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Rallye Monza als Blaupause für künftige WRC-Events? Die Rallye Monza findet auch, aber nicht nur auf dem Formel-1-Kurs statt
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Rallye Monza als Blaupause für künftige WRC-Events?

FIA-Rallyechef Yves Matton war von der Rallye Monza als WRC-Lauf zunächst nicht begeistert, sieht das neue Konzept nun aber als Chance für die Zukunft

Mit der Rallye Monza (4. bis 6. Dezember) betritt die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) im Jahr 2020 Neuland - sofern die Corona-Lage eine Durchführung der Veranstaltung zulässt. Die Rallye auf und um den Formel-1-Kurs vor den Toren Mailands, die in der Vergangenheit eher Showcharakter hatte, rückt als achte Station in den aufgrund der COVID-19-Pandemie verkürzten WRC-Kalender.

Allerdings konnten die Organisatoren in Monza die Verantwortlichen der WRC und des Automobil-Weltverbands nicht auf Anhieb überzeugen, wie FIA Rallyedirektor Yves Matton gegenüber 'DirtFish' berichtet.

"Vor einigen Monaten gab es den Vorschlag aus Monza, die Veranstaltung nur auf der Rennstrecke auszutragen. Also gewissermaßen wie die Monza-Rallye-Show", so Matton. "Ich, und nicht nur ich, sondern auch das Management der FIA, waren davon alles andere als überzeugt."

Organisatoren überarbeiten auf Druck der FIA das Konzept

Der bisherige Charakter der Monza-Rallye, bei der auf der Formel-1-Strecke und in den historischen Steilkurven temporäre Asphaltkurse mit Pylonen und mobilen Barrieren erreichtet wurden, wäre eines WRC-Laufs nach Ansicht der FIA nicht würdig gewesen.

Auf Druck von Matton überarbeiteten die lokalen Organisatoren ihr Konzept und ergänzten die Route durch klassische Wertungsprüfungen auf den Straßen des Umlands. "Ich habe gesagt, dass eine gemischte Veranstaltung etwas neues und interessantes sein kann", so Matton.

"Wir haben ordentliche Prüfungen und die Elemente auf der Rennstrecke. Das ist völlig neu. Und wie ich schon die ganze Zeit sage: Im Jahr 2020 können wir Dinge ausprobieren, die vielleicht funktionieren und die wir dann auf andere Länder adaptieren können", sieht der Belgier das neue Format als mögliche Blaupause.

Kurzfristige Absage nicht auszuschließen

Bleibt nur die Frage, ob die Rallye angesichts in ganz Europa steigender Infektionszahlen wie geplant durchgeführt werden kann. Matton erklärt hierzu, dass diese Entscheidung in den Händen der lokalen Behörden läge und es von Seiten der FIA keine Deadline gebe.

"Wir wissen um die Situation, das [eine Absage] kann auch noch weniger Tage vor der Veranstaltung passieren. Wir kämpfen mit allen Beteiligten um die Durchführung der Veranstaltungen. Aber wenn eine Regierung wenige Tage vorher eine Entscheidung trifft, können wir nichts daran ändern", so Matton.

Motorsport-Total.com

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