MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 3: Hockenheim

Prema gewinnt Team-Meisterschaft

Mit einem Dreifachsieg im zweiten Rennen von Hockenheim sichert sich Prema die Team-Meisterschaft in der Formel-3-EM.

Foto: FIA Formula 3

Nun ist auch der letzte noch offene Titel in der Formel-3-Europameisterschaft 2017 vergeben, Prema sicherte sich den Pokal für das beste Team. Dies gelang den Italienern eindrucksvoll, indem ihre Piloten die ersten drei Plätze des 29. Saisonrennens belegten: Callum Ilott vor Maximilian Günther und Guanyu Zhou. Der neue Formel-3-Europameister Lando Norris (Carlin) wurde auf dem 4,574 Kilometer langen Hockenheimring Baden-Württemberg als Elfter gewertet.

Ilott nutzte seine Pole-Position und setzte sich an die Spitze, während Günther Platz zwei übernahm. Beim ersten Anbremsen der Spitzkehre versuchte der Deutsche einen Angriff über die Außenbahn, doch dieser war nicht von Erfolg gekrönt. Im Laufe des Rennens setzte Ilott sich immer weiter ab, sodass er nach 21 Rennrunden schließlich 11,339 Sekunden vor Günther und Zhou das Ziel erreichte.

"Mein Start war gut. Anfangs hatte ich noch Probleme mit meinen Bremsen, aber nach ein paar Runden war es ok und ich konnte mich vom Feld absetzen", sagt Ilott. "Mein Auto war insgesamt sehr gut und ich konnte konstante Runden fahren. Außerdem ist es toll, dass wir von Prema die Positionen eins, zwei und drei belegen konnten und nun die Teamwertung gewonnen haben."

"Mein Start ist gut gelungen und die ersten Runden auch. Als ich nach ein paar Umläufen dann Callum attackierte, blockierte mein linker Vorderreifen", schildert Günther die Anfangsphase des Rennens. "Die Reifenprobleme wurden immer schlimmer und mein Auto untersteuerte vor allem in den Rechtskurven immer mehr. Letztendlich bin ich froh, noch den zweiten Platz gerettet zu haben. Noch ist Joel Eriksson in der Fahrerwertung vor mir, aber ich werde morgen alles versuchen, dies noch zu ändern, um am Ende Platz zwei der Abschlusstabelle zu belegen."

"Ich freue mich, nach dem Norisring endlich wieder auf dem Podest zu stehen", sagt Zhou. "In diesem Rennen konnte ich Maximilian anfangs noch folgen, musste am Ende aber aufpassen, dass Joel Eriksson mich nicht attackiert. Über meinen dritten Platz und die Teammeisterschaft für Prema freue ich mich sehr."

Etwas spannender als an der Spitze ging es im Kampf um den vierten Platz zu, den zunächst Jake Hughes (Hitech) inne hatte. Verfolger Joel Eriksson (Motopark) brauchte bis zur elften Runde, ehe er einen Weg vorbei am Briten fand. Hinter Hughes komplettierten letztendlich Nikita Masepin (Hitech), Pedro Piquet (Van Amersfoort), Jehan Daruvala (Carlin), Tadasuke Makino und Ralf Aron (beide Hitech) die Top 10.

Dabei wurden Piquet und Makino wegen einer falsch eingenommenen Position in ihrer Startaufstellungs-Box sogar noch mit jeweils einer 5-Sekunden-Strafe belegt, die die beiden Nachwuchstalente um zwei (Piquet) beziehungsweise drei (Makino) Positionen zurückwarfen.Nur als Elfter sah Lando Norris die Zielflagge, nachdem er sich in der ersten Runde verbremste und dann in einem rundenlangen Duell gegen David Beckmann (Motopark) durchsetzen konnte.

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 3: Hockenheim

Weitere Artikel:

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei

Verstappen mit neuer Kritik

"Das mache ich, wenn ich Mario Kart spiele"

Nach dem Formel-1-Saisonauftakt in Australien hat Max Verstappen noch einmal mit Kritik am neuen Reglement nachgelegt und einen Vergleich mit Mario Kart gezogen

"Lange auf meiner Wunschliste"

Verstappen startet bei 24h Nürburgring

Max Verstappen startet 2026 beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring: Warum das Rennen "seit langem auf seiner Wunschliste" steht und was er außerdem plant

Einige Beobachter befürchteten 2026 einen deutlichen Einbruch der Formel-1-Rundenzeiten - Der Wintertest in Bahrain zeigt, dass diese Sorge unbegründet war