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Rallye: Reportage

Sordo testete den C4 WRC Hybrid4

Der Hybrid-C4 wird auf den Verbindungs-Etappen von einem E-Motor angetrieben, im Boost-Modus gibt es ein zusätzliches Drehmoment von 300 Nm.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: Citroen

Hier finden Sie besten Bilder vom Test des Citroen C4 WRC Hybrid4

Einen Tag nach der Portugal-Rallye hat das Citroen-Team in der Nähe von Faro einen Asphalt-Test absolviert, allerdings keinen gewöhnlichen Asphalt-Test – vielmehr wurde der hauseigene Hybridwagen auf die Straßen geschickt.

Der Citroen C4 WRC Hybrid4 arbeitet ähnlich wie das KER-System in der Formel 1: Die beim Bremsen entstehende Energie wird in 990 cell-Batterien gespeichert und in einen 125 kW-Elektromotor geladen, der an den Antriebsstrang montiert wurde. Dies ergibt ein Zusatzgewicht von rund 150 kg.

Didier Clement, einer der Renningenieure des Teams erklärt die Funktionsweise: „Im normalen ‚Verbennungs-Mode’ benimmt sich der Wagen ganz genau wie der herkömmliche C4. Wenn jedoch der ‚Enegry Recovery’-Knopf gedrückt wird, werden die Batterien geladen. Auf Verbindungsetappen und im Servicepark wird im ‚Electric Mode with Energy Ercovery’ gefahren, mit dem E-Motor, mit weniger Lärm und der Verbrennungsmotor wird geschont. Im ‚Boost Mode’, der den Verbrennungsmotor und den E-Motor gemeinsam aktiviert, kann auf ein zusätzliches Drehmoment von 300 Nm zugegriffen werden.“

Auf leisen Sohlen

Das Ziel war bei dieser Mission, in den Verbindungsetappen mit dem Elektromotor zu fahren – Dani Sordo erklärte dazu: „Du fährst durch die Dörfer, ohne den geringsten Lärm zu erzeugen – sehr ungewöhnlich für einen Rallyeboliden. Das ist besser für die Umgebung und auch für die Crew ist es bequemer.“

Was hält Sordo von den Wettbewerbsqualitäten des C4 WRC Hybrid4? Sordo erklärte nach seiner ersten schnellen Ausfahrt: „Auf den Sonderprüfungen verhält sich der Wagen geringfügig anders als der herkömmliche C4, weil auch der Hinterachse mehr Gewicht lagert. Wenn du aber den Boost-Button beim Herausbeschleunigen drückst, ist das sehr beeindruckend.“

Nach ersten Abstimmungsarbeiten gab Sordo zu Protokoll: „Alles in allem ist das Gefühl nicht sehr viel anders als im herkömmlichen C4.“

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