RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Rallye-WM: Interview

Latvala ist von eigener Karriere enttäuscht

Volkswagen-Pilot Jari-Matti Latvala zweifelt an seiner Konzentration auf das Wesentliche:" Ich brauche mehr Konstanz und muss mich mental verbessern."

Über Jari-Matti Latvala lässt sich vieles behaupten: Von einer Vorliebe für Kleinholz bis zu einem Dasein als unverbesserlicher Bruchpilot.

Der Finne muss sich aber sicher nicht den Vorwurf gefallen lassen, ein angepasster Schönredner zu sein.

Geht es darum, seine bisherige Karriere, in fünf Worten zu beschreiben, reicht Latvala ein einziges: "Enttäuschend", erklärt er 'Crash.net' unumwunden und weiß, woran es hapert: "Ich brauche mehr Konstanz. Ich muss mich allen voran mental verbessern."

Zwar ist der 28-Jährige davon überzeugt, es hinter dem Steuer mit jedem Piloten aus dem Rallye-Geschäft aufnehmen zu können, zweifelt aber an seiner Konzentration auf das Wesentliche. Nichtsdestotrotz:

Seit seinem Debüt in der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) im Jahre 2002 hat es für acht Lauferfolge und eine Vizeweltmeisterschaft gereicht. Anlaufschwierigkeiten mit dem Volkswagen Polo R WRC räumt Latvala ein: "Es hat länger gedauert, als ich gedacht hätte, um mit dem Auto perfekt zu harmonieren."

Deshalb habe er seinem überragenden Stallgefährten Sebastien Ogier in der abgelaufenen Saison nicht das Wasser reichen können. Hinzu kommen die psychologischen Defizite: "Um so gut zu sein wie er, muss ich beständiger werden und darf nicht den kleinsten Fehler begehen", weiß Latvala und trauert einer verpassten historischen Chance nach: "Ich war in Deutschland meinem ersten Sieg auf Asphalt so nahe - und das für Volkswagen. Das wird immer der Erfolg sein, den ich von der Angel gelassen habe."

Die Diskussion um mangelnde Attraktivität der WRC nach dem Karriereende des Sebastien Loeb kann Latvala nur teilweise nachvollziehen und die Szene im Aufwind: "Oberflächlich betrachtet lässt sich doch sagen, wir hätten einen Seb durch den anderen ersetzt", spielt er auf Ogier an und sieht trotz der Dominanz seines Arbeitgebers äußert spannenden Sport. "Ich kann nicht sagen, was die Leute beim Zuschauen erleben. Ich weiß aber, dass der Wettbewerb härter wird und es großartig ist, dass Hyundai in Monte Carlo mit von der Partie sein wird."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ORF-Legende und motorline.cc-Kolumnist Peter Klein erinnert sich an die Akropolis Rallye 1976 und stellt Rudi Stohl die Frage: „1976 oder 2026?“

ORM, ET König Rallye: Vor dem Start

Im Murtal heulen ab heute die Motoren

Insgesamt 66 Teams starten in die ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg / Erster Wertungsabschnitt ist heute Nachmittag um 14.35 Uhr der Rundkurs Gaal – Hammergraben

WRC, Rallye Akropolis: Nach Tag 3 (SP13)

Showdown am Sonntag: Ogier jagt Neuville!

Dramatische Rallye Akropolis mit vielen Reifenschäden: Nach zwei Etappen führt Neuville knapp vor Ogier. Keferböck schon früh technisch angeschlagen - doch die Zielankunft würde sich lohnen…