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BP Ultimate Rallye

Meisterschaftsführung für Haneder!

In der heiß umkämpften Staatsmeisterschaft der Gruppe N 2005 konnte sich das Duo Ernst Haneder/Daniela Weißengruber an die Spitze setzen.

Und das bei einer Rallye, die für sie alles andere als tadellos verlaufen ist. Aber der Einsatz hat sich gelohnt, denn Meisterschaftsführender war Ernst Haneder in seiner Karriere bisher noch nie. Eindeutig ein Höhepunkt in seiner Laufbahn.

Der Start in der Krieau war noch recht gemütlich, man konnte sich nach den Eröffnungsprüfungen in Wien hinter Martin Zellhofer, Walter Kovar, Toto Wolff und Wilhelm Stengg einreihen. Auf SP 3 aber, der ersten Prüfung im Wechselgebiet, wollte man es genau wissen und startete einen Großangriff. Das Resultat war leider, daß der weiß-gelbe Mitsubishi rückwärts einen Abhang in den Wald hinuntergeglitten war, was mindestens 8 Minuten gekostet hatte. Der Mitsubishi zeigte sich in der Folge hinten leicht zerstört, insbesondere fehlte der prächtige Heckspoiler.

Viel entscheidender als das aber war, daß es durch die Schäden an der Hinterachse eine Zeit lang mechanische „Nachwehen“ gab, da die Servicetechniker nicht sofort alle notwendigen Arbeiten wie Nachstellen der Spur erledigen konnten. Dadurch brauchte Ernst Haneder auch eine Weile, um wieder richtig in Fahrt zu kommen. Daß der Rückstand auf die Spitzengruppe nicht mehr aufzuholen wäre, war sowieso klar, aber man könnte wenigstens noch zum Üben und Testen weiterfahren. Etwa, um die neuen Matador-Reifen auszuprobieren, die sich als entscheidender Pluspunkt herausgestellt haben. Und auch als Neunter in der Gruppe N könnte man noch in der Meisterschaft auf Platz Eins kommen.

Auf SP 6 „Mönichkirchen I“ meldeten sich die Mühlviertler mit einer 6. Gesamtzeit wieder zurück, auch der zweite Durchlauf auf der klassischen Wechsel-Prüfung verlief sehr ermutigend. Am zweiten Tag gelangen immer wieder Zeiten um Platz 7, auf der letzten Prüfung „Spratzau“ ließen Ernst Haneder und Daniela Weissengruber sogar mit einer 5. Gesamtzeit mit dem IQ-Mitsubishi aufhorchen. Trotz des hohen Zeitverlustes des Vortages war es noch gelungen, Gesamt-16. und 7. in der Gruppe N zu werden, was in jedem Fall mehr als respektabel ist.

Zur Meisterschaft: Da Willi Stengg ausgefallen ist und in dieser Saison vermutlich keine Rallye mehr fahren wird, könnte er als Gegner wegfallen. Die vier Punkte von Krumbach haben Ernst Haneder (61 Punkte) einen Drei-Punkte-Vorsprung auf Hermann Gassner (58) verschafft. Martin Zellhofer, der auf wundersame Weise plötzlich wieder Spitzenzeiten fährt und überlegen vor Toto Wolff gewonnen hat, liegt jetzt mit 53 Punkten auf Platz Drei, auch er könnte noch gewichtig um die Titelvergabe mitreden. Noch steht auch noch nicht fest, wie sich die Streichpunkteregel auswirken wird. Man wird die noch ausstehenden Läufe abwarten müssen.

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