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Gutes Wetter, gute Show

Die Wetterprognose für das Rallye-Wochenende im Waldviertel (27. - 29.10.) verspricht trockene Bedingungen, Nebel und Wolken sowie Temperaturen um 12 Grad.

Sehr oft in den letzten 24 Jahren war im Waldviertel das Wetter entscheidend für den Ausgang der Rallye. Arktische Temperaturen wechselten mit schönen Bedingungen um 20 Grad ab, es gab schon heftigen Schneefall mit der Absage eines Rallyetages und wahre Schlammschlachten mit Dauerregen während der gesamten Rallye.

Diesmal bei der 25. Auflage der OMV Rally Waldviertel, vom 27. bis 29. Oktober sollte es der Wettergott gut mit den 123 genannten Teams aus 10 Nationen meinen. Sowohl ein Blick in die Wetterkarten, als auch in den Bauernkalender sprechen von einer guten Prognose für das Rallye- Wochenende.

Beide Rallyetage sollen trocken sein. In der Früh Nebelzonen, die am Tag durch wolkiges, teilweise sonniges Wetter abgelöst werden. Gegen Abend hin wieder leichter Nebel, der aber nicht sehr dicht sein soll. Die Temperaturen schwanken, Frühwerte die zwischen 6 und 8 Grad Celsius liegen, tagsüber Höchstwerte mit bis zu 15 Grad und am Abend wieder Temperaturen unter 10 Grad.

Die OMV Rally Waldviertel 2005 wird am ersten Tag im Raum Litschau und Waidhofen/ Thaya am Freitag hauptsächlich auf Schotter gefahren, der zweite Tag im Großraum Horn wird wesentlich mehr Asphaltanteile haben. Was bedeutet dies nun für die Piloten selbst.

Den Teilnehmern am Europameisterschaftslauf (FIA Rally Cup, Zone Ost) wird es egal sein. Dort sind für die Gruppe N Autos eher schwierige Bedingungen gefragt. Manfred Stohl und Tibor Cserhalmi als Vorjahrssieger bevorzugen schlechtes Wetter mit nassem Untergrund. Beide sind aber auch bei trockenen Bedingungen klar zu favorisieren.

Etwas differenter wirkt das Wetter auf die Teilnehmer an der Österreichischen Meisterschaft. Hier sind noch drei Entscheidungen offen. In der Gruppe A erhofft Leader und Titelverteidiger Raimund Baumschlager auf Mitsubishi eher ganz schlechtes Wetter.

Damit hätte er sicher wesentlich bessere Chancen, um gegen seinen Meisterschafts-Konkurrenten Achim Mörtl im Toyota World Rallye Car - dessen Start allerdings nach wie vor noch unsicher ist - den großen Leistungsunterschied besser bewältigen zu können.

Dies gilt natürlich auch für die World Rallye Cars von Davis Doppelreiter (Skoda) und Toto Wolff (Toyota). Schätzt man die Titelchancen vor den beiden Wertungstagen ein, so haben sowohl Baumschlager als auch Mörtl je einen Anteil von 50 Prozent.

Nicht so „wetterfühlig“ sind die Teilnehmer in der Gruppe N. Hier hat der Deutsche Hermann Gassner die besten Voraussetzungen den Titel in unser Nachbarland zu holen. Ernst Haneder und Martin Zellhofer (alle drei Mitsubishi) könnten nur dann profitieren, wenn Gassner ernsthafte Schwierigkeiten bekommen würde, dies aber nur durch einen technischen Defekt und nicht durch schlechtes Wetter.

72:72 nach Netto-Punkten steht es zwischen Hannes Danzinger (VW) und Michael Böhm (Fiat) vor den letzten beiden Wertungstagen im Dieselpokal. Klar zu favorisieren ist Hannes Danzinger, dies allein schon von seinem stärkeren Fahrzeug her. Aber mehr Leistung bedeutet schnelleres Fahren und damit mehr Risiko. Böhm hat nur dann eine Chance, wenn Danzinger leichtsinnig wird und da könnte das Wetter Zünglein an der Waage sein.

Auf Grund der günstigen Wettervorhersage, auf Grund des sehr attraktiven Starterfeldes mit den noch offenen sportlichen Entscheidungen und der Wiedereinbindung der klassischen Schotterstrecken im Langauer Forst, erwarten die Veranstalter eine Steigerung der Zuschauerziffern im Bereich von ca. 60.000 Leuten.

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