RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: News

Sampl goes quattro

Reini Sampl hat sich für die nächste ORM-Saison ein ehrgeiziges Ziel gesetzt: Die Rallye-Premiere des neuen Audi TT zu feiern.

Michael Hintermayer
Fotos: Rene Strasser/Niechwiadowicz

Der ehemalige Ski-Rennlaüfer und Behindertensportler Reini Sampl hat im heurigen Jahr für Furore in der Rallye-Staatsmeisterschaft gesorgt. Der Querschnittgelähmte startete mit einem extra für ihn umgebauten Mitsubishi Evo in der Rallye-ÖM.

Öfters konnte Sampl mit dem Serienfahrzeug Top-Zeiten hinlegen und dies trotz des schweren Wagens und seiner Einschränkung. Für die nächste Saison hat sich der „ganz normale Reini Sampl“ (© by Noir) ein sehr ehrgeiziges Ziel gesetzt. Er will als Erster einen neuen Audi TT bei einer Rallye einsetzen.

Im Gespräch mit motorline.cc erläuterte Sampl die Gründe seines neuen und nicht alltäglichen Projekts. „Da ich durch meine Ski-Zeit eng mit Audi verbunden bin, war dies ein logischer Schritt. Der neue Audi TTs kommt zwar erst nächstes Jahr auf den Markt, doch ich habe bereits einen erhalten und wir sind mitten im Aufbau.“

Klima und Fernseher serienmäßig

Das Projekt „Rallye-TT“ beinhaltet auch ein Wagnis, da dies der erste Einsatz dieses Wagens sein wird und Sampl die Homologation selbst vornehmen muss. „Das ist gar nicht so einfach, da wir zum Beispiel den Überrollkäfig planen müssen, diesen dann montieren und den Wagen nach Deutschland verfrachten müssen, wo er vermessen wird und die Homologation erfolgt“, so der Salzburger Ausnahmesportler.

„Wenn wir wie geplant im Februar fertig sind werden wir im März unsere erste Rallye mit dem neuen TT fahren, doch bis dahin ist noch viel zu tun.“ Viel zu tun ist auf jeden Fall, da sich der Umbau eines modernen Straßenwagens aufgrund der komplexen Elektronik sehr schwierig darstellt. In den heutigen High-Tech-Boliden sind sämtliche Systeme gekoppelt. So kann es schon Mal sein, dass wenn man das ABS „absteckt“, der Wagen keinen Huster mehr macht, da auch andere Systeme, wie der von unzähligen Sensoren überwachte Allradantrieb ebenfalls einen Fehler meldet.

Der Wagen wird nach dem M1-Reglement aufgebaut und wird somit nahe am Straßen-TT angesiedelt sein. Jedoch verfügt der TT über einen hochkomplexen Allradantrieb und ist durch seine Aluminium-Karosserie ein Leichtgewicht. Als Copilotin wird wie bei der Rallye Liezen Daniela Reiterer fungieren.

Ein kleines Kuriosum weist der Wagen allerdings zusätzlich auf: „Im neuen TT sind sämtliche Anzeigen auf ein Display hinter dem Lenkrad zusammengefasst. Das bleibt drin, ebenso wie die Klimaanlage. Das wird der erste Rallyewagen mit Klima und Fernseher“, so der stets fröhliche Reini Sampl.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Dämpfer, Federn & Rätsel

Hyundai verzweifelt in Schweden

Hyundais Rallye-Team steht in Schweden vor einem Rätsel - Kein Speed trotz intensiver Vorbereitung - Selbst radikale Änderungen beim Set-up helfen kaum

ARC Rallye Triestingtal: Vorschau Mayer

Viel Neues bei Daniel Mayer vor Start im Triestingtal!

Nach einem dreitätigen Promotions-Auftritt bei der Motorsport-Show im Liesinger EK „Riverside“ steht Daniel Mayer kommenden Samstag (28.2.) beim Comeback der Triestingtal-Rallye im Raum Berndorf am Start.

Die Austrian Rallye Challenge 2026 wird mit der Premiere der ARC Rallye Triestingtal eröffnet. Am kommenden Wochenende kehren die Rallye-Boliden nach 15 Jahren zurück in das Triestingtal. Alle Infos zum bevorstehenden Rallye-Happening.

Sepp Pointinger im Interview

„Hätten 10-15 Historische mehr!“

Rallye-„Urgestein“ Sepp Pointinger erzählt von seinem Start bei der Monte Historique, erklärt warum er seit 2011 nicht mehr in Österreich startet und bringt einen Vorschlag zur Bewertung von Sitzen, Gurten und dergleichen ein.

Riverside, Joanneum & Triestingtal

Viel Rallye auf drei Bühnen

Binnen einer Woche kommen Rallyefans bei gleich drei Events auf ihre Rechnung: Motorsportshow Riverside, Rallye-Event in Graz und Podiumsdiskussion am Vorabend der ARC Rallye Triestingtal.