten Fotos

Das neunte und zehnte Saisonrennen der TCR-Serie am Red Bull Ring war actionreich. Beide Male gewann eigentlich der Finne Antti Buri, dennoch stand am Samstag unser Harald Proczyk ganz oben am Treppchen und sicherte sich zudem die Tabellenführung.

Johannes Posch

Beim neunten Saisonrennen am Samstag war es soweit: Lokalmatador Harald Proczyk (44, Österreich, HP Racing International) sicherte sich mit dem Heimsieg die Tabellenführung in der ADAC TCR Germany. Der Vizemeister gewann im Hyundai i30 N TCR vor seinem Markenkollegen Mitchell Cheah (22, Malaysia, Hyundai Team Engstler), der als Vertreter des österreichischen Stammpiloten Nico Gruber startet. Als Erster über die Ziellinie ging er aber nicht. Die Zielflagge sah eigentlich der Finne Antti Buri (31, Finnland, Hyundai Team Engstler) zuerst. Er bekam aber nachträglich eine 30-Sekunden-Strafe auferlegt, weil er eine persönliche Sektorbestzeit unter Gelben Flaggen aufgestellt hatte. Dadurch wurde Buri als Fünfter gewertet.

Der bis dahin Führende Dominik Fugel konnte am Samstag hingegen zu keiner Zeit um den Sieg mitfahren. Weil an seinem Honda der Motor gewechselt worden war, musste er vom letzten Platz starten. Was folgte, was zwar eine beeindruckende Darstellung von fahrerischem Können (nach der ersten Runde war er Achter, nach der zweiten dann Sechster), die am Ende aber nicht belohnt wurde: Beim Versuch, den Hyundai mit Jan Seyffert am Steuer zu überholen, kam es zu einem Kontakt, bei dem Fugels Honda beschädigt wurde. Der 23-Jährige musste in die Box - die Chance auf eine Spitzenplatzierung war dahin.

Doch es sollte Tags darauf ja noch ein Rennen geben. Fugel ging als Erster ins Rennen und konnte anfänglich auch gut seine Führung verteidigen. Doch eine Safetycar-Phase mischte die Karten neu - vor allem für den bis dahin auf Platz Zwei befindlichen Antti Buri. Nach dem Restart blieb der Finne dicht an Fugel dran, nutzte den Windschatten auf der langen Geraden bei Start-und-Ziel, drängte sich in der anschließenden Rechtskurve am Honda Civic TCR vorbei und zog fortan auf und davon.

Deutlich mehr Arbeit hatte Dominik Fugel, der sich gegen die Attacken von Proczyk und Co. wehren musste. Dies gelang dem Chemnitzer bis in die Schlussphase, doch dann musste er dem Österreicher Proczyk doch noch ziehen lassen und beendete das Rennen auf Platz drei. Eine starke Leistung zeigte auch Gaststarter Sandro Soubek (26, Österreich, Mair Racing Osttirol) im Audi RS3 LMS TCR, der am Samstag ausschied: Er landete auf Platz 4.

Harald Proczyk sprach am Ende von "einem schönen Wochenende". Der Steirer hat nun 175 Punkte auf dem Konto und führt die Gesamtwertung vor Dominik Fugel (163) und Antti Buri (158) an. "Es war alles fair, schöne Zweikämpfe. Die Zuschauer haben Spaß gehabt", sagte Proczyk: "Ich bin glücklich, zu Hause hat man vielleicht etwas mehr Glück. In den letzten Jahren habe ich hier immer einen Sieg geholt."

Auch Buri ist happy: "Das Wochenende war toll. Wir waren die ganze Zeit über stark. Das Auto war super, alles lief gut. Ich bin glücklich.", sagte er.

Weniger toll lief es für das österreichische Team von Wimmer Motorsport, die dieses Wochenende drei Cupra Leon Competición ins Rennen schickten. Am Samstag wie auch am Sonntag war der erfolgreichste der drei Wagen der mit Felix Wimmer (30, Österreich, Wimmer Werk Motorsport) am Steuer: Er landete auf Platz elf bzw. zehn.

Weiter geht es für die ADAC TCR Germany bereits in zwei Wochen: Dort steht auf dem Lausitzring (30. Oktober bis 1. November) das vorletzte Rennwochenende auf dem Programm. Die Station in der Lausitz rückt anstelle des Circuit Zandvoort in den Kalender. Das Finale findet eine Woche später in Oschersleben statt.

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