MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Strafe: Daniel Abt ließ E-Sport-Profi für sich fahren!
LAT

Statt Abt saß ein österreichischer E-Sportler an Volant

Daniel Abt werden alle Punkte der bisherigen virtuellen Formel-E-Saison aberkannt, nachdem er beim Berlin-Rennen am Samstag gar nicht selbst im Simulator saß.

Das fünfte Rennen der "Race at Home Challenge", das am Samstag auf dem virtuellen Kurs von Berlin-Tempelhof mit einem Sieg für Oliver Rowland zu Ende gegangen ist, zieht einen handfesten Skandal nach sich. Denn Daniel Abt, der hinter Rowland und Stoffel Vandoorne vermeintlich als Dritter ins Ziel kam, fuhr das E-Sport-Rennen gar nicht selber!

Zunächst wurde Abt aufgrund einer nachträglichen Zeitstrafe vom dritten auf den sechsten Platz zurückversetzt. Doch damit längst nicht genug. Wie im weiteren Nachgang zum Rennen herauskam, ließ Abt seinen Boliden mit der Startnummer 66 von einem E-Sport-Profi, den Österreicher Lorenz Hörzing, fahren.

Die Konsequenz: Abt werden die Punkte nicht nur vom Berlin-Rennen, sondern aus dem gesamten bisherigen Saisonverlauf der "Race at Home Challenge" aberkannt. Zudem muss der Deutsche den Betrag von 10.000 Euro an eine Wohltätigkeitsorganisation seiner Wahl spenden. Hörzing hingegen darf "nur" in seiner Klasse der E-Sport-Profis bei der "Race at Home Challenge" nicht mehr antreten.

"Ich möchte mich bei der Formel E, all meinen Fans, meinem Team und meinen Fahrerkollegen dafür entschuldigen, dass ich für das Rennen am Samstag Hilfe von außen in Anspruch genommen habe", so Abt in einer Stellungnahme und weiter: "Ich hab es nicht so ernst genommen wie ich das hätte tun sollen. Das tut mir sehr leid, weil ich weiß, wie viel Arbeit seitens der Formel E in dieses Projekt gesteckt wurde."

Die "Race at Home Challenge" wird von der Formel E in Zusammenarbeit mit Motorsport Games veranstaltet und sammelt Spenden für den weltweiten Coronavirus-Fonds von UNICEF.

"Mir ist klar, dass mein Vergehen einen bitteren Nachgeschmack hat, aber es war niemals aus böser Absicht heraus gedacht", so Abt, der die Strafe annimmt: "Natürlich akzeptiere ich die Disqualifikation vom Rennen. Darüber hinaus werde ich 10.000 Euro für ein wohltätiges Projekt spenden."

Aufgeflogen ist der Skandal, nachdem sich mehrere von Abts Fahrerkollegen verwundert gezeigt hatten, wie konkurrenzfähig der Audi-Bolide mit der Startnummer 66 plötzlich war. Hinzu kam, dass im Livestream, der die Fahrer im Simulator zeigt, das Gesicht der Person ins Abts Simulator stets verdeckt war.

Motorsport-Total.com

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

"Lange auf meiner Wunschliste"

Verstappen startet bei 24h Nürburgring

Max Verstappen startet 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Warum das Rennen "seit langem auf seiner Wunschliste" steht und was er außerdem plant

GP von China: Bericht

Antonelli feiert ersten Sieg

Andrea Kimi Antonelli gewinnt sein erstes Formel-1-Rennen vor George Russell und den erneut heiß kämpfenden Ferraris - Komplettes McLaren-Debakel ohne Rennstart

Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka

GP von Australien: Bericht

Russell gewinnt F1-Auftakt in Australien!

Ferrari machte George Russell das Leben in der Anfangsphase richtig schwer, am Ende war es für Mercedes aber der erwartete Auftaktsieg in Australien