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Grasser zieht es nach Le Mans Grasser hofft, mit Lamborghini um den Gesamtsieg bei den 24h Le Mans zu fahren
Motorsport Images

Grasser zieht es nach Le Mans: "Hoffentlich macht Lamborghini LMDh"

GRT Grasser hat Ambitionen, an den 24h Le Mans teilzunehmen - Ab 2022 LMP2-Einsätze, Hoffen auf einen LMDh von Lamborghini

Das Lamborghini-Team GRT Grasser strebt ein Engagement bei den 24 Stunden von Le Mans an. Nachdem die GTE-Kategorie langsam aber sicher dem Ende ihres Lebenszyklus zu nähern scheint, wäre eine Teilnahme bei einer GT3-Umstellung möglich. Doch Grasser möchte mehr: mit einem LMDh um den Gesamtsieg fahren!

"Ich habe das Gefühl, dass die GT3-Klasse in zwei Jahren in Le Mans fahren wird", sagt Gottfried Grasser im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Und dann auch die LMDh-Klasse. Hoffentlich macht Lamborghini etwas [in diese Richtung], denn wir wollen nach Le Mans."

Die LMDh-Kategorie wird ab 2023 gleichberechtigt mit der LMH die Topklasse bei den 24 Stunden von Le Mans stellen. "Im Grunde existiert LMDh schon", so Grasser, "weil es nichts anderes als die DPi in der IMSA sind."

LMDh-Konzept "mörderisch gut"

Die Philosophie der DPi-Klasse bleibt auch bei der LMDh bestehen, die deren Nachfolger wird: LMP2-Chassis stellen die Basis, Hersteller stellen den (Verbrennungs-) Motor und die Karosserie. In der LMDh kommt ein Hybridantrieb hinzu.

"Das Konzept ist mörderisch gut", findet der 42-Jährige. "Ich beobachte das schon die ganzen Jahre über. Der Kostenaufwand ist bei so einem Auto im Verhältnis zum Werbeeffekt relativ gering, wenn die Rennen gut aufgezogen sind. Das ist richtig gut - und das ist die Zukunft. Denn auch jeder Hersteller ist bestrebt, Geld zu sparen. Das kann also aufgehen."

GRT Grasser ist seit Jahren in der IMSA SportsCar Championship in der GTD-Klasse engagiert und konnte 2018 die 24 Stunden von Daytona gewinnen. Die Einsätze erfolgten in Kooperation mit Starworks Motorsport. Grasser betreut auch das US-amerikanische Team Magnus Racing und ist daher in Vollzeit in der IMSA vertreten.

Somit hat Grasser schon Berührungspunkte mit dem Prototypensport gehabt. Ein erster Einsatz ist daher nur eine Frage der Zeit: "Es gab Überlegungen, in der europäischen Le-Mans-Serie [ELMS] dieses Jahr LMP2 zu machen."

LMP2-Programm steht bevor

"Wir haben es aber dann verworfen, weil wir in der IMSA so große Nachfrage für unsere Einsätze haben. Und dieses IMSA-Programm fordert einen richtig großen Personalaufwand mit Boxenstopps und so weiter. Wir haben daher gesagt: Lassen wir es dieses Jahr noch, schauen wir, wie es sich entwickelt, aber 2022 wird sicher irgendetwas im Prototypenbereich von uns kommen." Die GT3-Einsätze mit Lamborghini sollen bei allen Prototypen-Plänen beibehalten werden.

Zwar hat GRT solche Einsätze noch nie gemacht, aber durch die Starworks-Kooperation hat man durchaus Berührungspunkte mit den Prototypen. "Für die Mechaniker wird es beim LMP-Auto teilweise sogar einfacher als beim GT3. Das Konzept des LMP2-Autos ist so logisch - es handelt sich um ein einfaches, gut gemachtes Auto. Und auch die Wartung ist einfach."

"Aus ingenieurstechnischer Sicht ist es jedoch anders: Es handelt sich um ein anderes Fahrzeugkonzept - da muss man ganz anders denken. Daher wird man mit den typischen GT3-Ingenieuren nicht viel anfangen können, sondern Leute brauchen, die das LMP-Thema schon lange machen."

"Bei einem GT3-Auto macht der Know-how Aufwand für die Mechanik vielleicht 80 Prozent aus - und 20 Prozent für die Aerodynamik. Bei einem LMP-Auto dreht sich das genau in die andere Richtung. Da ist die Fahrwerksabstimmung dann nicht mehr das Wichtigste."

Motorsport-Total.com

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