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Peugeot 2008 und e-2008 - erster Test

Gut gebrüllt

Neue Optik, neue Technik: Die zweite Generation des Peugeot 2008 trumpft nicht nur mit der Elektrovariante e-2008 auf. City-SUV im ersten Test.

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Die Elektrovariante ist nur eine - wenn auch sehr interessante - Seite des neuen Peugeot 2008, dessen Verkauf vorerst noch von den Benzinern und Dieseln bestimmt werden wird. Dass sich aber auch im Massenmarkt etwas ändert, zeigt die Erwartung der Peugeot-Strategen, dass zehn Prozent der Verkäufe des 2008 auf die vollelektrische Variante entfallen.

Die zweite Generation des 2008, Nachfolger des 207 SW, hat mit der ersten wenig gemeinsam, sowohl was das Design, als auch was die Technik betrifft. Es ist ein völlig neues Modell im Kleinwagen-Segment, von dem sich Peugeot einiges verspricht. Das B-Segment steht auf dem Weltmarkt immerhin für 31 Prozent der Autoverkäufe - und SUVs dieser Größe machen davon bereits ein Viertel aus. Kein Nischenauto also, das Peugeot jetzt im Luberon in Südfrankreich dem Fachpublikum präsentierte, sondern ein Fahrzeug aus der Mitte des Automarktes.

Der e-2008 und der "normale" 2008 unterscheiden sich äußerlich nicht voneinander. Und sie werden auf derselben Produktionslinie gebaut, für den europäischen Markt im spanischen Vigo, für den ostasiatischen Markt in Wuhan. Falls die Verkaufszahlen des Stromers die Planungen übertreffen, ist es deshalb kein Problem, die Zahl der produzierten e-2008 zu erhöhen - allerdings nur solange die Zulieferung von genügend 50 kWh-Batterien gewährleistet ist. Sie kommen vom chinesischen Hersteller CATL, und Peugeot gibt eine Garantie von acht Jahren oder 160.000 Kilometer auf die im Unterboden verbaute Batterie.

"Länger, niedriger, effizienter" - auf diese Formel bringt Peugeot die Veränderungen der neuen Generation des 2008 gegenüber dem Vorgänger. Flexibler auch, sollte man hinzufügen, denn mit seiner Auswahl an Motoren passt der 2008 zu jeder Alltagssituation. "So kann jeder den Antrieb wählen, der am besten zum eigenen Leben passt," sagt Peugeot-Markenchef Jean-Philippe Imparato.

Alle Antriebsversionen des 2008 bauen auf der neuen modularen Plattform CMP (Common Modular Platform) des PSA-Konzerns auf. Mit einer Länge von 4,30 Metern ist das SUV 14 Zentimeter länger als sein Vorgänger. Auch der Radstand ist um knapp elf Zentimeter auf 2,65 Meter gewachsen, was zu einem großzügigeren Raumangebot besonders auf den hinteren Plätzen führt. Außerdem kann der neue 2008 einen großzügigen Stauraum zur Verfügung stellen. Als Stromer bietet er ein Kofferraumvolumen von 405, beim Verbrenner durch ein zusätzliches Unterbodenfach 434 Liter.

Mit dem neuen Peugeot 2008 hält die neueste Design-Sprache der Franzosen Einzug ins SUV-Segment. An den vertikalen Kühlergrill schließt sich direkt die Motorhaube an. Die LED-Tagfahrleuchten sind vertikal an der Front angeordnet und sorgen nach der Idee der Peugeot-Designer für einen Säbelzahn-Look. Die Rückseite ziert eine horizontale, schwarz glänzende Blende, in der sich die LED-Rückleuchten in Form der drei Krallen integrieren.

Für ein Fahrzeug im Kleinwagen-Segment bietet der neue 2008 Fahrerlebnis in hochwertigen Materialien. Der Fahrer kann im sogenannten "i-Cockpit" (kompaktes Lenkrad, großer Touchscreen und ein neues, je nach Ausstattungsniveau serienmäßiges, 3D-Kombiinstrument) die wichtigsten Informationen intuitiv erfassen.

Klar, dass der neue 2008 mit jeder Menge technischen Helfern prunkt, vom automatischen Geschwindigkeitsregler mit Stop-and-Go-Funktion über die Verkehrsschilderkennung bis zum Toterwinkelassistent. Hinzu kommt ein hochklassiges Soundsystem des französischen Premiumherstellers Focal.

Auf den kurvenreichen Straßen des Luberon lernt man schnell die straffe Abstimmung des Fahrwerks des 2008 zu schätzen. Je nach Antriebsversion bietet das neue SUV drei Fahrmodi: Eco für sparsamen Verbrauch, Normal für den Alltag und Sport für eine optimale Performance. Die Kraft der Motoren wird über eine sauber schaltende Achtgang-Automatik beziehungsweise über eine Sechsgang-Handschaltung auf die Straße gebracht.

Peugeot bietet den 2008 mit drei Dreizylinder-Benzinern (100 bis 155 PS, Verbrauch zwischen 4,5 und 5,0 Liter je 100 Kilometer), einem 130-PS-Diesel (3,8 Liter) und dem 136 PS-starken Elektromotor an. Lässt man den Elektromotor außen vor, der mit seinem maximalen Drehmoment von 260 Newtonmetern vom Stand aus und seiner leisen und vibrationsarmen Fahrt in einer eigenen Liga spielt, so macht der Diesel den kultiviertesten Eindruck.

Mit seiner anständig großen Batterie-Kapazität von 50 kWh hat der Peugeot e-2008 eine Reichweite von bis zu 320 Kilometern nach WLTP. Sie lässt sich an einer Wallbox (fünf Stunden) oder an einer 100-kW-Ladesäule (30 Minuten auf rund 80 Prozent) laden.

Die Preise liegen zwischen 21.500 Euro (100-PS-Benziner in "Active"-Ausstattung) bis 33.900 (155-PS-Benziner als GT). Der Diesel wird 29.950 Euro kosten ("Allure"). Für den e-2008 muss man 35.250 Euro auf den Tisch legen - vor Abzug der Förderungen. Die ersten 2008 mit Verbrenner-Motoren werden Ende 2019 ausgeliefert, der e-2008 dann ab April 2020.

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