RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Kampf mit (un)gleichen Waffen
Rudi Lehnert

Rallye Team Kramer bei der Mille Miglia

Alfred Kramer jun. blickt zurück auf ein lehrreiches Wochenende bei der Rally 1000 Miglia 2021, die zur Italienischen Clio Trophy zählt.

Gefahren wurde wieder mit dem von Lema Racing angemieteten Renault Clio Rally5 mit der dänischen Co-Pilotin Jeannette Kvick. Bei der Rally mit insgesamt 109 Startern gingen fünf Clios an den Start, um sich auf den berühmten und spektakulären Sonderprüfungen rund um Brescia zu messen.

Die typisch italienischen Sonderprüfungen mit extrem viel Grip und zahlreichen Kurvenkombinationen, Kehren aber auch sehr engen Passagen zwischen Mauern und durch Dörfer versprachen schon beim Besichtigen ein Wochenende voller Spaß und Rallyeaction.
Der zwei Kilometer lange Shakedown am Freitag Vormittag, bei dem es eigentlich keine technischen Passagen gab, sondern nur steile Bergaufgeraden, auf die dann Kehren folgten, brachte jedoch Ernüchterung in das Team: 6 Sekunden Rückstand auf den Führenden in der Clio Trophy.

Nach einer Analyse mit dem Teamboss und dem aufmerksamen Zuseher Alfred Kramer kam heraus, dass alle anderen Clios einer Bergaufgeraden nach einer Kehre bis in den vierten Gang hochschalteten, wobei das Kärntner Team maximal in den Dritten kam. Da das Team eigentlich davon ausging, dass jeder mit demselben Material antrat, suchte man das Gespräch mit Lema-Racing und den Clio-Trophy Veranstaltern. Die Rückmeldung ergab dann, dass alle anderen Teams eine kürzere Getriebeübersetzung verbaut haben, was jeden Gang um zirka 10 Prozent kürzer machte.

Der Hauptgrund für das Antreten in der Clio-Trohy-Italy, nämlich das Messen mit Gegnern mit gleichen Waffen war somit obsolet geworden. Schnell wurde klar, dass man ohne diese Übersetzung eigentlich keine Chance gegen die Italiener haben kann, dennoch machten Alfred Kramer jun und Jeannette Kvick das Beste daraus und bewegten den Clio stets am Limit über die Sonderprüfungen.

Je nach SP-Charakteristik wirkte sich die unterschiedliche Getriebeübersetzung verschieden auf die SP-Zeiten aus. Bei den SP mit vielen Bergaufpassagen und Kehren etc. war das Kärntner Team im Schnitt 1.2 Sekunden auf den Klassenführenden zurück. Die letzte SP (flüssiger, mehr bergab, Geschwindigkeit konnte aus Kurven mitgenommen werden) konnten die Piloten allerdings sogar auf Platz 3 in der Clio Trophy beenden (Rückstand 0,7sec/km bei 20km).

Belohnt wurde die Leistung dann mit dem 4. Platz in der Klasse und der 48. Gesamtplatzierung. Die nächste geplante Rallye in der italienischen Clio Trophy ist die Rally due Valli am 8.-9. Oktober. Bis dahin müssen die anderen Getriebeteile verbaut werden und die Karten werden – diesmal wirklich mit gleichen Waffen – neu gemischt.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

TEC7 ORM, Lavanttal: Fotos Tag 2

Die besten Bilder vom Samstag

motorline.cc-Fotograf präsentiert seine besten Bilder vom zweiten Tag der Lavanttal Rallye 2026.

Achim Mörtl Kolumne: Rückblick Lavanttal

Achim Mörtl: "Lengauer schneller als er kann"

"Simon Wagner fährt so schnell wie er muss, Michael Lengauer fuhr schneller als er kann" - so lautet die Analyse unseres motorline.cc-Kolumnisten, Ex-Staatsmeister Achim Mörtl.

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.

ORM/ARC/MRC, Lavanttal: Bericht

Simon Wagner lernt schon kärntnerisch!

Der Oberösterreicher gewann die LASERHERO Lavanttal-Rallye 2026 powered by Dohr – Wolfsberg / SG TOOLBOX in Wolfsberg seit dem Jahr 2022 zum vierten Mal und ist in der heurigen Rallye-Staatsmeisterschaft noch unbesiegt

WRC Kroatien: Spätes Drama um Neuville

Neuville nach spätem Drama "am Boden zerstört"

Trotz klarer Führung endet Thierry Neuvilles Rallye in Kroatien im Desaster: Nach dem folgenschweren Patzer erhält der Belgier Rückendeckung von Hyundai

ARC, Lavanttal: Bericht Zellhofer

Zellhofer Gesamt-Sechster & ARCP-Sieg

Er verteidigt damit derzeitigen zweiten Platz in der ORM2-Staatsmeisterschaft - Superleistung auf Asphaltabschnitten, aber Pech bei Regen und auf Schotter