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Spannungsgeladene Stimmung auf Natschbacher Sand

Beim vierten Stockcar-Renntag der Saison durften sich Alexander Gschaider (Jugend), Bernd Herndlhofer (Formel 2), Roland Hofmann (Hecktriebler) sowie Lukas Troll (Saloon Cars) über die Tagessiege freuen.

Unter besten äußeren Bedingungen – sprich nicht heiß und noch weniger kalt – ging heute der vierte Renntag des Stockcar Racing Cups Austria 2020 über die Bühne. 49 Starter, begleitet von ihrer zahlreichen Fangemeinschaft trotzten unter disziplinierter Einhaltung aller angeordneten Sicherheitsvorkehrungen dem C-Virus und verwandelten die Sandbahn-Arena in Natschbach neuerlich in ein motorsportliches Tollhaus.

Mit insgesamt sechs Fahrern konnte diesmal die Formel 2 aufwarten, und es waren durchwegs bekannte Gesichter, die sich in die jeweiligen Siegerlisten eintragen konnten. So entschied den ersten von drei Vorläufen der Meister des Jahres 2018 Marcus Lechner für sich. Der Grafenbacher lieferte sich ein hartes Duell mit Rundstrecken-Ass Bernd Herndlhofer aus Wr. Neustadt, das er um drei Zehntelsekunden für sich entschied. Vorlauf 2 ging an den Vizemeister des letzten Jahres Paul Bierl aus Seibersdorf. Und im dritten Quali-Lauf hatte abermals Marcus Lechner die Nase vor Bernd Herndlhofer. – Die Entscheidungsphase begann mit zwei Überraschungen. Zum einen, dass Favorit Marcus Lechner plötzlich wegen eines defekten Schalthebels im Finale fehlte, zum anderen, dass dieses mit dem Gloggnitzer Johann Ritzinger einen überraschenden, wenngleich nicht unverdienten Sieger hervorbrachte. – Im Grande Finale hatte Lechners Crew den Schaden behoben und war der Meisterschaftsführende also wieder dabei. Der Showdown musste nach einem spektakulären Überschlag des Pottendorfers Arthur Kratochwill jedoch ein zweites Mal gestartet werden. Erst dann ging alles reibungslos vonstatten und durfte Marcus Lechner doch noch lachen. Zwar ging der Tagessieg an Bernd Herndlhofer, doch in der Gesamtwertung baute Lechner seinen Vorsprung aus.

In der Saloon-Car-Klasse waren wegen der Anzahl von 26 Startern wie schon gewohnt wieder drei Vorlaufgruppen vonnöten. Die heiß umkämpften Vorläufe gingen in Gruppe 1 an Matthias Rumpler (Grafenbach, VW Golf) sowie zwei Mal an Lukas Troll (Hausbrunn, Honda Civic). In der Gruppe 2 gewann zwei Mal der letztjährige Jugendchampion Michael Kindl aus Puchberg im Honda Civic und erstmals Michael Marker aus Neubau im VW Scirocco. Und in der Gruppe 3 gab es mit Martin Gradwohl aus Bad Erlach im Honda Civic) einen dreifachen Sieger. – Die Finalphase brachte zunächst einen Sieg des Mürzzuschlagers Marcel Burghart im B-Finale und dann einen Triumph von Michael Kindl im A-Finale. Dieses endete vor allem für den Wiener Neustädter Christoph Mican mit einem Eklat. „Aufgrund vorsätzlich unfairer Fahrweise wurde er disqualifiziert und wird von mir auch nie mehr für irgendein Rennen im Stockcar zugelassen“, war Organisator Gerald Koloc erzürnt. „Das war nicht das erste Mal. Wir bemühen uns hier redlich um fairen Sport.

Das lasse ich mir von solchen Typen nicht zusammenhauen.“ – Im abschließenden Grande Finale war dann zum Glück wieder der Sport am Wort. In einem Guss konnte es trotzdem nicht abgehalten werden. Nach fünf von zwölf Runden kam der Abbruch, weil Marcel Burghart brutal in die Bande gekracht war und mit seinem Boliden mitten auf der Strecke liegen blieb. Der zweite Anlauf dauerte aber auch nicht lange, weil erstens Marius Scherz nach einer Kollision auf dem Reifenstapel am Rand feststeckte und zweitens während der Wartezeit zur Bergung der Motor von Michael Eckers Boliden so heiß wurde, dass dieser in Flammen aufging. Doch dann sollte es klappen und konnte letztendlich Lukas Troll als Grande-Final- und Tagessieger jubeln.

Acht Teilnehmer hatte die Heck-Klasse diesmal zu bieten. Dass auch hier der Sieger des ersten Vorlaufs Matthias Rumpler hieß, hatte den Grund, dass der Grafenbacher neben einem VW Golf in der Saloon-Klasse auch einen Opel Omega bei den Hecktrieblern zum Einsatz brachte. Für den „Tusch“ des Tages sorgte zunächst freilich Patrick Baumgartner aus Ternitz. Als nämlich der Kühler seines BMW 323 mit einem Riesenknall zerplatzte, hob es so manchen Zuschauer aus seinem corona-bedingt fix zugewiesenen Sitzplatz. Rein sportlich hieß der Hauptdarsteller in Vorlauf 2 Titelverteidiger Roland Hofmann. Der Wiener führ eine halbe Sekunde vor Cup-Organisator Gerald Koloc über die Ziellinie und sicherte sich 15 Sieger-Punkte. Mit diesem Sog im Rücken war Roland Hofmann auch im dritten Vorlauf nicht zu biegen. – Und nahm diesen Flow auch ins turbulente Finale mit, in dem zuerst ausgerechnet Gerald Koloc und Sohnemann Florian Koloc kollidierten und dann wieder Roland Hofmann als Sieger feststand. – Das Grande Finale war dann quasi eine Replik des ganzen Tages. Roland Hofmann gewann mit elf Sekunden Vorsprung auf Florian Koloc und holte in ebenso überlegener Manier den Tagessieg.
In der Jugendklasse, in welcher sich neun Stockcar-Talente in zwei Vorlaufgruppen duellierten, hieß das Kräftemessen wie schon die ganze Saison lang Nico Monschein, 16 Jahre, aus Fernitz, gegen Alexander Gschaider, 15 Jahre, aus Puchberg. Die beiden Honda-Civic-Piloten holten jeweils alle drei Vorläufe, was also wieder ein packendes Finale versprach: Und in diesem setzte sich wie auch am dritten Renntag Alexander Gschaider durch. Seine beste Rundenzeit war um zwei Zehntelsekunden schneller als jene von Nico Monschein und bescherte ihm damit nicht nur den Final-, sondern auch den Tagessieg!

Fairerweise sei jedoch erwähnt, dass auch die restlichen Jugend-Starter Jasmine Huber (Wörth/14 Jahre), Lara Harb (Voitsberg/12 Jahre), Emanuel Haider (Landschach/14 Jahre), David Gütl (Ebenfurth/15 Jahre), Andre Haider (Landschach/15 Jahre), Marc Tury (Oberwart/12 Jahre) und Daniel Gschaider (Puchberg/13 Jahre) mit guten Rundenzeiten immer wieder ihr Racer-Talent aufblitzen ließen.

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