Offroad

Inhalt

Neu: Mercedes G 63 und 65 AMG

Das ist der Gipfel

Was für eine Karriere! In den 33 Jahren seines Lebens brachte es der G vom anspruchslosen Militärfahrzeug zum teuersten Mercedes.

Georg.Koman@motorline.cc

Hier geht's zu den Bildern

Über 40 Prozent (!) der Käufer des Mercedes G entschieden sich für den 507 PS starken G 55 AMG. Kein Wunder, chinesische Milliardäre haben es genauso schnell begriffen wie russische Oligarchen: Der G ist kein versoffener SUV-Emporkömmling, er ist eine Legende. Sozusagen in Stahl geschmiedetes Testosteron.

Und wer sich in einer solchen automobilen Legende zeigt, der greift natürlich zur obersten Leistungskategorie - so Geld keine Rolle spielt. Für Pekings Schickeria wurde übrigens kürzlich ein eigener AMG-Shop eröffnet. Gewöhnliche Mercedes-Modelle haben dort keinen Zutritt.

Für die immer zahlreicher werdenden Mitglieder besagter Schickeria sind 507 PS im Pekinger Stau nicht schlecht, es könnten aber durchaus noch ein paar mehr sein. Deshalb hat Mercedes jetzt nachgelegt - mit G 63 und G 65 AMG.

Der Motor des G 63 AMG ist der gleiche wie im ML 63, also ein 5,5-Liter-V8-Biturbo mit Direkteinspritzung, Start-Stopp-System und Generatormanagement. Dank 544 PS und 760 Nm benötigt er nur noch 5,4 Sekunden auf 100 km/h. Die Höchstgeschwindigkeit ist wie gewohnt auf 210 km/h begrenzt.

Wer jetzt noch immer nicht zum Mercedes-Händler läuft, dem sei gesagt, dass der G 63 satte zwei Liter weniger verbraucht als sein Vorgänger, für 14 Liter im ECE-Schnitt reicht es aber noch immer.

Erkennbar ist der G 63 am neuen Kühlergrill mit den großen Luftöffnungen, LED-Tagfahrlichtern und doppelten Sidepipes. Deren bösartiger Ballersound genauso auffällig ist wie das Auto selbst.

Preislich gibt sich der G 63 fast schon bescheiden - zumindest im Vergleich zum G 65: 173.272 Euro und 80 Cent stehen in der Preisliste. Die 80 Cent sind sicher verhandelbar.

G 65 AMG: teurer geht´s nimmer

Damit Oligarch, Milliardär & Co. ob solchen Dumpings nicht milde enttäuscht sind, hat man in Affalterbach noch eins draufgesetzt und den G 65 AMG auf die Räder gestellt. Hier kommt der sechs Liter große V12-Biturbo zum Einsatz. Mit 612 PS und 1.000 Nm - elektronisch begrenzt für ein langes Leben der Siebengang-Automatik.

Von Null auf Hundert schlägt er den V8 zwar nur um eine Zehntelsekunde, dafür darf er 230 km/h fahren. Dass da noch einiges mehr ginge, ist trotz der nicht hundertprozentig ausgefeilten Aerodynamik des G klar, aber die Reichweite würde dann trotz 96-Liter-Tank auf Motorradniveau schrumpfen. Im ECE-Schnitt sind es ja auch schon 17 Liter.

Der G 65 unterscheidet sich vom 63er durch einen verchromten Kühlergrill, und bei ihm sind die 20-Zöller titangrau. Innen gibt es Volllederausstattung, Klavierlack und eh alles, was das Haus Mercedes-Benz hergibt.

Um sein unverwüstliches Gustostück - einen G kann man verkaufen, aber auch vererben - nicht an einfache Millionäre vergeuden zu müssen, hat sich Mercedes einen recht exklusiven Preis einfallen lassen: 328.549 Euro kostet der G 65 AMG.

Was den einstigen Liebling der Förster, Feuerwehrmänner und Soldaten zum aktuell teuersten Mercedes-Modell macht.

Drucken

Ähnliche Themen:

08.02.2019
Ur-G-estein

Mercedes feiert das 40-jährige Bestehen der G-Klasse. Neben Arnold Schwarzenegger die wohl bekannteste steirische Eiche der Welt.

07.05.2018
Bewährtes neu definiert

Seit 1979 ist sie das Offroad-Aushängeschild von Mercedes - die G-Klasse. Die komplett neue Version der Ikone ist ab Juni 2018 erhältlich.

27.07.2012
SUV auf A-Klasse-Basis

Eine Kompakt-Version des G-Modells auf der Basis der neuen A-Klasse will Mercedes laut „Auto Bild“ 2015 an den Markt bringen.

So schön kann klein sein New York Auto Show: Genesis Mint

Hyundai-Nobeltochter Genesis zeigt auf der New York Auto Show den elektrisch angetriebenen City-Zweisitzer Mint - kompakt und ziemlich chic.

Formel 1: News Rückkehr nach Malaysia schon 2022?

War es kein Abschied für immer? Nach einem Machtwechsel zeigt Sepang Interesse, in drei Jahren wieder einen Grand Prix abzuhalten.

Super Formula: Suzuka Cassidy gewinnt Super-Formula-Auftakt

Lucas Auer verbesserte sich vom elften Startplatz auf Position acht, während der Neuseeländer Nick Cassidy von P12 zum Sieg stürmte.

ORM: Wechselland-Rallye Zwei Bundesländer, ein Vergnügen

Horst Stürmer und René Zauner wollen sowohl den niederösterreichischen als auch den steirischen Teil des Wechsels im Sturm erobern.