Motorsport

Inhalt

Motorrad-WM: Interview

Schulter-OP war komplexer als erwartet

Honda-Toppilot Marc Marquez spricht über seinen schwierigen Winter und verrät, dass er vier Stunden an der Schulter operiert wurde.

Bildquelle: motogp.com

Der amtierende Weltmeister Marc Marquez geht geschwächt in die erneute Titelverteidigung. Der Spanier hat sich Anfang Dezember an der Schulter operieren lassen und ist daher nach wie vor geschwächt. Er hat am Rande der Honda-Präsentation erklärt, wo der Unterschied zu seiner Verletzung 2014 lag. Damals verpasste er ebenfalls fast die gesamte Vorbereitung im Winter, bevor er die ersten zehn Saisonrennen für sich entschied. Ob Marquez dieses Kunststück 2019 noch einmal gelingt?

"2014 habe ich auch eine schwierige Saisonvorbereitung erlebt. Da habe ich mich nach dem ersten Test verletzt und lag eineinhalb Monate flach. Danach bin ich direkt zum ersten Rennen geflogen. Dennoch war das meine bislang beste Saison", erinnert er sich an seine Beinverletzung zurück. Marquez konnte kaum testen, gewann allerdings die ersten zehn Saisonrennen und schnappte sich am Ende den zweiten WM-Titel.

Aktuell sei die Situation jedoch "komplett anders". Marquez schleppte das Schulterproblem bereits die gesamte Saison mit sich herum. Er kämpfte regelmäßig mit Ausrenkungen, sogar bei seiner WM-Siegesfeier in Motegi. "Das war eine wirklich ernsthafte Verletzung und Operation." Insgesamt vier Stunden sei er von Doktor Xavier Mir und dessen Ärzteteam operiert worden, verrät der 25-Jährige. "Die Operation war schwieriger als angenommen. Ich war insgesamt vier Stunden auf dem Operationstisch, weil es komplizierter war, als die Ärzte erwartet hatten."

"Sie sagten mir bereits, dass die Genesung mindestens drei Monate brauchen würde, wenn nicht vier. Ich arbeite dennoch hart. Nach eineinhalb Monaten kann ich bereits deutliche Fortschritte erkennen. Das ist das Wichtigste. Wie es in Sepang sein wird, weiß ich nicht. Ich habe noch zwei Wochen Zeit. Aber jeden Tag spüre ich eine Verbesserung. Dennoch wird es auf dieser schwierigen Strecke in meinem Zustand nicht einfach sein."

Denn derzeit hat Marquez noch nicht genügend Kraft in der Schulter. Das sei ganz normal. Allerdings hat der ungeduldige Champion gehofft, er könnte die Genesung etwas vorantreiben. "Ich habe die Ärzte gefragt, ob man das nicht schneller vorantreiben kann. Aber der Körper funktioniert nach seinen eigenen Gesetzen", muss er einsehen.

"Man darf es also nicht übertreiben. Ich möchte das Problem schließlich nicht noch einmal haben. Ich muss geduldig bleiben. Testfahrten kann ich noch genügend fahren, Schulter habe ich hingegen nur eine." Dennoch wird der Spanier bereits Anfang Februar wieder auf der Honda sitzen, wenn in Sepang getestet wird. Dort werde er aber noch nicht zu hundert Prozent wieder fit sein. "Mein Ziel ist es aber, für das erste Rennen in Katar so fit wie möglich zu sein."

Drucken

Quadratur des Stromes Genfer Autosalon: Honda City-Stromer

Quadratisch, praktisch, knuffig: der Prototyp des künftigen Elektro-Stadtautos von Honda. Auf dem Genfer Autosalon wird es präsentiert.

Einsteiger Neu: Kymco New People S 150i ABS

Der neue Kymco New People S 150i ABS hat 150 Kubikzentimeter Hubraum, 14 PS und kommt laut Hersteller mit drei Litern Benzin je 100 km aus.

Wüstensohn VW Touareg 3.0 V6 TDI 4Motion - im Test

Seit dem letzten Modellwechsel setzt der VW Touareg noch konsequenter auf Luxus. Wir testen den mit 231 PS schwächeren der beiden Dreiliter-Diesel.

Rallye: News Next Generation: Škoda Fabia R5

Auf dem Genfer Automobil-Salon präsentiert Škoda Motorsport die nächste Ausbaustufe des Fabia R5.