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Rally Opatija 2017

Kein Glück beim ersten Auslandsstart

Mike König/Thomas Zeiser begaben sich für ihren ersten Auslandsstart nach Kroatien, um am dortigen Meisterschaftslauf teilzunehmen.

Dem Ruf der niederösterreichischen Rallyefreunde (Thomas Jung, Karl Faist, Janos Locher u.s.w.) folgend, begab sich das Rallyeteam Mike König/Thomas Zeiser auf nach Opatija, um am dortigen kroatischen Meisterschaftslauf teilzunehmen. Nach jahrelangen Starts in der Rallye-ÖM war es an der Zeit, sich auch international einmal umzusehen und sich mit neuen Konkurrenten zu messen. Zudem konnten die bestehenden Sponsoren auch für die Auslandsstarts erhalten werden.

Rallyes am Meer haben natürlich ihr eigenes Flair – und das Team war von der landschaftlichen Schönheit entlang der Küste Istriens begeistert. Leider blieb für deren ausreichende Besichtigung keine Zeit. Trotzdem war es schön, während der Besichtigung immer wieder kurze Pausen am Meer einzulegen, um sich eine kurze Abkühlphase am Strand zu gönnen. Auch die Mechanikercrew hatte die Möglichkeit, Zeit am Meer zu verbringen, lag die Servicezone doch direkt an diesem.

Die Sonderprüfungen erwiesen sich – zumindest zur Hälfe – als anspruchsvoll und technisch schwierig, wobei einige SP-Kilometer mehr durchaus wünschenswert gewesen wären. Auch die Zeitvorgaben auf den Verbindungsetappen erwiesen sich als "sehr sportlich".

Am ersten Rallyetag ließen es König und Zeiser offensichtlich noch zu vorsichtig angehen, was die Zeiten belegten. Trotzdem lag man am dritten Klassenplatz. So setze man darauf, am zweiten Tag die Schlagzahl zu erhöhen, was mit einer 17. Gesamtzeit gleich gut gelang, durch die man drauf und dran war, die Klassenführung zu übernehmen.

Leider kamen dann aber Probleme beim Schalten auf. Deshalb konnte bereits auf den SP 4 und 5 nicht mehr voll attackiert werden, weil immer wieder Gänge raussprangen bzw. man sich des Öfteren im Leerlauf befand, wenn man vielmehr Verzögerung benötigt hätte. Daraus ergaben sich dann der eine oder andere Fehler, der Verlust der Linienwahl und, damit verbunden, auch ein gewisser Vertrauensverlust.

Dennoch waren König und Zeiser im Regrouping noch guter Dinge, hatte der Chefmechaniker Martin bis dahin ja noch alle Probleme lösen können. Es wurde bereits diskutiert, wo man in der nächsten Runde der Prüfungen noch zulegen sollte/könnte. Als dann aber dem Chefmechaniker im folgenden Service die Sorgenfalten auf der Stirn wuchsen war dies alles wieder Makulatur.

Der Deckel des Getriebes hatte einen Riss erhalten, Getriebeöl entwich. Zudem befanden sich Metallteile im Öl, weshalb – um teure Folgeschäden zu vermeiden – die Rallye vorzeitig beendet wurde. Dies war besonders schade, da man zeitenmäßig mit den einheimischen kroatischen Piloten mithalten konnte und man sich einen gewissen Ruf in Kroatien erarbeiten hätte können.

Nachdem zusammengepackt worden war, begab sich die Mechanikercrew auf den direkten Weg in die heimatliche Opel-Werkstätte. Als Pilot und Co-Pilot dort eintrafen, war das Getriebe bereits zerlegt. Schlussendlich hatte der Bruch von Schaltgabel und Synchronring des fünften Ganges für den Ausfall gesorgt. Jetzt heißt es Ersatzteile suchen, um dann beim nächsten Lauf – der INA Delta Rallye – wieder antreten zu können.

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