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Endlich Gordon

Jeff Gordons Saisonstart war nicht berühmt und in Martinsville war die letzten zehn Jahre nix zu holen – bis zu diesem Rennen.

Manfred Wolf

In einem spektakulären Kampf mit Bobby Labonte setzte sich Gordon Nascar-typisch durch und schob seinen Kontrahenten nach Runden des Drängelns und Schiebens einfach aus dem Weg.

Auf dem kleinsten und langsamsten Kurs im Winston-Cup-Kalender war anfangs allerdings Dale Earnhardt Jr. der überlegene Mann. Er führte 195 Runden, doch 55 Runden vor Schluss machte Earnhardt Jr. bei der Überrundung von Ricky Craven einen Fehler, fuhr sich fest und verlor die entscheidenden Meter auf die Spitze.

Während sich Earnhardt Jr. mit Platz drei begnügen musste, feierte Gordon seinen Sieg und Bobby Labonte seinen zweiten Platz, das ergab übrigens einen Chevy-Dreifach-Sieg.

Jeff Gordon: „Bobby und ich hatten eine Menge Spaß. Er hat alles getan, um mich hinter sich zu halten, aber irgendwann musste ich vorbei. Ich wollte ihn nicht zu hart aus dem Weg räumen, so habe ich ihn nur ein bisschen rumgedreht.“

Auch Bobby Labonte sah die ganze Sache wenig dramatisch: „Wir haben Jeff solange aufgehalten, wie wir nur konnten. Das war hartes Racing, aber es war ein fairer Spaß, das Rennen war toll!“

Egal wie toll, die knapp 90.000 Zuseher waren mit dem Ausgang des Rennens weniger zufrieden, ob die Buh-Rufe Jeff Gordon galten, weil er Bobby Labonte aus dem Weg geräumt hatte, oder ob es ein Ausdruck der Frustration über den nicht zustande gekommenen Sieg von Dale Earnhardt Jr. war, wird sich wohl nicht mehr klären lassen…

Doch im Hinblick auf die Gesamtwertung war auch der dritte Platz für Earnhardt Jr. nicht so schlecht, nachdem der Gesamtführende Matt Kenseth überrundet und nur 22. wurde, konnte Earnhardt Jr. seinen Rückstand auf nur mehr 51 Punkte verringern. Jeff Gordon ist bereits Dritter, 88 Punkte hinter Kenseth.

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