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Ein spannender Renntag

Die beiden Läufe zur Tourenwagen-EM in Silverstone waren an Spannung kaum zu überbieten, auch in der FIA-GT-Serie ging es hoch her.

Tourenwagen-EM:

Alfa Romeo konnte zwar wieder beide Läufe mit Doppelsiegen gewinnen, dennoch: Über mangelnde Spannung oder fehlende Action konnte man sich nicht beklagen.

Schon im ersten Lauf ging es äußerst turbulent zur Sache: Während James Hansen mit seinem Volvo schon am Start stehen blieb, rutschte Alfa-Pilot Tom Ferrier im ultraschnellen Streckenabschnitt Maggotts von der Strecke und gleich wieder zurück. Dabei wurde er von Kox und Gene getroffen, deren BMW’s waren so wie der Alfa von Ferrier nicht einmal mehr für den zweiten Lauf einsatzfähig.

Im allgemeinen Getümmel ging fast unter, dass Giovanardi und Larini (beide Alfa Romeo) einen eher schlechten Start hatten und von Rickard Rydell (Volvo) und Jörg Müller (BMW) überrumpelt wurden. Auch Dirk Müller konnte sich anschließen, es folgte ein harter Fünfkampf.

Kurz vor Schluss konnten die Alfa’s dann doch das Kommando übernehmen, Nicola Larini gewann vor seinem Landsmann Fabrizio Giovanardi, Jörg Müller wurde Dritter.

Im zweiten Lauf kam es dann genau umgekehrt. Giovanardi siegte vor Larini, aber auch in diesem zweiten Durchgang kam aus den Reihen von Volvo und BMW wieder heftige Gegenwehr. Doch Rydell und Dirk Müller konnten den erneuten Doppelsieg (noch) nicht verhindern, im Duell der Beiden setze sich Rydell durch und sicherte den dritten Platz für Volvo.

„Noch nicht“ deshalb, da Volvo und BMW immer stärker scheinen. Fabrizio Giovanardi kommentierte das folgendermaßen: „Das war einen harter Tag. Momentan sind wir noch an der Spitze, aber nachdem ich heute einige sehr schnelle BMW’s und Volvo’s sah, werden wir in Zukunft wohl vorsichtiger sein müssen.“

Ergebnis erstes Rennen:

1. Nicola Larini Alfa Romeo
2. Fabrizio Giovanardi Alfa Romeo
3. Jörg Müller BMW
4. Rickard Rydell Volvo
5. Dirk Müller BMW
6. Paolo Ruberti Alfa Romeo
7. Eric Cayrolle Alfa Romeo
8. Tom Coronel BMW
9. Luis Villamil Alfa Romeo
10. Frederik Ekblom BMW

Ergebnis zweites Rennen:

1. Fabrizio Giovanardi Alfa Romeo
2. Nicola Larini Alfa Romeo
3. Rickard Rydell Volvo
4. Dirk Müller BMW
5. Paolo Ruberti Alfa Romeo
6. Frederik Ekblom BMW
7. Luis Villamil Alfa Romeo
8. Jörg Müller BMW
9. Fabrizio de Simone BMW
10. Salvatore Tavano Honda

FIA-GT:

Marc Duez und Fabio Babini gewannen überraschend, das Duo vom Belmondo-Rennstall distanzierte die favorisierten Lister Storm.

Jamie Campbell-Walter (Co Nicolaus Springer) begann auch diesen Lauf hervorragend. Innerhalb kürzester Zeit fuhr er einen komfortablen Vorsprung auf Mike Hezemans heraus. Beim Boxen-Stopp geschah dann aber das Unglück: Wegen eines defekten Tankschlauches verlor man jede Menge Zeit - und damit den bereits sicher geglaubten Sieg.

Doch auch Verfolger Mike Hezemans (Co Anthony Kumpen) konnte sich nicht lange über seine Führung freuen. Das Getriebe machte schlapp und nach wenigen Runden zog Marc Duez an ihm vorbei. Zusammen mit seinem Teamkollegen Babini fuhr er einen Vorsprung heraus, der von der Konkurrenz nicht mehr aufgeholt werden konnte.

Auch seine Chrysler Viper hielt und so konnte das Duo den Sieg sicher ins Ziel bringen konnte. Hinter ihnen kamen Bobby Verdon-Roe/Knapfield im Lister-Storm sowie Bouchut/Terrien/Vosse, ebenfalls auf einer Chrysler Viper unterwegs, auf den Plätzen ins Ziel. Mit einer beeindruckenden Performance kämpfte sich Jamie Campell-Walter am Ende sogar noch auf den vierten Rang vor.

In der N-GT-Klasse konnten Christian Pescatori und Andrea Montermini auf Ihrem Ferrari 360 Modena schon den zweiten Sieg in Serie einfahren.

Und die Österreicher? Dieter Quester wurde mit Luca Riccitelli respektabler Siebenter in der GT-Klasse. Noch erfreulicher verlief das Wochenende für Toto Wolff. Dieser musste zwar mit ungewohntem Beifahrer starten, Johnny Mowlan war aber ein würdiger Ersatz für Philipp Peter, der beim Vortraining in Le Mans beschäftigt war. Wolff/Mowlan konnten den zweiten Werks-Ferrari von Bertolini/Garbagnati immer knapp auf Distanz halten und damit einen sensationellen zweiten Rang ins Ziel bringen.

Dementsprechend erfreut war Toto Wolff dann auch nach dem Rennen: „Beim zweiten Saisonlauf gleich aufs Podium zu fahren war mehr als wir erwarten konnten. Ich hatte mit Johnny Mowlan erstklassigen Ersatz für Philipp Peter!“

Ergebnis:

1 DUEZ / BABINI Chrysler Viper GTS-R
2 VERDON-ROE / KNAPFIELD Lister Storm
3 BOUCHUT/TERRIEN/VOSSE Chrysler Viper GTS-R
4 CAMPBELL-WALTER / SPRINGER Lister Storm 4
5 CAPPELLARI/GOLLIN Chrysler Viper GTS-R 5
6 BELMONDO / GOSSELIN Chrysler Viper GTS-R
7 RICCITELLI / QUESTER Porsche 996 GT
8 LAFON / JARIER Chrysler Viper GTS-R
9 PESCATORI / MONTERMINI Ferrari 360 Modena (Sieger N-GT)
10 CUNNINGHAM/COOK/ROSENBLAD Chrysler Viper GTS-R

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