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Bergrallye einmal anders

Oder besser gesagt: Hermann Maier gegen Willi Stengg. Millionen Fernsehzuseher verfolgten eine der spannendsten Wetten seit langem.

Michael Hintermayer
Fotos: ZDF/Max Kohr

Circa 2.000 Zuseher kamen am Samstagabend im Skigebiet Nassfeld bei Hermagor zusammen, um der spektakulären Außenwette von Wetten dass..? beizuwohnen. Rallye-Staatsmeister Wilhelm Stengg hatte den "Herminator" herausgefordert. Der Steirer wollte in seinem 430 PS starken Subaru Impreza schneller auf der Piste sein als Maier in seiner Paradedisziplin. Allerdings ging es für Stengg hinauf, sein Ziel war die Starthütte von Maier, der hinunterraste.

An den Punschständen wurde fleißig gewettet, wer denn der Schnellere sein wird und viele konnten sich, wegen der starken Steigung von bis zu 60% nicht vorstellen, dass man mit einem Auto überhaupt eine Skipiste bezwingen kann. Auch Willi Stengg hatte ernsthafte Bedenken: „Die Piste ist fast schon zu weich. Wenn es zu warm ist, schaut es schlecht aus für mich.“

Trotz aller Zweifel startete kurz vor 22 Uhr die Wette und als Hermann Maier den Zielhang erreichte, tobte die Menge. Doch bevor Stengg ins Rennen geschickt werden konnte, hatte ein anderer das „Rennen seines Lebens“. Die Rede ist von einem Flitzer, welcher mit der spontanen Zurschaustellung seiner Nacktheit zur allgemeinen Belustigung beitrug und das Sicherheitspersonal in Atem hielt.

Als das nackte Hindernis die Piste verlassen hatte, konnte es zur lange erwarteten Bergfahrt des Willi Stengg kommen und als der Subaru den Zielhang passierte, sah man Großteils erstaunte Gesichter. Die Geschwindigkeit, mit der Stengg den Berg hinaufraste war atemberaubend, doch leider reichte es nicht um Maier zu bezwingen. Sechs Sekunden trennten die beiden, doch Willi Stengg zeigte sich trotzdem erleichtert: „Es war sensationell. Das Ambiente war ein Hammer. Es ist schade, dass ich verloren habe, aber durch die milden Temperaturen ist die Strecke sehr weich gewesen. Ich bin gestern sogar stecken geblieben und möchte mich bei den Mitarbeitern des Nassfelds bedanken, die die Piste wieder hergerichtet haben.“

„Das Problem war der Mittelteil, dort bin ich eingesunken und musste sogar zurückschalten. Wäre das nicht passiert, wäre es wahrscheinlich eine enge Geschichte geworden. Die Differenz betrug am Ende sechs Sekunden, doch ich habe im Mittelteil mehr als diese sechs Sekunden verloren – leider. Trotzdem bin ich nicht enttäuscht, denn es war eine Ehre, hier mitzumachen.“

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