MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
IndyCar: Indy 500

Alonso scheitert an der Qualifikation

Der Versuch McLarens, sich in Nordamerika zu reetablieren, darf als gescheitert angesehen werden – Fernando Alonso muss zuschauen.

Nach der Polerunde des Franzosen Simon Pagenaud (Penske) am Samstag ließen am zweiten Qualifyingtag für die diesjährigen 500 Meilen von Indianapolis anhaltende Regenfälle eine Einhaltung des ursprünglich geplanten Zeitplans nicht zu. Das vorhergesagte Unwetter hatte das knapp vier Kilometer lange Oval stundenlang fest im Griff.

Nach einer Verzögerung von viereinviertel Stunden konnte das sog. "Last Row Shootout" mit den sechs Wackelkandidaten im Kampf um die drei Plätze in der letzten Startreihe doch noch über die Bühne gehen: James Hinchcliffe, Max Chilton, Fernando Alonso, Sage Karam, Patricio O'Ward und Kyle Kaiser gingen nach ihrer Nichtqualifikation für die Top 30 ins Einzelzeitfahren über jeweils vier fliegende Runden.

Hinchcliffe musste also vorlegen und markierte einen Schnitt von 227,543 mph. Chilton zog mit 226,192 mph nach. Dann ging Alonso, der im Mittwochstraining einen Unfall hatte, auf die Bahn. Sein umgebauter Dallara IR12 ermöglichte Alonso einen Schnitt von 227,353 mph – hinter Hinchcliffe, aber vor Chilton. Karam war der Nächste auf der Strecke: Der 24jährige, der trotz junger Jahre bereits vier Indy 500s bestritten hat, brachte es auf 227,740 mph, womit er sich an die Spitze und Alonso auf den "heißen Sitz" der 33. Position schob. Chilton stand damit bereits als DNQ fest.

O'Ward ging als Vorletzter auf die Strecke. Als Teamkollege von Chilton bei Carlin, das auch McLaren wesentlich unterstützte, saß der 20jährige mexikanische Rookie nach einem Unfall am Donnerstag im Ersatzauto. Mit diesem legte er einen Schnitt von 227,092 mph hin. Damit war er zwar schneller als Chilton, aber langsamer als Alonso und somit wie sein Teamkollege nicht beim Rennen dabei. Hinchcliffe konnte durchatmen: Nach seiner Nicht-Qualifikation im Vorjahr konnte der IRL-Fixstarter eine weitere Blamage abwenden.

Nach seinem Unfall am Freitag rückte Kaiser mit dem ohne Hauptsponsor versehenen Dallara-Chevrolet des Juncos-Teams als Letzter aus. Der 23jährige, der bislang erst fünf IndyCar-Rennen absolviert hatte, fuhr einen Vier-Runden-Schnitt von 227,372 mph. Damit war die Sensation perfekt: Kaiser verdrängte nach zehn Meilen Alonso um 0,019 mph und schaffte die Qualifikation. Er, Karam und Hinchcliffe dürfen am 26. Mai am Indy 500 teilnehmen, während Alonso, O'Ward und Chilton nur Zuschauer sein werden.

McLarens vorwiegend nomineller Versuch, nach einer erfolgreichen Vergangenheit im nordamerikanischen Monopostosport wieder Fuß zu fassen und nebst dem enttäuschenden Status quo in der Formel-1-WM ein zweites Motorsportstandbein zu etablieren, ist damit vorerst, aber dafür robust gescheitert. Auch Alonsos Chance auf die Triple Crown aus Monaco GP, 24h von Le Mans und Indy 500 muss zumindest ein Jahr warten; vor allem die Medien des Konglomerats Motorsport Network, dessen Vorsitzender mit Zak Brown ausgerechnet der CEO von McLaren ist, hatten diesen Aspekt massiv propagiert.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

DTM Oschersleben – Hintergründe

Start in die zweite Saisonhälfte der DTM

Thomas Preining und Mirko Bortolotti schafften es diesmal ganz oben auf das Podium. Zu Beginn der entscheidenden Phase der Saison 2026 schafften die beiden Piloten damit den Anschluss in der aktuellen Meisterschaftswertung an die Spitzengruppe.

DTM-Rennen Nürburgring – Hintergründe

Schon die Ausgangspositionen?

Der Nürburgring hatte mit der Rauchentwicklung durch die nahen Waldbrände eine neue Facette parat. Motorsportlich betrachtet wurden die Weichen für das Halbfinale Mitte September auf dem Sachsenring gestellt, nachdem der ADAC vor der eigentlichen Action die Termine für die Saison 2027 bekanntgegeben hatte. Ein besonderes Viertelfinale eben

"Vieles zu kompliziert"

Formel-1-Teamchef schlägt Alarm!

Die Formel 1 ist technisch komplexer denn je: Haas-Teamchef Ayao Komatsu fordert mehr Kontrolle für die Fahrer und mehr Verständlichkeit für die Zuschauer

Erster Saisonsieg für Lando Norris und McLaren - Verstappen und Antonelli auf dem Podium - Piastri erst mit Kollision, dann mit technisch bedingtem Ausfall

Der Regen kam um ein paar Minuten zu spät: George Russell erobert acht Punkte für die Formel-1-WM, Nico Hülkenberg scheidet mit Defekt aus

Sprint-Qualifying Zandvoort

Russell meldet sich mit Pole zurück!

Kimi Antonelli und Max Verstappen geschlagen, und George Russell wieder in der Spur: So lief das Sprint-Qualifying der Formel 1 in den Niederlanden