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Die große Challenge

Wittmann, Baumschlager, Rosenberger, Harrach und Co. erwarten Reifenpoker, der erhoffte Schnee dürfte ausbleiben, dafür gibt es reichlich Eis.

Schneemangel gibt es derzeit nicht nur im alpinen Ski Weltcup und bei der Deutsch-Österreichischen Springertournee. Während man sich dort zumindest mit Schneekanonen und herbeigeschafftem Schnee behelfen kann, ist dies bei der 21. Jänner-Rallye klarerweise nicht möglich.

„Es ist einfach unmöglich Hunderte Strecken und Sonderprüfungskilometer mit Schnee zu versorgen, wir als Veranstalter und vor allem die Fahrer müssen die Wetterbedingungen so zur Kenntnis nehmen, wie sie momentan eben sind,“ erklärten sowohl Sicherheitschef Christian Weissengruber vom MSC Mühlviertel als auch Rallye-Leiter Wolfgang Viakowsky vom Badener Rallyeklub.

Ab Samstag (28.12.) nach Ausgabe der Roadbooks durften die Teilnehmer die Strecke offiziell besichtigen. Favorit Franz Wittmann mit seiner oberösterreichischen Beifahrerin Heike Feichtinger (Toyota Corolla WRC) spricht von einer der schwersten Aufgaben seiner langen Karriere:

“Es gibt vor allem in den Waldstücken viele heimtückische Eisplatten, die man erst im letzten Augenblick wahrnimmt. Dazu kommt noch, daß man bis zu drei Prüfungen ohne Reifenwechsel fahren muß und damit den Kompromiß suchen muß, entweder Spike- oder Racingreifen aufzuziehen. Da kann natürlich einiges passieren, die Situation erfordert viel Fingerspitzengefühl. Trotzdem bin ich optimistisch meinen 10. Gesamtsieg im Mühlviertel feiern zu können.“

Zu den heißesten Kandidaten neben Wittmann auf den Gesamtsieg zählt das Duo Raimund Baumschlager/Ruben Zeltner (Mitsubishi Lancer): “Es ist wahnsinnig glatt auf den Sonderprüfungen, dann wieder staubtrocken. Leider sind auf Grund des EM-Status Eisspione verboten, diese Situation beschäftigt mich schon sehr. Vielleicht ist es aus Sicherheitsgründen doch noch möglich hier eine Ausnahmeregelung mit dem FIA-Observer zu finden. Ich glaube alle Teams würden diese Maßnahme sehr begrüßen.“

Auch die Routiniers Kris Rosenberger/ Sigi Schwarz (Lancia Integrale) sehen ähnliche Probleme auf sich zukommen: “Es wird extrem schwierig werden. In der Früh und Abend wird es sehr eisig sein, unter Tags wird das Eis aufgehen, dann kommt der Rollsplit zu Tage. Eine durchgehende Schneefahrbahn würde diese Schwierigkeiten neutralisieren, so wird die Rallye aber zu einem reinen Reifenpoker.“

Im Spitzenkampf um den Gruppe N Sieg wird man nicht nur den regierenden Meister Hermann Gassner mit Karin Thannhäuser, Vizemeister Martin Zellhofer mit Franz Novotny und Walter Kovar mit Werner Kohlbacher (alle auf Mitsubishi) sehen, auch Beppo Harrach macht sich mit seinem neuen Co-Piloten Michael Kölbach große Hoffnungen:

“Die ständig wechselnden Bedingungen von trockener Strecke auf total vereiste Fahrbahnen bedeuten eine schwere Belastung für die Teams. Bei mir kommt noch dazu, ich habe mit Michael Kölbacher einen neuen Beifahrer, mit dem ich sowohl in der Junioren WM als auch in der Rallyemeisterschaft an den Start gehen werde.“

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