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Drift Challenge: Wachauring

Comandella holt sich Heimsieg

Am 5. und 6. September 2015 fand auf dem Wachauring in Melk der Abschluss der österreichischen Driftstaatmeisterschaft 2015 statt.

Fotos: Daniel Klopf

Die Entscheidungen um die Staatsmeistertitel waren bereits beim vorherigen Lauf zugunsten von Günther Denk in der 2WD- und Benjamin Klabutschar in der 4WD-Klasse gefallen. Sowohl in der kleinen Rennklasse als auch in der kleinen Serienklasse standen die Entscheidungen aber noch aus.

Comandella siegt vor Heimpublikum

Gefahren wurde in Melk mit Bewertung aller gefahrenen Wertungsläufe, von denen jeder Fahrer drei zu absolvieren hatte. Georg Comandella fuhr im ersten Lauf einen Traumlauf und konnte sich vor Rene Kamleithner und Mario Kuprian an die Spitze setzen. Der amtierende Staatmeister Wolfgang Schmid leistete sich genau wie der neue Staatsmeister Günther Denk einen Fehler, sie mussten sich nach dem ersten Heat mit den Plätzen neun und zehn zufrieden geben.

Günther Denk holte sich in Lauf zwei die Bestzeit und konnte sich damit in der Zwischenwertung auf Platz zwei hinter Comandella und vor Kamleitner schieben. Im entscheidenden Heat 3 konnte Comadella den Angriff von Denk abwehren und sich damit den Gesamtsieg auf dem Wachauring vor Denk und Mario Kuprian, dem Newcomer aus Tirol, holen. Mit dem Sieg auf dem Wachauring konnte sich Comandella in der Staatsmeisterschaft hinter Wolfgang Schmid, der 2014 Meister und 2015 Vizestaatsmeister wurde, auf Platz drei schieben.

Klabutschar feiert fünften Sieg in Folge

Der neue Staatsmeister Benjamin Klabutschar konnte in Melk im ersten Wertungslauf einen Traumlauf in den Asphalt zaubern und Vizestaatsmeister Christian Kornherr, der sich zwei grobe Patzer leistete, auf Platz zwei verwiesen. Klabutschar hätte mit seinem Lauf in der Gesamtwertung Platz 3 inmitten der Horde der 2WD-Piloten erreicht. Lauf zwei ging an Kornherr vor Klabutschar, der aber die Gesamtführung behalten konnte. Im dritten Heat legte der Audi-Pilot nochmals nach und konnte damit den Gesamtsieg auf dem Wachauring vor Christian Kornherr einfahren. Kornherr wurde mit Platz zwei Vizestaatsmeister in der Klasse der allradgetriebenen Fahrzeuge.

Steiner muss sich geschlagen geben

Alex Steiner, der den Trophysieg bei den großen Serienbrummern in Teesdorf fixieren konnte, bekam in Melk mit Heimkehrer Erwin Kochmann und dem dreifachen Ex-Staatmeister Tomy Graf mächtig Konkurrenz. Graf, der 2015 in die Allradklasse umgestiegen war, musste aufgrund technischer Probleme seinen Allradboliden in der Garage stehen lassen, wollte aber natürlich beim Finale auf seinem Heimring und Arbeistplatz dabei sein. Kurzerhand reaktivierte er seinen BMW, mit dem er in der Vergangenheit drei Staatsmeistertitel und 2014 den Trophysieg feiern konnte. Graf konnte alle drei Heats für sich entscheiden und in Melk den Sieg in der großen Serienklasse feiern.

Kochmann kam Lauf für Lauf immer besser in Fahrt und konnte am Ende des Tages mit Platz zwei bei seinem Comeback zufrieden abreisen. Alex Steiner machte im ersten Lauf für ihn untypische Fehler und lag gleich zu Beginn zu weit zurück, um den Sieg holen zu können. In Heat zwei und drei zeigte Steiner seine Klasse und legte zwei fehlerfreie Läufe auf den Melker Parcours. Schlussendlich kam für ihn der dritte Platz heraus, was aber angesicht des Gewinns der Jahreswertung für Steiner wohl nebensächlich war. In der Jahreswertung belegte hinter Steiner der Newcomer Nikolay Stefanov Platz zwei gefolgt von Fritz Starnberg, der in Melk aus beruflichen Gründen nicht antreten konnte.

Hipfl holt sich die Trophywertung

Andreas Hipfl, der als Führender der Trophywertung der kleinen Serienklasse nach Melk anreiste, stand unter Druck von Martina Patka, die bei einem Gewinn in Melk auch noch die Trophywertung für sich entscheiden hätte können. Patka erwischte nicht ihren besten Tag und machte im ersten Lauf einen Fehler und damit das Leben für Hipfl entscheidend leichter. Benedikt Brutti, der den Lauf in Teesdorf für sich entscheiden konnte, konnte im ersten Heat die Führung knapp vor Hipfl und Patka übernehmen.

Doch Hipfl übernahm nach Heat zwei die Führung von Brutti, ließ sich diese bis zum Schluss nicht mehr nehmen und konnte damit den Titelgewinn mit einem Tagesieg einfahren. Patka konnte den dritten Lauf für sich entscheiden, aber durch den Rückstand aus den vorhergegangenen Läufen stand am Ende des Tages Platz drei hinter Brutti in der Ergebnisliste. Brutti belegte in seiner ersten vollen Saison hinter Hipfl und Patka Platz drei in der Gsamtwertung des Jahres 2015 in der Klasse der kleinen Serienautos.

Kranabetter macht den Sack zu

Mario Kranabetter kam als Jäger von Roman Steinbauer an den Wachauring und legte eine Performance an den Tag, die Steinbauer am Ende zum Verhängnis wurde. Kranabetter fuhr genau wie Steinbauer drei fehlerlose Läufe, konnte aber alle Läufe schneller absolvieren und damit nicht nur den Sieg auf dem Wachauring holen, sondern aufgrund der Streichresultate auch die Trophywertung für sich entscheiden. Daniel Sailer, in der Jahreswertung am Ende Dritter, fuhr auch in Melk hinter Steinbauer auf Platz drei.

Patka gewinnt alle Damenwertungen

Martina Patka konnte sich neben Platz drei in der Klasse noch den sechsten Sieg in der internen Damenwertung vor Marlies Brunthaler und Katharina Dornhofer holen. In Melk waren mit der Vierten Anke Klein und der Fünften Katharina Deycmar wiederum fünf Damen am Start, die der männlichen Konkurrenz zeigten, dass es keine Frage des Geschlechts ist, ein Auto quer um die Rennstrecke treiben zu können.

Emotionen bei der Siegerehrung

Mit Sicherheit der bewegendste Teil beim Finale auf dem Wachauring in Melk war die Übergabe des Schecks an Thomas Winkler. Regina Steiner, die nicht nur aktive Teilnehmerin der DCA, sondern auch Künstlerin und Malerin ist, erschuf in der Saison 2015 ein Unikat mit Reifenstücken, das es beim Finale zu gewinnen gab. Es wurden Lose zum Stückpreis von zehn Euro aufgelegt, und bei der Siegerehrung wurde Nikolay Stefanov als Gewinner des Unikats gezogen. In Summe kamen EUR 2.165 aus den Losverkäufen des Unikats der Malerin Regina Steiner zusammen, die von der Organisation der DCA dank der gut besuchten Drifttaxifahrten auf eine Summe von EUR 3.000 aufgerundet wurde.

Hauptgrund der Aktion war einen der größten Fans der DCA, mit dem es das Leben nicht so gut gemeint hat, und der tagtäglich auf Hilfe angewiesen ist, zu unterstützen. Thomas Winkler, der seit seiner Geburt an den Rollstuhl gefesselt und seit langem ein Fan der österreichischen Driftgemeinde ist, reist mit seinen Eltern immer wieder durch ganz Österreich, um die Rennen der DCA zu verfolgen. Regina Steiner übergab den Scheck an Thomas Winkler und seine Eltern, was minutenlangen Applaus auslöste und zugleich den emotionalsten Moment der DCA-Saison 2015 bedeutete.

Sponsoren und ÖAMTC machen weiter

Der Hauptsponsor der Serie gab bei der Siegerehrung bekannt, auch 2016 zur Verfügung zu stehen. Anfangs 2016 wird ein neues DCA-Logo inklusive Slogan vorgestellt. Auch der Trophy-Namensgeber hat sich bereits für einen Verbleib in der DCA entschieden. Seitens der ÖAMTC-Fahrtechnik wurde ebenfalls bekräftigt, in der nächsten Saison als Durchführende der Meisterschaft weiterzumachen und damit eine Plattform für günstigen Motorsport in Österreich zu bieten.

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