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Johnny Herbert: "Eine Schande für Kimi"

Interesante Einschätzung: Der ehemalige Formel-1-Pilot betrachtet Räikönnens Wechsel in die Rallye-WM nicht unbedingt als Aufstieg...

Nach einem mäßigen Jahr bei Ferrari hat Kimi Räikkönen bekanntermaßen den Schritt in die Rallye-Weltmeisterschaft vorgezogen. Das Ziel des Finnen ist womöglich eine Rückkehr in die selbsternannte "Königsklasse" im Jahr 2011.

"Es ist eine Schande für ihn", sagt Johnny Herbert dazu auf 'crash.net', "dass er ein Jahr in den Rallyesport gehen muss und dann 2011 zurückkehren will, ist hart. Wahrscheinlich ist er auf bittere Weise abgeschoben worden", meint der ehemalige F1-Pilot.

"Felipe hat ihn die ganze Zeit im Griff gehabt und wir haben nie mehr den alten Kimi gesehen. Er hatte zwar ganz gute Rennen in Ungarn, Belgien und Valencia, aber es flachte dann auch wieder ab. Er konnte nie mehr diesen Glanz versprühen."

WRC = Pause?

"Nach einer Pause wieder zurückzukehren, wird nicht einfach", schätzt der Brite, der sich aktuell (apropos Aufstieg) in der britischen Tourenwagenmeisterschaft vergnügt, "es kommen ständig neue Talente nach. Voraussichtlich werden keine adäquaten Plätze frei sein. Er müsste also in einem kleineren Team wieder anfangen. Das will er bestimmt nicht. Es ist schade, weil ich ihn für ein wunderbares Talent halte."

"Ich mag ihn", sagt Herbert über die oft kritiserte Art von Räikkönen, "abseits des Formel-1-Paddocks wird er regelrecht zur Plaudertasche. In der Öffentlichkeit tritt er immer extrem scheu auf. Er mag diese ganzen Mediensachen nicht. Es gibt aber einen lustigen Kimi und schnell ist er auch. Leider haben wir das im vergangenen Jahr zu selten gesehen. Das wird die Chancen auf ein Comeback schmälern."

"Er hätte bleiben sollen und sich in einem anderen Team neuen Respekt verschaffen müssen", meint Herbert, "man kann natürlich nicht davon ausgehen, dass er sofort die Rallye-Weltmeisterschaft gewinnen kann. Sollte es dennoch klappen, würde das selbstverständlich helfen." – Wie realistisch dieses Szenario ist, sei dahingestellt.

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