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Driftchallenge Austria: Finale Wachauring

Spannung bis zum Ende beim Finale der DCA

Tausende Zuseher fanden sich am Wachauring ein, um das Finale der Driftchallenge mitzuverfolgen - Schmid sichert sich den Staatsmeistertitel.

Thomas Leichtfried/Michael Hintermayer
Fotos: Daniel Klopf

Wolfgang Schmid, der von fünf Rennen drei in Folge gewinnen konnte, ging als Favorit in die Wertungsläufe des DCA-Finales und zeigte beim ersten Heat, dass er den Titel einfahren will und setzte sich hinter Mario Schopper auf Platz zwei in der Wertung. Auf den Plätzen folgten Martin Simon und dem Zweiten in der Meisterschaftstabelle, Günther Denk, der mit dem Sieg in Teesdorf seine Meisterschaftschancen wahren konnte. Schopper hatte nur mehr Außenseiter-Chancen auf den Titel, brannte aber auf seinen ersten Tagessieg 2014.

Im zweiten Wertungslauf drehte Simon mächtig auf und konnte sich mit einem Traumlauf an die Spitze der Wertung setzten. Schmid folgte auf Platz zwei und Denk wahrte seine Chancen und schob sich auf Platz drei. Schopper konnte seine Performance des ersten Laufes nicht ganz wiederholen und verlor an Boden. Auf Platz vier folgte Tomy Graf mit dem besten Serienauto.

Entscheidung spannend bis zum Schluss

Im alles entscheidenden dritten Wertungslauf leistete sich Denk einen kleinen Patzer, welcher von der Jury, die aus dem ehemaligen Rallycross-Europameister Herbert Grünsteidl und Vize-Staatsmeister Christian Gunzinam bestand, mit einem Punkteabzug bestraft wurde. Schmid, der nach Denk in seine Wertungsrunde ging musste dennoch angreifen, da er von dem Missgeschick des vor ihm fahrenden Denk nichts mitbekam und zeigte eindrucksvoll mit dem Punktemaximum, dass er sich nach zwei Vizetiteln in der ehemaligen Serienklasse zu Recht ab sofort Staatsmeister 2014 nennen darf.

„Es war bis zum letzten Lauf alles offen, ein tolles Rennen. Es tut mir leid für Günther Denk, aber er hatte im letzten Lauf einen Patzer drin und die Entscheidung war zu meinen Gunsten gefallen“, so Schmid gegenüber motorline.cc.

Wolfgang Schmid begann schon mit 16 Jahren mit dem Autofahren. Professionell betreibt er den Driftsport seit 2010. „Nach meinen beiden Titeln in der Serienklasse war das Ziel klar – Angriff in der Rennklasse“. Ob der Drift-Staatsmeister 2014 im nächsten Jahr erneut am Start sein wird, ließ Schmid allerdings noch offen.

„Im ersten Moment war ich schon enttäuscht, dies dauerte aber nur kurz“, meinte Denk nach dem Finale. „Der Vizemeistertitel ist angesichts meiner Mittel okay. Ich bin froh, dass ich Schmid bis zum letzten Lauf Paroli bieten konnte und die Meisterschaft bis zum Ende spannend war. Wolfgang (Schmid, Anm. der Redaktion) hat es sich verdient. Wir fahren mittlerweile auf einem wahnsinnig hohem Niveau und ich bin froh, Teil des Ganzen zu sein.“

Den Tagessieg bei den 2wd-Quertreibern konnte sich Martin Simon vor Wolfgang Schmid und Mario Schopper holen. Der Mitanwärter um den Titel, Günther Denk musste sich schlussendlich geschlagen geben und sich mit Platz vier in der Tageswertung und dem Vize-Staatsmeistertitel zufrieden geben.

Kein Platz für Nachbarschafts-Streiterein

Ein kurioses Detail am Rande: Günther Denk und Benjamin Klabutschar wohnen in Kilb und sind Nachbarn, Denk in der 2wd, Klabutschar in der 4wd-Klasse. Beide dürfen sich nun mit dem Titel des Vizemeisters rühmen.

Trophysieger 2013 holt 2014 den Staatsmeistertitel

In der 2014 neu ausgeschrieben Staatsmeisterschaft der 4wd-Fahrzeuge, hatten noch vier Fahrer die Chance den Titel zu gewinnen. Favorit war der aus Tschechien kommende Martin Jansa der 2013 bereits den Trophysieg bei den Allradfahrzeugen erringen konnte, gefolgt von Christian Kornherr, Benjamin Klabutschar und Markus Felbauer.

Im ersten Wertungslauf konnte sich Klabutschar vor Alexander Schmollngruber, der heuer nur zwei Rennen bestritt, diese aber beide gewonnen hat, setzten. Kornherr und Jansa folgten auf den Plätzen.

Lauf zwei brachte im Ranking der Allradler keine Änderung und im entscheidenden dritten Heat knallte Kornherr das Punktemaximum in den Asphalt des Wachaurings und stellte damit seinen Mitbewerbern die sogenannte Rute ins Fenster. Schmollngruber leistete sich zwei kleine Fehler und verlor damit die Chance beim dritten Antreten den dritten Sieg zu feiern. Jansa zeigte Nervenstärke und konterte ebenfalls mit einem Traumlauf, damit war die Titelentscheidung gefallen.

Klabutschar der in Kärnten bereits nahe an einem Tagessieg vorbei geschrammt war, legte einen soliden schnellen Lauf hin und konnte sich beim Finale den Tagessieg holen und zeitgleich auch den Vizestaatsmeistertitel. Jansa und Kornherr vervollständigten das Siegespodest.

Trophysieger Graf wechselt 2015 die Klasse

Tomy Graf, der bereits vor dem Finale als Sieger der Trophywertung der großen Serienklasse feststand, präsentierte auf heimischen Boden sein Projekt für das kommende Jahr. Er sucht 2015 eine neue Herausforderung und wird nach drei Staatsmeistertiteln und dem Gewinn der Trophy in die Allradklasse wechseln.

Gerald Beirer konnte seinen zweiten Platz vor Kevin Hermann verteidigen,
Michael Blümel erfüllte das Muss an Punkten um sich den Trophysieg vor Michael Schalling und Martin Simon in der kleinen Rennklasse zu holen. Den Sieg am Wachauring holte sich Simon vor dem Heimkehrer Rupert Schachinger und Wolfgang Wagner, der das erste Mal am Siegespodest stand.

Matthias Kaiser und Mario Kranabetter kämpften noch um die kleine Serienklasse, ein Duell bei dem Kaiser am Wachauring als Sieger hervorging. Mario Kranabetter sparte im Gespräch mit motorline.cc nicht mit Lob: „Ich hatte über die Saison zwar das bessere Auto, aber Matthias Kaiser hat es einfach besser umgesetzt. Er hat es sich verdient.“ In der Tageswertung konnte sich Martina Patka hinter Kaiser Platz zwei vor Rene Derntl und Kranabetter sichern.

Viele neue Gesichter beim Finale

Am Wachauring zeigte sich, dass Driften als kostengünstige Motorsportart in Österreich immer populärer wird. Es waren viele Neueinsteiger mit von der Partie. Jan Löscher und Marlies Brunthaler konnten sich die Sonderwertung der besten Newcomer holen.

Bei den Damen wird die Luft dünn

Die Damenwertung gewann diesmal Brigitte Schmalzl vor Martina Patka und Marlies Brunthaler. Gabriele Gluschitsch sorgte durch ihre Reifenwahl für eine spektakuläre Show: „Ich musste mich zwischen einer Fahrt rein aus Spaß oder dem Kampf um Punkte entscheiden, wählte aber angesichts des letzten Rennens die spaßige Variante. Zudem bin ich zum ersten Mal mit Regenreifen gefahren, die ich zur Verfügung gestellt bekam. Ich denke, dass die Luft bei den Damen dünn wird.“

Lob für den „Big Boss“

Thomas Leichtfried übernahm Anfang der Saison die Leitung der DCA, im Rahmen der Siegerehrung bekam auch er einen Pokal überreicht. Ein minutenlanger Applaus seiner „Jungs und Mädels“ lohnte den Ehrgeiz, mit dem Leichtfried die aufstrebende Meisterschaft in ein neues mediales Licht gerückt hat und für eine perfekte Organisation sorgte. „Wir können froh sein, dass wir so einen wie Thomas haben“, so der Vizemeister Denk zu motorline.cc.

Showauftritt der DCA bei der PS Show Wels

Nach dem Saisonfinale geht es nach einer kurzen Pause für die Driftgemeinde am 25.10.2014 im Rahmen der Ps Show in Wels weiter um dort ein Showrennen zu fahren, welches 2015 zum Meisterschaftslauf werden soll. Im Rahmen der Messe werden 30 FahrerInnen dem Publikum den Driftsport näher bringen.
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