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Rallye: Hintergrund

Neuer Cup + „alte“ Autos= leistbarer Rallyesport

Georg Gschwandner organisiert den „GP Racing Ford Fiesta ST Rallye Cup“. Im Vordergrund steht die Idee, günstigen Rallyesport zu ermöglichen.

Michael Noir Trawniczek
Fotos: GPRacing

Gejammert wird oft und gerne – nicht nur im Servicepark der österreichischen Rallye-Meisterschaft, sondern prinzipiell überall. Manchmal aber ergreift jemand die Initiative und stellt sich selbst oder ein Projekt auf die eigenen Beine…

So entstand der neue „GP Racing Ford Fiesta ST Rallye Cup 2011”, der von Georg Gschwandner und seiner Firma GP Racing ins Leben gerufen wurde.

Die Ausgangssituation: Nachdem die „Ford Fiesta Sporting Trophy“ mit Ende 2009 eingestellt wurde, konnten die ehemaligen Trophy-Autos nur mehr in der Klasse N3 an den Start gehen. Und: Es gab und gibt viele von diesen Autos, da sie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten eine günstige Basis darstellten, um in den Rallyesport einzusteigen.

Die Idee dieses „privaten Markenpokals“ wurde von Georg Gschwandner, der als einer der Gründer des Volvo-Cups bereits „einschlägige“ Erfahrung aufweisen kann, in die Realität umgesetzt. Der Cup wird im Rahmen von fünf ÖM-Läufen absolviert, gezählt werden die besten vier Ergebnisse.

Georg Gschwandner sagt: „Wir erhielten großen Zuspruch, so haben uns die Veranstalter bereits eine Nenngeldreduktion zugesichert. Auch Ford hat positiv reagiert und beliefert uns aller Voraussicht nach mit Ersatzteilen – das Interesse an einer gemeinsamen Ersatzteil- und Service-Logistik wurde bereits von zahlreichen Fahrern bekundet. Im Vordergrund steht bei unserem Cup einfach der Spaß, der Zusammenhalt und die Freude am Rallyesport – und ganz wichtig: Die Kosten sollen möglichst gering gehalten werden.“

Schon beim Saisonauftakt der Rallye-ÖM, bei der BP Ultimate Rallye Kärnten steigt der erste Lauf des „GP Racing Ford Fiesta ST Rallye Cups“, die Einschreibgebühr beträgt moderate 200 Euro.

Einige Ford Fiesta ST-Besitzer wie Daniel Zieser, Mathias Lidauer und der Initiator selbst haben bereits ihre Teilnahme zugesichert. Christoph Leitgeb, einer der bekannten Fiesta ST-Piloten oder Stefan Laszlo, ein ehemaliger Ford Racing Rookie, stehen kurz vor der Zusage.

GP Racing bietet zudem die Möglichkeit, einen Ford Fiesta ST zu mieten – ab 1800 Euro pro Rallye ist man dabei. Zudem bietet die Firma auch Rallyeseminare, Beifahrervermittlung und einen Ausrüstungsverleih an.

Mindestens fünf Teilnehmer braucht Gschwandner, um die Vorteile eines Markenpokals optimal nützen zu können: „Ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen. Man darf nicht vergessen, dass der Cup zum jetzigen Standpunkt auf rein idealistischer Basis steht, da wir einstweilen alles privat organisieren und wir uns daher auch gar nicht mit anderen Marken-Cups vergleichen können oder wollen.“

Gschwandner verweist auf die immer noch vorhandene Konkurrenzfähigkeit des Ford Fiesta ST – erst bei der Jänner-Rallye demonstrierte Raphael Sulzinger das Potenzial des ST, als er die 2WD-Wertung nur knapp gegen Hannes Danzinger im neuen Fiesta R2 verlor.

Gschwandner sagt: „Die Idee des Cups verfolgt jetzt einmal ein Zweijahresstufenprogramm, wir hoffen im Laufe der Zeit noch mehrere Fahrer begrüßen zu dürfen.“

GP Racing Ford Fiesta ST Rallye Cup 2011
8.-9.4. BP Ultimate Rallye Kärnten
27.-28.5. Rallye Judenburg
1.-2.4. Rallye Maribor
23.-24.9. ARBÖ Rallye
28.-29.10. Waldviertel Rallye

Organisator:
GP Racing GmbH
Georg Gschwandner
www.gpracing.at
Tel.: 0699/14001771

Zur Ausschreibung des „GP Racing Ford Fiesta ST Rallye Cups 2011“.

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