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Positive Zwischenbilanz

Franz Wittmann und Bernhard Ettel können nach vier IRC-Läufen eine positive Zwischenbilanz ziehen – als bestes Nicht-S2000-Auto!

Foto: Daniel Fessl

Als man im November des letzten Jahres das Projekt - Beteiligung an acht Läufen der International Rally Challenge 2009 (IRC) - mit Franz Wittmann und Bernhard Ettel, vorgestellt hat, sprach man von einem absoluten Lernjahr, mit der Absicht, am Ende der Saison unter den Top-10 platziert zu sein.

Man vertraute daher im ersten Jahr einem Mitsubishi Lancer Evo IX, der von Stohl-Racing eingesetzt wird und leistungsmäßig gegenüber der Konkurrenz der stärkeren S2000 Werks-Boliden klar zurückliegt.

Dazu Franz Wittmann: „Das spielt keine Rolle. Im internationalen Rallye-Business zählen andere Faktoren. Da braucht man vor allem Erfahrung. Die kann man sich auch mit einem Gruppe N-Auto holen und bleibt in einem finanziell noch vertretbaren Rahmen.“

Hatte man noch vor dem Beginn der Saison mit etwa sieben bis zehn teilnehmenden S2000 Autos gerechnet, so wurde man gleich am Saisonbeginn in Monte Carlo eines Besseren belehrt. Dort standen nicht weniger als 17 solcher Fahrzeuge am Start. Diese Anzahl wurde in Belgien mit zwanzig S2000 noch übertroffen, einzig auf den Azoren und in Russland blieb man im vorher angenommenen Bereich. Dass Franz Wittmann/ Bernhard Ettel trotzdem zur Halbzeit in der Gesamtwertung der IRC mit ihrem Mitsubishi Evo IX an zehnter Stelle liegen, spricht also für einen sehr erfolgreichen Lernprozess.

Begonnen hat die Saison in Monte Carlo. Bei schwierigsten Bedingungen mit sehr viel Schnee und Eis lagen Wittmann/Ettel vor der „Nacht der langen Messer“ mit vier Sonderprüfungen, trotz „Schneepflug“ als erstes Auto auf der Strecke, als bestes Nicht S2000 Auto an ausgezeichneter neunter Stelle, ehe ein Motorschaden die tolle Fahrt vorzeitig beendete. Wittmann erhielt trotzdem von der in Monte Carlo anwesenden internationalen Fachpresse für seine Vorstellung ausgezeichnete Kritiken.

Beim nächsten Einsatz auf den Azoren auf Schotter konnten die beidenStohl-Racing Piloten ihre Form bestätigen und landeten mit Gesamtrang sechs als zweitbestes S2000 Fahrzeug, als erste Österreicher in der IRC-Serie, in den Punkterängen.

Weniger Chancen rechnete man sich beim Asphaltklassiker im belgischen Ypern aus. Trotzdem lagen Wittmann/ Ettel schon auf Gesamtrang 11, ehe man auf der neunten Sonderprüfung, auf Grund eines neuerlichen Reifenschadens, mangels eines zweiten Reserverades aufgeben musste.

Die große Herausforderung für das Stohl-Racing Team war dann die Schotter-Rallye in Russland. Hier zeigten die beiden Österreicher, dass sie in ihrem IRC-Lernjahr dem Schüler-Dasein schon fast entwachsen sind. Sie fixierten mit Gesamtrang fünf, als bestes Nicht S2000 Auto, ihr bisher bestes internationales Karriereresultat.

„Mit dem bisher Erreichten dürfen wir sehr zufrieden sein. Wir haben bei diesen vier Läufen sehr viel gelernt und viele wertvolle Erfahrungen für die kommenden Jahre sammeln können. Für die noch anstehenden Rallyes in Tschechien, Spanien, Italien und Schottland gilt es, sich an die S2000 heranzutasten, auch wenn wir mit dem Mitsubishi motorisch unter-, dafür ,gewichtsmäßig’ überlegen’ sind“, erklärt ein sehr zuversichtlicher Franz Wittmann.

Der Gesamtpunktestand in der IRC-Wertung nach sechs Läufen:

1. Kris Meeke (GB) 30 Punkte, 2. Jan Kopecky (CZ) 29, 3. Freddy Loix (B) 24, 4. Giandomenico Basso (I) 17, 5. Nicolas Vouilloz (F) und Juho Hänninen (FIN) je 14, 7. Sebastian Ogier (F) und Carl Tundo (EAK) je 10, 9. Alistair Cavenagh (GB) 8, 10. Franz Wittmann (A) mit 7 Punkten

Der nächste IRC-Einsatz für Franz Wittmann/ Bernhard Ettel ist die Barum-Rallye, vom 21. bis 23. August 2009, im tschechischen Zlin.

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