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Correa: Die FIA hat sich nicht um mich gekümmert

Man hat mich alleine gelassen!

Juan Manuel Correa wirft dem Automobil-Weltverband FIA vor, sich nach seinem schweren Unfall in Spa im Krankenhaus nicht um ihn gekümmert zu haben.

Foto: LAT

Fünf Monate nach seinem schweren Unfall beim Formel-2-Rennen in Spa-Francorchamps kämpft Juan Manuel Correa um die Genesung von seinen schweren Verletzungen - und erhebt Vorwürfe gegen den Automobil-Weltverband FIA.

"Jeder ist nach dem Unfall nach Monza gefahren am nächsten Tag, ich bin im Krankenhaus geblieben und ich bin vier Tage nach dem Unfall fast gestorben. Und da war niemand von der FIA oder jemand, der sich um mich gekümmert hat", sagt Correa im Interview mit dem Fernsehsender 'n-tv'.

Nachdem nach den Unfall zunächst nur schwere Verletzungen am rechten Bein sowie weniger schwere Verletzungen an die Wirbelsäule diagnostiziert wurden, entwickelte Correa in Folge der hohen G-Kräfte, denen er bei der Kollision mit dem Auto von Anthoine Hubert ausgesetzt war, ein akut lebensbedrohliches Lungenversagen.

Correa glaubt, dass in dieser Phase fachkundiger Rat von Medizinern der FIA hilfreich gewesen wäre. Denn mit dem Folgen eines sogenannten Hochrasanztraumas hätten sich die Ärzte des Krankenhauses in Lüttich nur unzureichend ausgekannt. "Die Ärzte im Krankenhaus in Belgien wussten nicht, was das ist, denn sie hatten noch nie jemanden gesehen, der so einen starken Aufschlag überlebt hat."

Nach der Verlegung nach London und mehreren langen und komplizierten Operationen absolviert Correa derzeit in den USA ein Reha-Programm. Sein rechtes Bein ist steckt immer noch in einem sogenannten Fixateur, ein Metallgestell, welches die zertrümmerten Knochen fixiert.

Obwohl die Reha noch viele Monate dauern dürfte und unklar ist, ob Correas Bein wieder vollständig hergestellt wird, ist der aus Ecuador stammende US-Amerikaner überzeugt, dass er eines Tages wieder Rennen fahren kann. "Selbst wenn es zwei Jahre dauert, um zurückzukommen, werde ich zurückkommen. Da bin ich mir sehr sicher."

Auf seinem Weg zur Genesung bekommt Correa nicht nur Unterstützung von seiner eigenen Familie und Fans, sondern auch von der Familie des bei dem Unfall verstorbenen Anthoine Hubert. "Ein paar Wochen nach dem Tod ihres eigenen Sohnes haben sie mir Nachrichten ins Krankenhaus geschickt, mir für die Operationen alles Gute gewünscht", berichtet Correa. "Das war wirklich toll für mich und mental so eine große Hilfe diese Unterstützung zu haben."

© Motorsport-Total.com

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