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Neuer Holzer R5 Corsa präsentiert

Die Holzer-Firmengruppe wartet mit einem Rallyeauto gemäß des WRC2- und R5-Reglements auf - Vollständig private Initiative wartet auf Feedback aus der Szene.

Fotos: Holzer Firmengruppe

Die Holzer-Firmengruppe hat einen Rennwagen gemäß des Technischen Reglements der WRC2-Wertung der Rallye-Weltmeisterschaft und weiterer R5-Serien weltweit entwickelt. Mit dem neuen R5 Corsa will das Team aus Bobingen und Augsburg auf umkämpftem Terrain mitmischen, wie der Geschäftsführer Günther Holzer erklärt: "Wir glauben an die R5-Kategorie als sehr wettbewerbslastige und interessante Rubrik des Rallyesports", meint er über die Entstehung des neuen Boliden.

Holzer weiter: "Die Technologie ist erschwinglich, also haben wir uns entschieden, das Projekt Holzer R5 Corsa zu beginnen. Ich muss betonen, dass es sich um eine vollständig private Initiative handelt." Die Homologation beim Automobil-Weltverband FIA kann jedoch ausschließlich durch einen Hersteller erfolgen. Bis dahin zeigt sich der Renner am Rande des (am kommenden Wochenende anstehenden) WRC-Laufs im portugiesischen Matosinhos und soll staunende Blicke ernten.

"Wir müssen uns bei den Organisatoren der Portugal-Rallye bedanken, dass sie uns die Gelegenheit geben, den Wagen im Service-Park vorzustellen. Nun freuen wir uns auf die Rückmeldung aus der Rallyeszene", sagt Günther Holzer im Zuge der Präsentation und nennt es einen nächsten Schritt, "wertvolles Feedback" zum Holzer R5 Corsa aus der Offroad-Gemeinde zu sammeln.



R5 als Brücke zwischen R2 und WRC

In der Welt des Rallyesports bietet die R5-Klasse eine große Bandbreite an Autos und Fahrzeugkonzepten. Die an Serienmodelle angelehnten Boliden mit Turbomotoren und Allradantrieb sind ein kostengünstiger Weg für Privatteams, sich auf Spitzenniveau zu messen. In der WRC2-Wertung sowie zahlreichen regionalen und nationalen Meisterschaften treten R5-Wagen von Skoda, Ford, Citroen, Peugeot und Hyundai gegeneinander an. Ein Beweis, wie vielschichtig der Wettbewerb ist.

Die Brüder Ronald und Günther Holzer waren jahrzehntelang erfolgreiche Teilnehmer an der Deutschen Rallye-Meisterschaft. Nach einem gemeinsamen Karrierestart im Opel-Rallye-Cup teilten sie sich die Verantwortlichkeiten auf: Ronald agierte weiter als Pilot und der frühere Beifahrer Günther übernahm die Teamleitung. Ronald gewann 1989 in einem Lancia Delta HF Integrale den Titel. Als er den Helm an den Nagel hing, bauten die Brüder erfolgreich die Holzer-Firmengruppe auf.

Einer ihrer loyalsten und vertrautesten Partner war und ist der Hersteller aus Rüsselsheim. Holzer vertrat Opel jahrelang im Tourenwagen-Sport bis in die DTM. Heute ist das Unternehmen ein Zulieferer, der unter anderem in der Formel 1 und der Luftfahrtindustrie tätig ist. Holzer blieb aber seinen Wurzeln im Rallyesport treu. 2017 stellt Holzer das Opel-Juniorteam in der Rallye-Europameisterschaft (ERC) und im Deutschen Opel-Rallye-Cup - einem Markenpokal - für das Unternehmen auf die Beine. Mit den JERC-Titeln in den Jahren 2015 und 2016 ist man nachweislich erfolgreich. Auch in 2017 liegt man derzeit in Front.

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