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Motorrad-WM: Spielberg

Spielberg fordert erste Opfer

Marc Marquez verletzt sich an der Schulter, gibt aber schon kurze Zeit später Entwarnung und wird bereits beim vierten Training wieder teilnehmen.

Fotos: GEPA Pictures/Red Bull Content Pool

Schrecksekunde für alle Fans von Marc Marquez im dritten Freien Training in Spielberg: In der Anfahrt auf Kurve 3 verbremste sich der Spanier und musste einen kleinen Schlenker fahren, um nicht in seinen Teamkollegen Dani Pedrosa zu krachen. Daraufhin verlor der WM-Spitzenreiter die Kontrolle über seine Honda und wurde per Highsider hart auf den Asphalt geschleudert. Obwohl Marquez mit der rechten Schulter aufprallte, hielt er sich sofort die linke Schulter, was eine Verletzung am Schlüsselbein vermuten ließ.

Die Session war für Marquez, der anschließend in die Clinica Mobile gebracht wurde, damit beendet. Laut Informationen von Honda wurde dort glücklicherweise nur eine ausgekugelte Schulter diagnostiziert, doch die Ärzte schickten den Spanier zur Sicherheit trotzdem per Helikopter ins Krankenhaus nach Leoben, wo er sich noch einmal ganz genau untersuchen ließ.

Mittlerweile hat Marquez via Twitter Entwarnung gegeben. "Es war nur der Schreck! Es ist alles okay", schreibt der Spanier dort. Damit steht einem weiteren Start beim Großen Preis von Österreich an diesem Wochenende nichts im Weg, bereits im vierten Freien Training und im anschließenden Qualifying wird Marquez wieder auf seiner Maschine Platz nehmen. Das wurde mittlerweile auch von Honda bestätigt.

Glück im Unglück: Obwohl der WM-Spitzenreiter die komplette Schlussphase des dritten Freien Trainings verpasste, belegte er den neunten Platz in der kombinierten Zeitenliste und ist damit direkt für Q2 am Nachmittag qualifiziert. Vor seinem Crash war der Spanier sogar richtig schnell unterwegs und lag zwischenzeitlich hinter dem Ducati-Werksduo auf dem dritten Platz.

Eine ausgekugelte Schulter ist für Marquez nichts Neues: 2013 zog er sich in Silverstone im Warmup bereits die gleiche Verletzung zu, belegte später im Rennen aber trotzdem einen starken zweiten Platz hinter Jorge Lorenzo. Aktuell führt der Champion von 2013 und 2014 die Weltmeisterschaft mit 48 Zählern Vorsprung vor Landsmann Lorenzo an. Bisher punktete er in allen neun Rennen des Jahres.

Ebenfalls Interessant: Marquez wich bei seinem Crash nach außen aus, um nicht mit Pedrosa zu kollidieren. Im Rennen in Barcelona gab es einen ähnlichen Vorfall, als Andrea Iannone Jorge Lorenzo über den Haufen fuhr, nachdem er ebenfalls zu spät bremste. Marquez deutete damals bereits an, dass der Unfall vermeidbar gewesen wäre, wenn Iannone nach außen anstatt nach innen gefahren wäre.

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