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Lewis Hamilton und Nico Rosberg fahren bei der „Extrem E“
Extreme E

Strom statt Gas

Das Bewusstsein für Nachhaltigkeit und Umwelt hat im Rennsport konkrete Formen angenommen. Mit der „Exreme E“ wird der motorisierte Sport auf vier Rädern auf Strom umgestellt und kann mit dem umweltfreundlichen Konzept auch amtierende Rennfahrer der Formel 1 begeistern. Ab 2021 will sich Lewis Hamilton mit einem eigens gegründeten Team an die Startlinie begeben und mit den strombetriebenen Rennwagen über abenteuerliche Strecken heizen.

Jede Branche sucht nach neuen Möglichkeiten, die Umwelt etwas besser zu machen. Während sich die Filmbranche mit „Green Shooting“-Initiativen für mehr Umweltbewusstsein am Set einsetzt und der Einzelhandel mit „Unverpackt“-Läden für weniger Verpackungsmüll plädiert, setzt die Sportbranche mehr auf Strom statt auf Benzin. Mit der „Extreme E“-Serie will die Elektro-Ralley Fans und Umweltschützer auf bestehende Klimaprobleme aufmerksam machen und ein Zeichen für die Umwelt setzen.

Diesem Vorhaben schließt sich auch der amtierende Formel-1-Weltmeister Lewis Hamilton an. Anfang September kündigte der sechsfache Sieger und Rennprofi an, mit seinem eigenen Team bei der „Extreme E“ starten zu wollen. Ob dies mit seinem möglichen Rückzug aus der Formel 1 zusammenhängt, ist unbestätigt. Unter dem Teamnamen X44 will der Brite zum ersten Saisonauftakt Anfang 2021 mit seiner Mannschaft Teil einer neuen Ära werden. Seine Erfahrungen, sein Know-how und jahrelange Praxis fließen in die Teamgründung ein, doch hinter dem Steuer wird man den begabten Rennfahrer nicht sehen. Lediglich mit seiner Expertise will Hamilton dem umweltfreundlichen Rennen beiwohnen.

Verstärkung für wichtiges Thema

Mit dieser Entscheidung ist Hamilton jedoch nicht allein. Auch Nico Rosberg, der mit seinem Team Rosberg Xtreme Racing präsent sein wird, widmet sich dem Umweltschutz auf unterhaltsame Art. Um auf die ökologischen Krisen und kritischen Umweltaspekte aufmerksam zu machen, finden die Rennen nicht auf zufällig gewählten Strecken statt, sondern werden weltweit an ungewöhnlichen Orten ausgetragen. Ob in der Antarktis, dem Amazonas oder der Wüste Senegals: An Plätzen, die von dem wandelnden Klima am stärksten bedroht sind, finden die E-Rennen statt. Paradox? Keineswegs! Der Fokus der Welt soll auf die wunderschönen Landschaften gerichtet werden, die von den Umweltproblemen am meisten betroffen sind.

Hinter dem Gedanken, die Rennen an diese außergewöhnlichen Plätze zu verlegen, stecken Aufruf und Inspiration zugleich. Rosberg und Hamilton, die sonst auf den Rennstrecken als Kontrahenten galten, nutzen ihre gemeinsame Stärke und Reichweite, um auf ein wichtiges Thema aufmerksam zu machen. Anders als in der Formel 1 wird bei der „Extreme E“ jedoch kein Zuschauerjubel erklingen. Das Rennen findet ohne Publikum vor Ort statt. Lediglich über Livestreams können Fans das Rennen verfolgen.  

Quelle: Pixabay

Quelle: Pixabay

Digitale Rennen steigen an

Mit der Entwicklung der E-Series beschreitet der Rennsport neue Wege, der sich 2017 mit einer eigenen E-Sport-Abteilung auch virtuell neu aufstellte. Die Formula 1 Esports Series feierte 2020 seine vierte Saison, die mit einer bisherigen Rekordsiegerprämie von 750.000 US-Dollar winkt. Bis in den Dezember hinein kämpfen 45 Fahrer hinter ihren virtuellen Steuern um den Sieg. Auf YouTube, Facebook oder Twitch werden die einzelnen Rennen übertragen.

Die sportliche Komponente in die digitale Welt zu übertragen, geht kreative Wege. Neben dem professionellen E-Sport-Bereich findet das Rennthema auch im Gaming- und Entertainment-Sektor Beachtung. Im Slot Game „Rally 4 Riches“, welches auf Neon Vegas spielbar ist, wird das Rennen z. B. auf Walzen übertragen und mit entsprechenden Symboliken, Zahlen und Bonus-Features angereichert. Die thematische Übertragung auf die kostenlosen Spielautomaten, die sich mit und ohne Echtgeld spielen lassen, funktioniert bei den Fans umso besser, da die Games am Desktop sowie mobil spielbar sind. Die große Auswahl an Themenwelten und ein hoher Willkommensbonus sorgen ebenfalls für den Anstieg des Interesses. Computerspiele wie „Grand Theft Auto“ oder „F1 2020“ überzeugen dagegen durch Detailverliebtheit und spannende Rennmodi. Wer noch nie die Chance hatte in einem Rennwagen zu sitzen, der kann dies bei diesen Spielen gefahrlos nachholen.

Virtuell, digital oder mit Strom: Es ist nicht von der Hand zu weisen, dass sich die Alternativen zum klassischen Rennsport an die neue Generation anpassen. Ob der Schritt zum strombetriebenen Motorsport ähnlich erfolgreich verläuft wie die anderen Sparten bleibt abzuwarten. Mit Hamilton und Rosberg an der Spitze ist großes Publikumsinteresse jedoch gewiss.

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