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Motorrad-WM: Spielberg

Stoner lehnte Österreich-Gaststart ab

Ducati hatte Casey Stoner angeboten, per 'Wildcard' zu starten, doch der Australier winkte ab; stattdessen fährt Testfahrer Pirro.

Fotos: Ducati Corse

Bei Testfahrten in Spielberg hat Ducati-Edeltester Casey Stoner zum heuer vierten Mal auf der Desmosedici Platz genommen. Zuvor konnte der Australier in Sepang, Katar und Misano Erfahrung sammeln. In Österreich traf der MotoGP-Frührentner zum zweiten Mal auf die Ducati-Stammpiloten und hinterließ dabei erneut einen guten Eindruck. Stoner beendete den Test auf Position drei und ließ unter anderem Jorge Lorenzo und Valentino Rossi hinter sich.

Daraufhin bot ihm Ducati laut Informationen der Gazzetta dello Sport für den Grand Prix von Österreich einen Wildcard-Start an – doch Stoner nahm das Angebot nicht an. "So wie ich Casey in den vergangenen Monaten kennengelernt habe, überrascht mich seine Entscheidung nicht", bedauert Ducati-Teammanager Davide Tardozzi die Absage.

"Ich als Fan hätte sehr gern gesehen, wie ein Champion von seinem Kaliber wieder zurückkehrt. Wenn er sich dafür entschieden hätte, wäre er ums Podium gefahren. Ich hätte ihm alles zugetraut", betont Tardozzi. "Wenn er uns gebeten hätte zu fahren, hätten wir darauf positiv reagiert, doch er war immer abgeneigt, wenn es darum ging." Ob Stoners Sicherheitsbedenken zum Kurs in der Steiermark ein Mitgrund für seine Entscheidung waren, blieb unbekannt.

Ducati reist als Favorit nach Österreich. Die kraftvolle Desmosedici harmoniert sehr gut mit dem Stop-and-Go-Strecke. Auf den Geraden kann ihr Motor seine Leistung ausspielen. Wird Ducati am Wochenende den ersten Grand-Prix-Sieg seit 2010 einfahren? Man habe gute Chancen, das Rennen zu gewinnen, doch es sei sinnlos, darüber zu sprechen, bevor man nicht wisse, welche Pneus bereitgestellt würden, warnt Tardozzi.

Der Reifenhersteller hat angekündigt, harte Mischungen nach Spielberg mitzubringen, um die Haltbarkeitsprobleme in den Griff zu bekommen. "Sie haben einige Änderungen vorgenommen. Beinahe jeder hatte auf eine Renndistanz Probleme. Yamaha zum Beispiel wurde immer langsamer, doch es war ein Problem mit den Reifen und nicht mit dem Motorrad", orakelt Tardozzi.

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