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DTM: News

Ab 2020: DTM bekommt neuen Namen

Die DTM wird internationaler: Nach dem Einstieg von Aston Martin und der Zusammenarbeit mit der Super-GT soll die Serie weltoffener rüberkommen.

Während die DTM an diesem Wochenende in Hockenheim ihr Saisonfinale feierte, sind die Weichen für die Zukunft schon gestellt. Nach dem Ausstieg von Mercedes konnte Aston Martin als neuer Hersteller gewonnen werden. Der DTM-Kalender 2019 enthält zwei neue Strecken außerhalb Deutschlands. Im kommenden Jahr stehen die ersten gemeinsamen Rennveranstaltungen mit der japanischen Super-GT an. Und die Reglements-Anpassung schreitet voran. Die DTM richtet sich internationaler aus. Und dass soll ab der Saison 2020 auch der Serien-Name wiederspiegeln.

"Deutsche Tourenwagen Masters" scheint als Bezeichnung hinderlich bei der Werbung um neue Hersteller. Die geplante Neuausrichtung war auch ein Schlüsselargument bei den Verhandlungen mit Aston Martin. ITR-Boss Gerhard Berger erklärt daher: "Die internationale Ausweitung werden wir in Abstimmung mit Teams und Herstellern weiter vorantreiben, was zur Saison 2020 auch mit einer Anpassung des Seriennamens zum Ausdruck kommen soll."

"Die Kooperation mit der GTA (Dachorganisation der Super-GT; Anm. d. Red.), die Internationalisierung der Plattform sowie die Gewinnung weiterer Marken zählen zu unseren vornehmlichen strategischen Zielen", heißt es von Berger weiter. Die Neuausrichtung der DTM gehörte seit der Übernahme des DTM-Vorsitz Anfang 2017 zu seinen Hauptaufgaben.

Japan-Annäherung als Basis

"Das Thema 'Internationalisierung' ist breit gefächert", weist er auf die Schwierigkeiten hin. "Ich erinnere mich noch gut daran, wie es erstmals auf den Tisch kam, als ich in meiner Rolle [als ITR-Boss] angefangen habe. Man mag als erstes darüber nachdenken, wie man das im Kalender interpretiert: Fährt man in Deutschland, fährt man in Italien, Fährt man China, fährt man weltweit, europaweit oder nur in Deutschland? Das ist aber nur ein Teil davon. Die Basis muss ein gemeinsames Reglement mit Serien auf verscheiden Kontinenten sein."

Deshalb wurde die Ausrichtung nach Japan in Angriff genommen. "Als wir angefangen haben, das anstoßen, mussten wir erst einmal unsere Partner in Japan davon überzeugen, die schon nah unserem Reglement fuhren, dass wir uns Schritt für Schritt angleichen. Das war ein harter Prozess über zwölf Monate", so Berger.

"Das schwierige dabei ist nicht der Wille auf beiden Seiten, sondern die verschiedene Kultur - auch ein Unterschied in der Rennkultur. Es ist ein Unterschied, ob man, wie wir, Sprintrennen mit Rad-an-Rad-Duellen fährt oder Langstreckenrennen veranstaltet, bei denen sich Fahrer abwechseln. Wir mussten Kompromisse eingehen, aber wir sind zu dem Punkt gekommen, wo wir eine gerade Linie ziehen konnten."

Nicht die erste Namensänderung

Berger erklärt auch den Marketing-Gedanken dabei: "Nur so können Hersteller mit nur einem Entwicklungs-Budget antreten. Wenn das Auto erst einmal unter einem bestimmten Reglement entwickelt wurde, können sie überlegen, wo man es einsetzen kann und wo die wichtigen Märkte stattfinden."

Der DTM stünde 2019 noch eine Übergangs-Saison bevor. Berger versichert jedoch: "Bis 2020 soll es in Deutschland wie in Japan das gleiche Reglement geben. Wir werden einen Namen dafür finden. Es entwickelt sich noch, aber wir sind auf einem guten Weg. Ab 2020 können wir gleichwertige Rennen in Japan und Europa austragen."

Ein neuer Serienname steht also noch nicht fest. Es kann aber davon ausgegangen werden, dass zumindest das "D" verschwinden wird. Die DTM blickt auf eine lange Geschichte von Namensänderungen zurück. Aus der "Deutschen Tourenwagen Meisterschaft", wie sie zwischen 1984 - 1995 hieß, wurde 1996 schon einmal der Internationalisierungs-Versuch mit der ITC (International Touring Car Championship) gestartet. Seit dem Jahr 2000 heißt die Serie "Deutsche Tourenwagen Masters".

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