MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
WEC: Spa-Francorchamps

Zugeständnisse an die Privatteams

Nun, da Toyota der WM-Titel kaum mehr zu nehmen ist, müssen LMP1-Privatiers nicht mehr auf ihren Benzinverbrauch pro Runde achten.

Beim Versuch, in der LMP1-Kategorie Werkshybride und Privatteams, denen nur Verbrennungsmotoren zur Verfügung stehen, anzugleichen, werden nun vom ACO spät, aber doch Nägel mit Köpfen gemacht: Für die Sechs Stunden von Spa-Francorchamps, dem siebenten Lauf zur Langstrecken-WM 2018/19, dürfen die privaten LMP1-Rennställe so viel Benzin pro Runde verbrennen wie sie wollen.

Die neue Equivalence of Technologies (EoT) sieht für sie bei der maximalen Energie pro Runde erstmals den Wert "unbegrenzt" vor. Toyota muss in Belgien wie im Vorjahr, als das Rennen in dieser Saison zum ersten Mal ausgetragen wurde, mit 71,3 Megajoule pro Runde aus dem Verbrennungsmotor auskommen, die Privatiers waren beim Saisonauftakt auf 106,4 Megajoule je Umlauf beschränkt.

Nicht angetastet wird jedoch der Benzindurchfluss. Dieser ist für Privatteams weiterhin auf 115 Kilogramm pro Stunde beschränkt, 80 sind es bei Toyota. Diese Werte sind seit Fuji gleich geblieben. Immerhin werden die privat eingesetzten LMP1 nun nicht mehr auf das Hineinrollen in Bremsphasen angewiesen sein, um Sprit zu sparen.

Der Schritt erfolgt nach Diskussionen bei den WM-Läufen in Asien, als die Privat-LMP1 auf den Geraden teilweise lupfen mussten, um nicht über den Maximalwert zu kommen. Der Benzindurchfluss war im Zuge der EoT so angehoben worden, dass die Energiemenge pro Runde zum begrenzenden Faktor wurde. Nun diktiert nur noch der Benzindurchfluss die Leistung.

Außerdem müssen Prototypen mit Saugmotor sechs Kilogramm zuladen. Das betrifft seit dem Wechsel von ByKolles auf Gibson alle Teams außer SMP Racing. Sauger-LMP1 sind damit nur noch neun Kilogramm leichter als solche mit Turboaufladung. Die Gewichte für SMP Racing und Toyota blieben unverändert.

Darüber hinaus wurde festgelegt, dass die Fahrzeuge der GTE Pro ab den Le-Mans-Testfahrten ebenfalls mit Durchlaufmengenmessung für den Kraftstoff ausgestattet sein müssen. Die in dieser Klasse engagierten Hersteller hatten sich auf diesen Schritt geeinigt.

EoT, Sechs Stunden von Spa 2019

• LMP1 mit Hybridmotoren (i.e. Toyota)

Fahrzeuggewicht: 904 Kilogramm
Max. Energie pro Runde: 71,3 Megajoule pro Runde
Max. Kraftstoffdurchfluss: 80 Kilogramm pro Stunde
Max. Kraftstoffmenge pro Boxenstopp: 35,1 Kilogramm
Max. Rohrdurchmesser beim Nachtanken: 20,4 Millimeter

• nicht-hybride LMP1 mit Saugmotoren

Fahrzeuggewicht: 824 Kilogramm
Max. Energie pro Runde: unbegrenzt
Max. Kraftstoffdurchfluss: 115 Kilogramm pro Stunde
Max. Kraftstoffmenge pro Boxenstopp: 56,5 Kilogramm
Max. Rohrdurchmesser beim Nachtanken: 25 Millimeter

• nicht-hybride LMP1 mit Turbomotoren

Fahrzeuggewicht: 833 Kilogramm
Max. Energie pro Runde: unbegrenzt
Max. Kraftstoffdurchfluss: 115 Kilogramm pro Stunde
Max. Kraftstoffmenge pro Boxenstopp: 52,8 Kilogramm
Max. Rohrdurchmesser beim Nachtanken: 24,2 Millimeter

News aus anderen Motorline-Channels:

WEC: Spa-Francorchamps

Weitere Artikel:

"Was zum Teufel ist da passiert?"

Gaslys Monza-Wunder hielt nur kurz...

Von Pole gestartet und am Ende nur Siebter: Pierre Gaslys Monza-Wunder hielt nicht lange, doch gerade das macht seine Leistung am Samstag so verblüffend

Offiziell: Hadjar bleibt

Isack Hadjar verlängert bei Red Bull

Red Bull schafft Klarheit für 2027: Isack Hadjar bleibt Teamkollege von Max Verstappen - Teamchef Laurent Mekies erklärt die Entscheidung

Formel-1-Kalender 2027

Zehn Sprints - davon einer in Monaco!

Der Formel-1-Kalender für die Saison 2027 umfasst erwartungsgemäß 24 Rennen - Die Anzahl der Sprints wird auf zehn erhöht und umfasst eine interessante Auswahl

Flavio Briatore hegt großen Frust gegen das Ergebnis der Berufungsverhandlung und wirft einem der vier Richter vor, eine besondere Verbindung zu McLaren zu haben

Antonelli-Express rollt weiter

Glücklicher Sieg bei Madrids F1-Premiere

Weil ein unglückliches Boxenstopp-Timing bei McLaren Lando Norris den Sieg kostet, triumphiert Kimi Antonelli beim Grand Prix von Spanien 2026

GP von Italien: Qualifying

Sensation: Gasly erobert Windschatten-Pole!

Das hatte beim Grand Prix von Italien keiner auf dem Zettel: Während Mercedes und Ferrari strauchelten, wurde Alpine zur großen Überraschung