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Motorrad-WM: Silverstone

Pole mit Rekordrunde

Marc Marquez und Jorge Lorenzo unterbieten bei ihrem spannenden Kampf um die Poleposition den alten Rundenrekord von Silverstone.

Foto: MotoGP

Marc Marquez hat sich eindrucksvoll die Pole-Position in Silverstone gesichert. Der Spanier brannte im Qualifying auf seiner Honda die schnellste Runde in den Asphalt, die je ein MotoGP-Pilot auf der umgebauten Strecke gefahren ist. Der Weltmeister schnappte sich die Pole mit einer Zeit von 2:00.234 Minuten. Rang zwei ging mit 0,288 Sekunden Rückstand an Jorge Lorenzo (Yamaha). Der WM-Spitzenreiter, der im dritten Freien Training noch deutlich der Schnellste gewesen war , blieb damit auch unter dem alten Pole-Rekord.

"Im Qualifying pushst du immer am Limit. Nach FP4 war mein Gefühl auf dem Motorrad sehr gut und ich hatte einen guten Rhythmus", berichtet Pole-Setter Marquez und verrät: "Das Ziel war also die Pole-Position oder zumindest ein Platz in der ersten Reihe. Nachdem ich meine Rundenzeit mit dem ersten Reifen sah, da wusste ich, dass wir sehr nah an eine 1:59er-Zeit herankommen würden. Auf dem zweiten Reifen pushte ich dann noch mehr."

Gegen diese Fabelzeit war Lorenzo anschließend chancenlos. "Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass ich mich so stark verbessern würde. Ich hätte nicht gedacht, dass alle im Qualifying so schnell sind", erklärt der Spanier und ergänzt: "Ich bin mit meinem zweiten Platz sehr glücklich, denn wir wussten schon, dass Marc und seine Honda auf einer Runde sehr explosiv sind. Auch im Training waren sie vorher sehr schnell. Der zweite Platz ist daher eine sehr gute Position."

Ebenfalls zufrieden kann Marquez-Teamkollege Dani Pedrosa sein. Er stellte seine Honda auf den dritten Startplatz. "Am Ende hatte ich etwas Verkehr und auch hinter mir waren Leute. Daher konnte ich mich beim zweiten Versuch nicht wirklich konzentrieren. Meine erste Runde war aber schon ziemlich gut und ich stehe auf dieser Strecke endlich mal in der ersten Reihe. In der Vergangenheit war ich hier im Qualifying nicht so erfolgreich", erklärt Pedrosa.

"Morgen wollen wir einen guten Start hinlegen, denn Marc und Jorge sind immer sehr schnell und wir dürfen ihnen nicht die Möglichkeit geben, eine Lücke herauszufahren", weiß der Spanier. Genau das dürfte auch für Valentino Rossi gelten. Der Italiener hatte zwar 0,713 Sekunden Rückstand auf die Marquez-Bestzeit, das reichte allerdings für Startplatz vier. Damit befindet sich der Italiener in Schlagdistanz.

"Wenn es morgen trocken bleibt, dann wird es ein harter Kampf mit Jorge und vielleicht auch mit Dani und Valentino", glaubt auch Marquez. Bester Satellitenpilot war Pol Espargaro als Fünfter. (Tech-3-Yamaha). Dahinter sortierte sich ein Briten-Trio ein: Bradley Smith (Tech-3-Yamaha), Scott Redding (Marc-VDS-Honda) und Cal Crutchlow (LCR-Honda) belegten die Positionen sechs bis acht.

Große Enttäuschung bei Ducati: Andrea Iannone und Andrea Dovizioso kamen nur auf die Ränge neun und zwölf. Noch schlechter lief es bei Suzuki. Aleix Espargaro und Maverick Vinales mussten in Q1 ran und belegten dort nach ihren ersten Versuchen die Positionen eins und zwei. Bei Suzuki ging man davon aus, dass niemand die Zeiten der beiden mehr unterbieten würde. Daher schickte man die Piloten nicht noch einmal raus.

Allerdings hatte man die Rechnung ohne Yonny Hernandez (Pramac-Ducati) gemacht, der sich mit seinem letzten Versuch noch auf Rang eins schob - und Vinales damit aus Q2 kickte. Der Spanier wird daher am Sonntag nur von Startplatz 13 ins Rennen gehen. Teamkollege Espargaro wurde in Q2 anschließend Zehnter, Hernandez wird neben ihm von Position elf ins Rennen gehen.

Stefan Bradl wird am Sonntag von einem guten 14. Platz starten. Damit setzte er sich im Qualifying klar gegen seinen Aprilia-Teamkollegen Alvaro Bautista durch, der nicht über Startplatz 20 hinauskam. "Wie auch in Brünn habe ich den frischen Reifen mit der Aprilia sehr gut ausnutzen können. Trotzdem ist es schwierig, denn wir müssen unsere Rennpace noch verbessern", erklärt der Deutsche bei 'Eurosport'.

"In FP4 war ich nicht schnell genug. Wir haben heute Morgen aber auch einige Dinge durchprobiert und sind ein bisschen von unserem Weg abgekommen. Wir müssen schauen, dass wir für morgen noch einen Tick finden", so Bradl. Bester Open-Pilot wurde Bradls ehemaliger Teamkollege Loris Baz (Forward-Yamaha), der sich im Windschatten von Aleix Espargaro Startplatz 15 sicherte.

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