RALLYE

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ERC/ORM: Jännerrallye 2013

Klausner stets an der Gruppe H-Spitze

Die Lokalmatadore Christof Klausner und Harald Söllner pflegten nicht nur den Driftwinkel, sondern konnten auch sportlich einiges bieten…

Foto: Harald Illmer/IR7

Auch wenn es diesmal keinen Winterzauber bei der Jänner-Rallye gab (oder besser gesagt: fast nirgends), so hatte es Christof Klausner auch diesmal wieder geschafft, das zahlreich erschienene Rallye-Publikum nach allen Regeln der Kunst zu verwöhnen. Er schlug sich auch sportlich bravourös – und das bis zur vorletzten Prüfung.

Zu Beginn ließ Christof seinem Audi vier breite Reifen verpassen – ein Glücksgriff, zumindest für die erste SP (Pierbach I), wo er die Top 10 der Gesamtwertung nur um einige Sekunden verfehlte.

Danach fiel das Duo Klausner/Söllner jedoch ein wenig zurück, aber sie verblieben in den Top Drei der Gruppe H. Auch beim zweiten Durchlauf der Runde Pierbach – Liebenau – St. Oswald hielten die Kremstaler stabil ihre Position, durch die Strafminuten an das jugendliche Fahrgenie Simon Wagner erreichten sie sogar den zweiten Gruppenrang.

Es wurde allmählich Nacht, die Zeit für die Klausner-Arena bei Schönau – St. Leonhard nahte. Bevor es dort so weit war, kam es jedoch zu einem Unfall eines vorderen Teilnehmers, sodass die Prüfung abgebrochen werden musste.

Kurz darauf ergab sich jedoch unerwartet ein Glücksmoment, denn der eben noch in der Gruppe H in Führung gelegene Mario Klepatsch hatte auf Pregarten II Schwierigkeiten bzw. einen Zeitverlust, was von Christof Klausner und Harald Söllner sofort ausgenützt wurde.

Dann kam das Finale der ersten Tagesetappe: Schönau – St. Leonhard II, und diesmal gab es keinen Abbruch. Christof Klausner wollte die Fans für ihr langes Ausharren im Regen entschädigen und sich mit einem Donut bedanken, was auch von seinem Copiloten Harald Söllner gebilligt wurde. Den Zeitverlust und den damit einher gehenden kurzzeitigen Wettbewerbs-Nachteil gegenüber Mario Klepatsch nahm man gerne in Kauf, und es kam zu der kuriosen Situation, dass Klepatsch und Klausner den ersten Tag absolut zeitgleich an der 17. Stelle beendeten. Und an der vordersten Position der Gruppe H.

Der zweite Tag begann mit sehr viel Einsatz (14. Gesamt-Zeit und Gruppe H-Bestzeit auf Gutau I), damit konnte man Mario Klepatsch mit dem eigentlich haushoch überlegenen Mitsubishi Lancer Evo V wieder ein paar Sekunden abnehmen.

Der Rückschlag folgte sogleich, denn auf der darauffolgenden Prüfung (Unterweißenbach I) mussten zwei Drittel der Distanz mit einem platten Reifen gefahren werden.

In der Folge rückte auch Reinhold Neulinger, den man bis dahin sicher auf Distanz hielt, immer näher, nach der etwas verpatzten Prüfung Unterweißenbach II musste man sich dem Mitsubishi Evo VI-Piloten schließlich geschlagen geben. Das wäre immerhin noch ein sicherer dritter Platz in der Gruppe H gewesen, der auch nach einer Strafminute durch einen Stempelfehler nicht gefährdet war. Immer noch ein sehr schönes Ergebnis gegen die deutlich moderneren Mitsubishis von Klepatsch und Neulinger. Zu schön, leider…

Bis nach der vorletzten Prüfung (Aisttal I) sah alles noch ganz wunderbar aus. Auf der Finalprüfung (ebenfalls Aisttal) ging jedoch die rechte vordere Antriebswelle kaputt, und damit war vorzeitig Feierabend.

Tröstlich ist jedoch, dass die Jänner-Rallye mit 248 SP-Kilometern ein extrem langer Lauf war und somit die Chancen gut stehen, daß man bei den folgenden, etwas kürzeren Rallyes das Ziel sieht.

Außer Frage steht natürlich auch die enorme sportliche Leistung, die Christof Klausner und Harald Söllner stets im Spitzenfeld der Gruppe H aufscheinen ließ, wo sich mittlerweile auch Fahrzeuge finden, die um über fünfzehn Jahre jünger sind als der altehrwürdige Audi Urquattro.

Somit bleibt auch die Gewissheit, dass man mit Sicherheit um die Gruppe H-Führung mitfahren wird können, wenn statt größtenteils regennasser Strecken wieder richtige Schneefahrbahnen vorherrschen.

So oder so: Die Frage der Quere haben Christof Klausner und Harald Söllner auch diesmal wieder eindeutig beantwortet.

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