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Rallycross-Sommeroffensive

Im tschechischen Sosnova ging der dritte Lauf zur Rallycross-ÖM über die Bühne, die Österreicher erlebten ein durchwachsenes Wochenende.

Leo Freistätter

Der dritte Meisterschaftslauf im tschechischen Sosnova eröffnete die Sommeroffensive der Rallycrosser. Im Juli stehen drei weitere Auslandsrennen auf dem Programm. Nur 39 Teilnehmer, darunter elf Österreicher, waren eine magere Ausbeute.

Für einige von ihnen lief es auch nicht besonders an diesem Tag. In der Division 1 musste Andreas Schuster seinen Peugeot 206 schon nach einem Überschlag im freien Training vorzeitig auf den Hänger verladen. Werner Köck im Ford Focus bekam seine Motoraussetzer in den Griff, dafür verabschiedete sich im Zeittraining der vierte Gang.

Im ersten Vorlauf wurde er von Marek Zeman in einen Dreher geschickt wobei die Hinterradaufhängung brach. Bei dieser Aktion gingen weitere Gänge im Focus-Getriebe flöten uns so war auch Werner Köck zum Aufgeben gezwungen.

In der Division 4 erwischte es Karl Neumayer frühzeitig. Nach wenigen Metern im freien Training zerbröselte die Kupplung im VW Golf und auch er war draußen. Auch bei Alois Höller gab es wiederum Probleme, nach einem Reifenschaden im Training knallte der Lancia in die Leitschienen. Die schnelle Truppe um den Oberösterreicher konnte den Schaden aber bis zu den Vorläufen notdürftig reparieren.

Im ersten Vorlauf passte die Fahrwerksabstimmung am Lancia noch nicht ganz und Höller musste sich mit Rang acht begnügen. Peter Ramler, Franz Spitaler und Erich Petrakovits reihten sich gleich hinter den schnellen Tschechen auf den Rängen vier bis sechs ein. In der zweiten Vorlaufserie gaben die Austrianer dann kräftig Gas.

Peter Ramler und Alois Höller sprengten mit den Rängen drei und vier die Phalanx der Tschechen. Im dritten Vorlauf sicherte sich Peter Ramler mit Rang vier endgültig den Einzug ins A-Finale. Bei Alois Höller stieg abermals der Frustpegel, denn am Start zerbrach das Getriebegehäuse und der mehrfache Staatsmeister musste wieder eine Nullrunde hinnehmen. Erich Petrakovits musste nach einer Startkarambolage aufgeben und traf im B-Finale auf Franz Spitaler.

Mit einem tollen Start übernahm Petrakovits sofort die Führung und brachte diese auch sicher ins Ziel. Damit holte er sich den letzten Startplatz für den Endlauf. Dort ging es am Start turbulent zu. Nach einem Fehlstart von Pavel Koutny machte dessen Focus bei der Startwiederholung schlapp und blieb liegen.

Markenkollege Marek Zeman verhaute den Start und der Pole-Mann Vaclav Pech schoss in Führung. Pech feierte einen ungefährdeten Start-Ziel Sieg und dahinter fuhr Peter Ramler um sein Leben um den heranstürmenden Marek Zeman in Schach zu halten. Mit Rang zwei gab es endlich das längst verdiente Topp-Ergebnis für den St. Pöltner.

Die Divisionen 1A und 2 waren diesmal eine rein tschechische Angelegenheit. Pavel Novotny (Citroen Xsara) setzte seinen Höhenflug fort und gewann nach dem heimischen EM-Lauf auch in Sosnova. Ein schönes Familienfest für ihn, denn sein Junior stand mit Rang drei ebenfalls auf dem Podest.

Für die Division 4 hatten die Tschechen einige Lancias ausgepackt. Wenn sie auch nicht zu den modernsten gehören, so reichte es doch um unsere Zweiradpiloten in Schach zu halten. Christian Petrakovits holte, obwohl er zum ersten Mal in Sosnova war, die Pole-Position für das A-Finale. Mit Walter Velan und Markus Rumpler schafften es zwei weitere Österreicher dorthin.

Die Lancias waren am Start auf und davon, Christian Petrakovits nahm die Verfolgung auf. Gegen Mitte des Rennens konnte er einen Lancia niederringen um war schon auf Platz zwei als der Keilriemen der Servolenkung absprang. Dadurch musste er den Lancia wieder passieren lassen, holte ab Rang drei in der Division 4 und schrieb mit einem Klassensieg volle ÖM-Punkte auf sein Konto. Walter Velan und Markus Rumpler belegten die Ränge vier und fünf.

Fotos und Ergebnisse finden Sie in der rechten Navigation!

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