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Russland und Indien auf der Wunschliste der WRC-Teams Die WRC will weiterhin zu neuen Ufern aufbrechen
Motorsport Images

Russland und Indien auf der Wunschliste der WRC-Teams

Die Rallye-WM sucht weiter nach globalen Expansionsmöglichkeiten und nimmt auf Wunsch der Hersteller als neue Märkte Russland und Indien ins Visier

Die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) soll nach dem Willen des Automobil-Weltverbands FIA und der beteiligten Hersteller noch internationaler werden. Auf der Suche nach weiteren Märkten für die WRC rücken nun mit Russland und Indien zwei neue Länder ins Visier, wie FIA-Rallydirekotr Yves Matton erklärt.

"Die WRC lebt von der Vielfalt und davon, das Beste aus den lokalen Bedingungen zu machen. Deshalb werden wir weiterhin innovative Vorschläge aus der ganzen Welt verfolgen - die Strategie ist nach wie vor, einen globalen Fußabdruck zu hinterlassen", sagt Matton der englischsprachigen Ausgabe von 'Motorsport.com'.

"Dieser globale Ansatz ist nicht nur das Ziel der FIA, sondern auch der Hersteller - sie bitten darum, nach China, Nordamerika, Russland und in Zukunft auch in Länder wie Indien zu gehen", so Matton weiter. Deshalb arbeite der WRC-Promoter, unterstützt von der FIA, eng mit den jeweiligen nationalen Verbänden und lokalen Veranstaltern zusammen, um zu verstehen, welche Rallyes in den jeweiligen Ländern WM-Potenzial haben.

Hersteller drängen in wichtige Absatzmärkte

Die Hersteller drängen seit Jahren darauf, dass sie WRC in den wichtigsten Absatzmärkten präsent ist. Mit der im vergangenen Jahr geplanten und aufgrund der COVID-19-Pandemie auf 2021 verschobenen Rückkehr der Rallye Japan ist in dieser Beziehung ein wichtiger Schritt gemacht.

Daneben ist der weltweit größte Automobil-Markt China weiterhin ein begehrtes Ziel, doch ist dort kurzfristig noch keine WM-Rallye in Sicht. Gleiches gilt für den nordamerikanischen Markt, obwohl eine Winterrallye in Kanada zur Diskussion stand.

Entsprechende Pläne sollten nach Ansicht von M-Sport-Teamchef Richard Millener unbedingt weiterverfolgt werden. "Es war schon immer wichtig, neue Veranstaltungen in neuen Ländern zu erkunden", sagt er. "Wir dürfen nicht stillstehen. Wenn der Sport sich weiterentwickeln soll, müssen wir sicherstellen, dass wir neue Zuschauer und neue Investitionen anziehen."

Wie die Erfahrungen aus der Corona-Saison helfen können

Entscheidend seien bei der Suche nach neuen Ländern aus seiner Sicht zwei Dinge: Der jeweilige Markt müsse wirtschaftlich interessant und die Infrastruktur für die Durchführung einer WM-Rallye müsse gegeben sein. "Es wäre keine Weltmeisterschaft, wenn wir nur in Europa antreten würden, also sind Übersee-Rennen ein wesentlicher Bestandteil", so Millener.

Bei der Suche nach neuen Austragungsorten könne der FIA und dem WRC-Promoter nach Einschätzung von Matton die in der Saison 2020 gemachten Erfahrungen nützlich sein. Aufgrund der COVID-19-Pandemie musste damals der WM-Kalender grundlegend umgebaut werden.

Mit der Rallye Estland, der Rallye Monza und er letztlich abgesagten Ypern-Rallye in Belgien waren damals kurzfristig drei neue Events in den Kalender aufgenommen worden. "Diese sich ständig verändernde Situation hat von uns verlangt, aufgeschlossener, kreativer und anpassungsfähiger zu sein als in der Vergangenheit", sagt Matton.

"Wir waren in der Lage, verschiedene Dinge auszuprobieren, was die Organisation der Veranstaltungen betriff. Das gab uns die Chance, innovativer und zukunftsorientierter zu sein", so Matton. "Die Erfahrung und die neuen Prozesse, die in dieser Zeit entwickelt wurden, werden es uns ermöglichen, weiterhin einen flexiblen und effizienten Ansatz für den Ausbau der Rallye-Weltmeisterschaft zu haben."

Motorsport-Total.com

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