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MotoGP: Barcelona

Kein Top-10-Ergebnis: Pech für KTM

Mika Kallio und Bradley Smith stürzen, Pol Espargaró holt fünf Punkte für KTM; der Spanier wird heuer schon zum fünften Mal Elfter.

Fotos: Markus Berger

Das KTM-Werksteam erlebte in Barcelona einen enttäuschenden Sonntag. Der Japaner Takaaki Nakagami (LCR/Honda) verwickelte Bradley Smith in einen Unfall und brachte ihn wohl um Punkte. Trotz vieler Ausfälle schaffte es schließlich auch Pol Espargaró nicht in die Top 10, als Elfter sicherte er dem Team immerhin noch fünf Zähler. Auch Gaststarter Mika Kallio sorgte für Ernüchterung, denn der Finne flog bereits in der ersten Runde per 'Highsider' ab.

Zu Beginn des Rennens sorgte Smith für eine große Überraschung: Der Brite hatte sich schon das gesamte Wochenende stark gefühlt, von Startplatz 16 katapultierte er sich dank eines guten Starts auf Position acht nach vor. Drei Runden lang konnte er sich in den Top 10 halten, danach fiel er zurück. Auf Position 15 liegend hatte er schließlich fünf Runden lang Nakagami im Nacken. Der Japaner versuchte in Runde 13 schließlich einen Angriff, der ihm aber misslang; er stürzte in Kurve 5 und riss den Briten mit ins Aus.

Smith ist über den Nuller enttäuscht, der seine Serie von drei Top-15-Resultaten in Folge beendete; es war sein zweiter Ausfall in dieser Saison. "Es ist schade, was im Rennen passiert ist – besonders weil ich mich das gesamte Wochenende über gut gefühlt habe." Der Start sei großartig gewesen, schildert der Brite: "Ich habe sehr hart gepusht in den ersten Runden, um meine Position zu halten. Ich bin dann meine normale 'Pace' gefahren und hatte einen guten Rhythmus. Ich lag innerhalb der Punkteränge, als mich Nakagami leider abgeschossen hat. Das ist nach so einem positiven Wochenende sehr hart."

Es sei einfach Pech gewesen, muss auch KTM-Teammanager Mike Leitner den Zwischenfall zur Kenntnis nehmen: "Wir haben den Abstand zum Sieger verringert und ein paar Positionen im Vergleich zum Vorjahr gewonnen. Dieses Rennen war aber von Beginn an schwierig, weil wir mit den Reifen Schwierigkeiten hatten. Für jeden Fahrer war das ein kniffliges Rennen, jeder musste irgendwie überleben. Pol hat einen guten Job gemacht, Bradley war wirklich sehr gut und hatte einfach Pech."

Espargaró konnte sich von Startplatz 18 auf Position elf vorarbeiten, wobei er Nutznießer vieler Ausfälle war. Es ist bereits sein fünfter elfter Platz im siebenten Rennen. "Wir haben heute alles gegeben. Ich bin im Rennen gecruist, weil ich nicht mehr pushen konnte. Ich konnte das Gas nicht so stark öffnen, weil wir durchdrehende Räder hatten; in den langgezogenen Kurven haben wir sehr gelitten", erklärt der Spanier. "Ich habe bis zum Ende versucht, weich zu fahren und habe Punkte mitgenommen. Wir konnten uns im Vergleich zum Vorjahr steigern."

Testpilot Mika Kallio war am Sonntag mit einer 'Wild Card' am Start und testete ein Motorrad, das die Basis für 2019 darstellt. Allerdings endete sein Rennen bereits in der ersten Runde per 'Highsider' in Kurve 14. "Im Warm-up haben wir ein gutes Paket für Mika gefunden. Er fühlte sich wohl, nachdem er im Qualifying nicht glücklich war", verrät Leitner. "Dann unterlief ihm ein typischer Fehler in der ersten Runde. Wir wussten schon, dass Barcelona und Mugello für uns schwierig werden würden. Nun leiden wir im zweiten Jahr hier immer noch, aber wir kommen näher heran an die Spitze."

"Es ist traurig, das Wochenende so zu beenden", bedauert Kallio seinen Sturz. "Der Plan sah vor, in der ersten Runde anzugreifen, da ich ziemlich weit hinten gestartet bin. Im Moment des Sturzes habe ich nichts Seltsames gefühlt. Ich bin in der Gruppe meine Linie gefahren, und es hat mich total überrascht. Ich ging ans Gas und habe sofort Grip am Hinterrad verloren. Ich weiß nicht, ob ich etwas zu viel gepusht habe oder nicht, aber ich habe mich gut gefühlt." Da der Einschlag ziemlich heftig war, wurde Kallio im Streckenspital untersucht. "Ich konnte zuerst nur schwer atmen, aber es scheint alles okay zu sein. Es war etwas schmerzhaft, sollte aber nach ein paar Tagen wieder okay sein."

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