MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Habsburg-Frust trotz Überholspektakel: "Diese verdammte Tür" Am Ende war auch noch die Tür lose: Habsburg hatte beim Auftakt kein Glück
ITR

Habsburg-Frust trotz Überholspektakel: "Diese verdammte Tür"

Warum Ferdinand Habsburg beim DTM-Auftakt in Spa nach Test-Bestzeiten Letzter wurde, aber mit spektakulären Überholmanövern groß aufzeigte

Beim Finaltest vor dem DTM-Auftakt, bei dem WRT-Audi-Neuzugang Ferdinand Habsburg dreimal Bestzeit fuhr, sprach er von Siegen und vom Titel, doch nun verlässt er Spa-Francorchamps mit leeren Händen: Am Samstag konnte er nach seinem Trainingscrash, als das Gaspedal steckenblieb, gar nicht fahren, am Sonntag wurde der Österreicher 15. und damit Letzter.

"Heute ist zu viel schiefgelaufen", meint Habsburg am Sonntagabend enttäuscht. "Ich hatte zahlreiche Probleme mit dem Auto. Und dann hat sich auch noch die verdammte Tür in der Mitte eines großartigen Rennens gelöst. Das hat uns gezwungen, einen sehr frühen Stopp zu machen. Das hat unsere Chancen, nach vorne zu kommen, kaputt gemacht."

So ernüchternd das Ergebnis ist, so spektakulär war sein Sonntagsrennen: Mit tollen Überholmanövern belebte Habsburg die Anfangsphase. Seinen Teamkollegen Harrison Newey kämpfte er bei der Anfahrt auf Eau Rouge Tür an Tür nieder, den zweimaligen Meister Marco Wittmann überholte er mit viel Mut eingangs Eau Rouge über den inneren Randstein.

"Enormes Selbstvertrauen bei Überholmanövern"

Und an Timo Glock ging er spektakulär außen vor der 270 km/h schnellen Blanchimont-Kurve vorbei. "Ich habe enormes Selbstvertrauen bei diesen Überholmanövern", frohlockt Habsburg, der bis zum Sonntagsrennen wegen der Reparatur seines Boliden, die den gesamten Samstag und die Nacht auf Sonntag beanspruchte, kaum zum Fahren kam.

Als er dann mal in Schuss war und sich von ganz hinten bis auf Platz neun nach vorne gearbeitet hatte, lockerte sich die Tür: Habsburg musste also in der achten Runde seinen ersten Stopp einlegen, der dann auch noch 13,2 Sekunden in Anspruch nahm. Somit musste er als einziger auch noch ein zweites Mal stoppen und wurde mit 1:49 Minuten Rückstand auf Sieger Rene Rast Letzter.

"Das war ein ziemlich schlimmes Wochenende, aber es war schön zu sehen, dass - wenn alles funktioniert hat - das Tempo großartig war", zieht Habsburg Bilanz. "Der Lausitzring kann gar nicht schnell genug kommen, um es richtig zu machen."

Bolide nach Reparatur "nicht ganz einwandfrei"

Dass es in Spa-Francorchamps noch nicht nach Wunsch lief, führt Habsburg auch auf sein Pech im ersten Training zurück, als er auf nasser Strecke in der Stavelot-Kurve in die Reifenstapel donnerte. "Das war leider einfach ein mechanischer Fehler", sagt er gegenüber 'ran.de'. "Das kann vorkommen, ist halt unangenehm. Dann wurde das Auto bis 2:00 Uhr in der Nacht repariert."

Doch auch am Sonntag war der RS 5 "nicht ganz einwandfrei", verrät Habsburg und verweist auf die Reparatur, die unter Hochdruck stattfand. "Es gab noch viele kleine Sachen, die noch nicht ganz fertig waren. Wir mussten das ganze Auto fast wie neu herstellen. Das einzige, was übrig geblieben ist, war das Monocoque."

Das sei auch ein Grund dafür gewesen, dass Habsburg im Qualifying wegen zahlreichen Verstößen gegen die Tracklimits keine einzige gültige Rundenzeit einfuhr, aber durch einen Antrag seines Teams am Rennen teilnehmen durfte: "Ich hatte Probleme, mit dem Auto auf der Strecke zu bleiben."

Wie der ehemalige Aston-Martin-Pilot, der dieses Jahr das "von" im Nachnamen weglässt, mit der hohen Erwartungserwartung in der zweiten DTM-Saison umgeht? "Ich erwarte immer das meiste von mir selbst", antwortet er. "Die Erwartungshaltung ist, dass ich Spaß habe. Wenn das der Fall ist, dann weiß ich, dass es gut läuft. Wenn das nicht der Fall ist, dann Ende ich in der Mauer. Das mag keiner."

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

F1-Boss kontert Kritik

"Niemanden interessiert es!"

Sollte die Formel 1 in der TV-Übertragung darüber informieren, wenn bei einem Auto die Batterie leer ist? - Stefano Domenicali will neue Fans der Serie nicht überfordern

Die Formel 1 fährt im Oktober ein zusätzliches Rennen in Malaysia, um den Ausfall von Bahrain im Frühjahr zu kompensieren - Tripleheader mit Baku und Singapur

DTM Oschersleben – Hintergründe

Start in die zweite Saisonhälfte der DTM

Thomas Preining und Mirko Bortolotti schafften es diesmal ganz oben auf das Podium. Zu Beginn der entscheidenden Phase der Saison 2026 schafften die beiden Piloten damit den Anschluss in der aktuellen Meisterschaftswertung an die Spitzengruppe.

Radikale Briatore-Forderung

Briatore: Formel 1 braucht 24 Sprintrennen

Flavio Briatore schlägt der Formel 1 den Weg der MotoGP vor und fordert an jedem Wochenende einen Sprint - Warum der Italiener diesen Schritt gehen würde

Domenicali nennt Perspektive

Formel 1 vor Deutschland-Comeback?

Die Formel 1 prüft eine Rückkehr nach Deutschland: Doch zwischen ersten Gesprächen und einem tatsächlichen Comeback liegen noch erhebliche Hürden