MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Zwangspause für Zaiser

Nach einem durchwachsenen Wochenende in Assen nahm das LBR-Racing Team den Renneinsatz Nummer 6 im italienischen Monza in Angriff - ohne Chris Zaiser.

Nachdem Superbike Pilot Chris Zaiser bereits im ersten Lauf von Assen ausgiebig gestürzt war, musste der vom Pech Geplagte aufgrund einer gebrochenen Speiche an seiner rechten Hand eine Zwangspause einlegen.

Chris Zaiser: „Dass ich hier in Monza nicht am Start stehe trifft mich natürlich hart, ich mag die Strecke ganz besonders gern und vor allem die Kulisse samt den italienischen Fans machen es auch für uns Fahrer hier zu einem Erlebnis.“

Teamchef Helmut Lasselsberger kann aber auch dieser Situation noch etwas positives abgewinnen: „Der Ausfall in der Klasse Superbike ist klarerweise bitter für uns, erst wollten wir mit einem Ersatzfahrer an den Start gehen, da allerdings die Zeit für einen Testtag mit der MV zu knapp war, wäre ein Einsatz hier in Monza für uns wenig sinnvoll gewesen. So nützen wir diese ungeplante Pause, um weitere Entwicklungsarbeit am Motorrad zu leisten.“

Nach erster Diagnose der Ärzte wäre Zaiser erst in vier Wochen wieder einsatzfähig, dennoch hofft der 34jährige Superbike Pilot schon früher wieder in den Startlöchern zu stehen. Nämlich bei dem in zwei Wochen stattfindenden Rennen in Silverstone. Erst wenn Zaiser bis dahin nach wie vor nicht fit ist, plant man dort mit einem Ersatzfahrer aufzuwarten.

Zaiser: „Ich weiß, dass es unrealistisch ist, aber Mitte nächster Woche wird der Gips durch eine harte Bandage ersetzt, damit ich schon mit einem leichten Trainingsprogramm für die Hand beginnen kann um den Muskelabbau so gering wie möglich zu halten. Ich erhoffe mir dadurch den ganzen Therapieprozess etwas zu beschleunigen.“ – Hunderprozentig fix ist, dass der MV-Pilot ab Misano wieder am Start stehen wird, in jedem Fall wird aber mit einigen Fahrern über einen Einsatz in Silverstone als Ersatz für Zaiser verhandelt.

SSP Race:

Für eine positive Überraschung sorgte dieses Wochenende Supersport Pilot Yves Polzer, der sich mit seiner Ducati 749R vom ersten freien Training zum Qualifying um satte 3,2 Sekunden steigern konnte und somit das Rennen mit dem – laut offizieller Topspeedliste - drittschnellsten Bike im Feld in Angriff nahm. Der mittlerweile für seine guten Starts bekannte Burgenländer hatte diesesmal Pech in der ersten Kurve und musste einigen Fahrern ausweichen um nicht zu crashen. Ganze fünf Plätze hat ihm diese Einlage gekostet. Keine vier Runden später schon wieder auf Rang 25 wurde er nach 16 Rennrunden auf einem guten 22. Rang abgewunken. Nur eine beschädigte Halterung des Bremsflüssigkeitsbehälters bescherte Polzer während des letzten Renndrittels leichte Kopfschmerzen.

Yves Polzer: „Ich habe heute wirklich ein gutes Gefühl auf dem Motorrad gehabt, nur die beschädigte Halterung des Bremsflüssigkeitbehälters hat mir leider in den letzen Runden etwas Zeit gekostet. Sonst wäre vielleicht noch etwas mehr drin gewesen, aber alles in allem bin ich echt zufrieden mit dem Wochenende.“

Auch Teamchef Helmut Lasselsberger zeigt sich mit seinem Supersport Schützling zufrieden: „Yves konnte seinen Rückstand auf die Spitze an diesem Wochenende erheblich verringern und dass er mit Rang 22. sein bisher bestes Ergebnis einfuhr stimmt uns für den nächsten Lauf in Silverstone positiv.“ - Das Rennen in Silverstone wird am Wochenende vom 26. bis 28. Mai stattfinden.

News aus anderen Motorline-Channels:

Superbike-WM: Monza

Weitere Artikel:

Wheatley zu Aston Martin?

Jonathan Wheatley verlässt Audi

Jonathan Wheatley verlässt Audi nach nicht einmal einem Jahr als Teamchef schon wieder - Mattia Binotto wird seine Aufgaben erst einmal übernehmen

Mercedes-AMG präsentiert Designs

Auer fährt 2026 im "blauen Schuhkarton"

Mercedes-AMG hat die Optik der vier DTM-Boliden von Winward und Landgraf für die DTM-Saison 2026 enthüllt: Aus dem "Pink-Panther" wird ein "blauer Schuhkarton"

Teamchef Toto Wolff erteilt einem Wechsel von Max Verstappen zu Mercedes eine Absage - Auch Experte Ralf Schumacher sieht viele Gründe, die dagegen sprechen

Formel-1-Einstieg von BYD?

Brauchen die Chinesen ein eigenes Team?

Der chinesische Autohersteller BYD liebäugelt mit einem Formel-1-Einstieg: Warum das aber nicht zwingend heißen muss, dass der Konzern bald ein eigenes Team hat

Nürburgring-Langstrecken-Serie

Verstappen gewinnt - und wird disqualifiziert

Max Verstappen feiert am Nürburgring einen dominanten Sieg - doch Stunden später wird er disqualifiziert: Ein Teamfehler sorgt für das bittere Ende