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Motorrad-WM: Interview

Wäre Viñales bei Suzuki Titelkandidat?

José Manuel Cazeaux, bei Suzuki einst der Chefmechaniker von Maverick Viñales, bedauert den Wechsel seines Ex-Schützlings zu Yamaha.

Bildquelle: Yamaha Racing

Mit dem Wechsel von Suzuki zu Yamaha tätigte Maverick Viñales im Winter 2016/17 einen Schritt, der ihn auf dem Papier konstant in der Weltspitze der MotoGP-WM mitfahren lassen sollte. Bei den Testfahrten vor Saisonbeginn und auch bei den ersten beiden Rennen war Viñales auf der Yamaha YZR-M1 in der Tat noch jener Fahrer, den es zu schlagen galt, doch im weiteren Saisonverlauf stagnierte der Spanier wie auch sein Teamkollege Valentino Rossi. Die Folge: Beide mussten ihre Hoffnungen auf den WM-Titel schon einige Rennen vor Saisonende begraben. Stattdessen machten Andrea Dovizioso (Ducati) und Marc Márquez (Honda) den Titelkampf unter sich aus.

Wäre es für Viñales in der Saison 2017 anders gelaufen, hätte er Suzuki die Treue gehalten? Davon ist José Manuel Cazeaux, sein früherer Chefmechaniker bei Suzuki, überzeugt. "Wäre er bei Suzuki geblieben, hätte er meiner Meinung nach um den WM-Titel gekämpft, denn er wurde stetig besser", sprach Cazeaux gegenüber crash.net die Schlussphase der Saison 2016 an, als Viñales mit der hellblauen GXS-RR einige Top-5-Platzierungen in Serie einfuhr, darunter seinen Premierensieg in Silverstone und zwei weitere Podestplätze in Motegi und auf Phillip Island.

Bei Yamaha aber tat er sich nach Le Mans schwerer als zu Beginn, ist Cazeaux aufgefallen. So rätselt der Chefmechaniker über die Ursache für den Formeinbruch seines ehemaligen Schützlings: "Ich weiß nicht, ob es an den Reifen oder am Chassis oder woran auch immer lag; von außen ist so etwas immer schwierig zu beurteilen."

Wie gut Viñales und Cazeaux in ihren zwei gemeinsamen Jahren bei Suzuki miteinander auskamen, zeigt nicht zuletzt die Tatsache, dass Viñales den Chefmechaniker am liebsten zu Yamaha mitgenommen hätte, was aber nicht möglich war. Bei seinem aktuellen Arbeitgeber arbeitet Viñales seit letztem Jahr mit dem ehemaligen Lorenzo-Chefmechaniker Roman Forcada zusammen, während sich Cazeaux bei Suzuki in der Saison 2017 des Rookies Alex Rins annahm.

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