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Rallye-ÖM: IQ-Jänner-Rallye

Der Golf Diesel im „Wintertest“

Das Diesel-Team von VW Motorsport Austria wird erstmals einen geballten Einsatz bei der IQ-Jänner-Rallye absolvieren.

Es war eine eher kurzfristige Entscheidung des Teamchefs Dr.Helmut Czekal, bereits beim Auftakt zur österreichischen Rallye-Staatsmeisterschaft in Freistadt anzutreten. Hauptsächlich wurde sie von der Tatsache beeinflusst, dass die Veranstalter Anfang Dezember auf ihren Status eines FIA-Prädikatslaufs verzichtet haben.

Die Piloten des Teams können daher auf jener Startposition ins Rennen gehen, die ihnen nach den im vergangenen Jahr gezeigten Leistungen zustehen. Alle drei Piloten der Volkswagen-Dieselmannschaft betreten bei der IQ-Jänner-Rallye nicht nur streckenmäßig Neuland, sondern auch technisch. Erstmals müssen Andreas Waldherr, Christian Lippitsch und Hannes Danzinger mit einem leistungshemmenden 37 mm-Luftmengenbegrenzer das Auslangen finden.

Andreas Waldherr will an die Spitze der zweiradgetriebenen Fahrzeuge

„Ich schätze, dass uns dieser ‚Air-Restrictor‘ etwa 40 PS kostet“, meint Staatsmeister Andreas Waldherr dazu. „Der ganze Einsatz wird von dieser Tatsache etwas überschattet, weil wir keine brauchbaren Testfahrten durchführen konnten und daher keine Ahnung haben, wie sich das Auto jetzt anfühlt. Es wird also für uns alle vor allem ein Kennenlernen. Was die Elektronik betrifft, haben wir die ganz sichere Seite gewählt.“

„Unsere Zielsetzung bei der Jänner-Rallye: Mit dem Golf TDI Kitcar auch die sportliche Tauglichkeit eines Diesel bei Eis und Schnee zu demonstrieren. Natürlich haben wir gegen die vielen vierradgetriebenen Fahrzeuge im Starterfeld geringe Chancen, doch unser Golf TDI wird sich sicher an der Spitze der nicht All-Radler positionieren. Dafür werde ich sorgen.“

Waldherr ab der Pirelli-Lavanttal-Rallye im Benzin-Kit-Car?

Andreas Waldherr und Richard Jeitler werden bei der IQ-Jänner-Rallye möglicherweise zum letzten Mal im VW Golf IV TDI Kit-Car antreten. „An einem Projekt VW Golf IV Kit-Car mit Benzin-Motor wird gebastelt. Er sollte im April bei der Pirelli-Lavanttal-Rallye auf.der Startrampe stehen. Im Mühlviertel möchten wir gerne noch einmal die Diesel-Wertung gewinnen und uns von einem treuen Freund, dem Golf TDI, gebührend verabschieden.“

Christian Lippitsch: Diesel-Meistertitel als Ziel

Christian Lippitsch schlägt in die gleiche Kerbe: „Durchkommen, Meisterschaftspunkte sammeln und den Zuschauern zeigen was in einem TDI steckt, ist unser Ziel. Was die Saison 2004 betrifft, so steht für uns eindeutig der Diesel-Titelgewinn im Mittelpunkt. Sonst gibt’s im Moment nichts Neues, weil die Entscheidung für die Teilnahme doch ziemlich kurzfristig war. Das Auto ist dasselbe und mit Gerry Pöschl auch mein Co.“

Hannes Danzinger: Respekt vor den „Mühlviertler-Verhältnissen“

Hannes Danzinger wird in die Saison 2004 mit dem Golf III TDI Kit-Car starten: „Im Moment sind die Verhältnisse im Mühlviertel ungemein schwierig, sehr viel Eis auf den Prüfungen. Wenn es so bleibt, wird’s ein echtes Reifen-Roulette. Punkte sammeln ist das wichtigste für uns. Mein Co-Pilot ist der gleiche wie 2003, also Fredi Fuchs aus Oberösterreich. Gemeinsam mit Dr. Czekal könnte er meinen Streckenschrieb verfassen. Denn unser Teamchef, im „Nebenberuf“ Gemeindearzt von Lasberg, sollte von seinen Visitenfahrten jeden SP-Kilometer auswendig kennen.“

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