RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Blaufränkischland-Rallye: Nachbericht Rallyteam Schindelegger
Daniel Fessl

So ein Tag, so wunderschön wie letzter Samstag

Es gibt Tage im Leben, die könnten schöner nicht sein. Der vergangene Samstag war für das Rallyeteam Schindelegger genau so ein perfekter Tag. Das lag gleich an mehreren Faktoren, die sie in diesem Nachbericht erörtern ...

Für eine großartige Stimmung bei allen Teilnehmern sorgte zunächst einmal die Tatsache, daß die Blaufränkischland Rallye aufgrund des massiven Einsatzes von Georg Gschwandter, dem MCL68, und vieler weiterer Helfer überhaupt stattgefunden hat. Aufgrund des Top-Zustands unseres geliebten Escorts stand unserer Freude auf das Rennen nichts im Weg.

Zusätzlich dazu organisierte sich das Team für die Betreuung im Service neu und vertraute auf die eingespielte Mannschaft von Daniel Mayer, welches auch auf dem für sie komplett ungewohnten Auto einen absoluten Traumjob ablieferten, und während der Rallye alle Arbeiten am Auto übernahmen. Damit konnten sich Lukas und Helmut nur noch auf die Sonderprüfungen und die Zeitenjagd konzentrieren.

Der Tag begann mit strahlend blauem Himmel und Temperaturen um den Gefrierpunkt, also ein Frühlingstag wie aus dem Bilderbuch. Die Reifenwahl war wie immer entscheidend und auch wie so oft nicht gerade einfach, denn bei solchen Bedingungen ist es eine besondere Herausforderung die Reifen auf die so wichtige Betriebstemperatur zu bringen. Doch auch hier lag das Rallyeteam Schindelegger genau richtig und setzte vom frühen Morgen an bereits auf Semislicks und sicherte sich damit die beste Option für guten Grip und schnelle Zeiten.

Nach der ersten Sonderprüfung lag das Team überraschend mit über einer Minute Vorsprung in Führung der Klasse 6.2. Ein Reifenschaden hatte den unfassbar schnellen Andreas Hulak ausgebremst, der bei dieser Rallye sein Comeback feierte.
In der Gesamtwertung der Historic Rallye Challenge entwickelte sich schnell ein enges Duell mit Martin Gattringer, bei dem auf jeder Sonderprüfung bis zum Mittagsservice die Plätze 2 und 3 hinter dem Führenden Günther Königseder getauscht wurden. In der Mittagspause lagen dann Lukas und Helmut nur eine Zehntelsekunde vor dem Team Gattringer/Schwaiger. Knapper konnte es also nicht zugehen.

Im Mittagsservice musste sich das Team dann um eine ausgeschlagene Lenkungsstange kümmern und das betroffene Teil ersetzen. Das Ersatzteil dafür stellte Andreas Hulak zur Verfügung, eine tolle Hilfeleistung wie sie nur mehr selten zu finden ist. Als sich dann später das Rallyeteam Schindelegger mit dringend benötigten Bremsbacken revanchieren konnte, war jedem geholfen und ein weiteres Kapitel des Zusammenhelfens geschrieben.

Der Nachmittag sorgte dann für einige Überraschungen. Ein Getriebeschaden beim Lancia Delta Integrale des bis dahin Führenden in der Historic Rallye Challenge, Günther Königseder vererbte die Führung an das Rallyteam Schindelegger. Nachdem das Vater Sohn Gespann bereits 34 Sekunden Vorsprung herausgefahren hatte, wurde auch Martin Gattringer, wie schon so oft in der Vergangenheit, vom Pech verfolgt und musste kurz nach dem Ziel der sechsten Sonderprüfung seine Lada mit einem fehlendem Rad abstellen.

Damit war der Weg endgültig frei für den ungefährdeten Sieg in der Historic Rallye Challenge, in der Subwertung ARCH3 und in der Klasse 6.2. Die einzigen historischen Autos, die vor dem Rallyeteam Schindelegger ins Ziel kamen, waren der vierfache Europameister Karl Wagner auf Porsche 911 SC und der ebenso international fahrende Alfons Notdurfter mit seinem Ford Sierra RS Cosworth 4x4. Also ein absolutes Traumergebnis mit dem, aufgrund der langen Pause, vor der Rallye so Keiner rechnen konnte.

Natürlich darf der Dank an alle Sponsoren, SanLucar, ARA, Autohaus Hörmann, Metalltechnik Kainz und Unterstützer an dieser Stelle nicht fehlen. Das Rallyeteam hofft, so wie wohl jeder in der Rallyeszene, auf eine schnelle Fortsetzung der Saison ganz nach dem Vorbild der Blaufränkischland Rallye. Denn diese Rallye hat es geschafft mit allen COVID Auflagen, Hürden und Schwierigkeiten zurecht zu kommen, und eine perfekt organisierte Veranstaltung auf die Beine zu stellen und es den Teams ermöglicht ihrer Leidenschaft nachzugehen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Rallye!

Foto: Rallyeteam Schindelegger

Foto: Rallyeteam Schindelegger

News aus anderen Motorline-Channels:

Blaufränkischland-Rallye: Nachbericht Rallyteam Schindelegger

Weitere Artikel:

WRC Italien: Nach Tag 3 (SP10)

Solberg führt - Titelkampf spitzt sich zu

Oliver Solberg dreht die Rallye Italien: Mit zwei Bestzeiten setzt sich der Toyota-Pilot an die Spitze und verkürzt im WM-Kampf den Rückstand auf Elfyn Evans. Raith 12. der RC2. Masters: Garandos führt.

WRC Italien: Nach Tag 3 (SP13)

Hyundai-Drama sorgt für offenen Titelkampf

Oliver Solberg dominiert auf Sardinien und profitiert vom Pech der Hyundai-Piloten: Elfyn Evans liegt nur noch sechs Punkte vor dem Schweden

WRC, Sardinien: Bericht Raith

„Was hier abging, war einfach nur mega!“

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier holten bei ihrer Premiere bei der WM-Rallye in Sardinien als 16. gesamt und 8. im WRC2-Klassement ein Top-Resultat

WRC, Sardinien: Bericht Raith Tag 3

Tolle Leistung auf brutalem Terrain

Kevin Raith und Copilotin Claudia Maier liegen nach dem dritten Tag der WM-Rallye in Sardinien auf einem fantastischen Top-ten-Platz in der WRC2-Wertung / Morgen letzter Tag der WM-Saison 2026

8. Golf- und Rallye-Turnier

Nicht nur Rallyefahrer auf dem Grün

Zum achten Mal luden Sigi Schwarz und Audi Laimer zum Golf- und Rallye-Turnier in den Golfclub Schladming. Promis aus Sport, Show und Wirtschaft feierten bei der „Golf Night“ und am Tag darauf auf dem Grün. Der „Alex“ ging diesmal an Schauspiel- und Film-Legende Otto Retzer.

Peter Klein Kolumne

Dobersberg und die First Lady

Mit einem Blick voraus auf die kommende Herbstrallye erinnert sich motorline.cc-Kolumnist Peter Klein an Dobersberg, an die Semperit-Rallye und einiges mehr…