RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Tänak anerkennt Überlegenheit von Rovanperä Ott Tänak im Hyundai i20 N Rally1 bei der Rallye Kroatien 2022
Motorsport Images

Ott Tänak: Platz zwei in Kroatien "das Beste, was wir tun konnten"

Nach der knappen Niederlage bei der Rallye Kroatien erkennt Ott Tänak die Überlegenheit von Kalle Rovanperä an und sieht Hyundai immer noch im Rückstand

Als Führender mit einem vermeintlichen Reifenvorteil in die entscheidende Powerstage der Rallye Kroatien gestartet und letztlich doch von Toyota-Pilot Kalle Rovanperä geschlagen: Ott Tänak nimmt seine Niederlage beim dritten Saisonlauf der Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) 2022 sportlich und erkennt an, dass sein junger Rivale am vergangenen Wochenende schneller war.

"Das hat nichts mit Pech zu tun, es war das pure Tempo und die Performance von Kalle", sagt Tänak im Gespräch mit der englischsprachigen Ausgaben von 'Motorsport.com'. Nachdem Rovanperä die Rallye Kroatien über fast die komplette Distanz angeführt hatte, pokerte Tänak bei der vorletzten Wertungsprüfung auf Regen und wurde dafür belohnt.

Mit weichen Reifen nahm er seinen Rivalen fast 30 Sekunden ab und ging mit einem Vorsprung von 1,4 Sekunden in die Powerstage. Dort gingen die meisten Beobachter davon aus, dass er aufgrund der Reifenwahl im Vorteil sein würde, doch Rovanperä fing ihn noch ab und sicherte sich mit 4,3 Sekunden Vorsprung den Sieg.

"Er war das gesamte Wochenende über sehr schnell", erkennt Tänak die Leistung seines Rivalen an. "Bei einigen Prüfungen konnten wir ihn durch unsere gute Reifenwahl und die Taktik unter Druck setzen, aber davon abgesehen hatten wir ihm nichts entgegenzusetzen. Wir konnten lediglich Fehler vermeiden und weitermachen."

"Das hat sich nicht komplett ausgezahlt, aber wenn man bedenkt, dass wir am Freitagabend eineinhalb Minuten zurücklagen und wie wir die letzte Prüfung angegangen sind, war das das Beste, was wir tun konnten", zeigt sich Tänak nach einem schwachen Saisonstart mit zwei Ausfällen in Monte Carlo und Schweden über Rang zwei zufrieden.

Obwohl Hyundai mit Tänak und Thierry Neuville in Kroatien zwei Fahrer unter die Top 3 brachte, sieht der Este sein Team vor allem im Vergleich zu Toyota immer noch im Rückstand: "Von der Performance her fehlt uns immer noch etwas. Es liegen noch so viele Dinge auf dem Tisch, für die wir Lösungen finden müssen."

Schwierige Bedingungen wie in Kroatien, wo die nassen Straßen für viele Zwischenfälle sorgten, spielten Hyundai daher aktuell in die Karten. "Ich glaube, im Moment müssen wir die Wochenenende einfach überstehen und die Bedingungen zu unserem Vorteil nutzen. Den Rest müssen wir aussortieren", so Tänak.

Motorsport-Total.com

Ähnliche Themen:

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

ORM, ET König Rallye: Nach Tag 1 (SP5)

Hermann Neubauer ließ heute nichts anbrennen

Der Salzburger Ex-Staatsmeister liegt nach dem ersten Tag der ET KÖNIG Rallye powered by Peter Hopf Erdbau im Raum Judenburg in Führung / Morgen warten jedoch noch zehn harte Prüfungen auf ihn und seine Verfolger

ORM/ARC, ET König Rallye: Nach SP10

Alles beim Alten an der Spitze

Toyota-Pilot Hermann Neubauer hält bei der ET KÖNIG Rallye im Raum Judenburg nach wie vor die Führung / Sekunden-Duelle um Platz drei und in der ORM 2 (Foto zeigt Günther Knobloch, der knapp vor Christoph Zellhofer die ORM2 anführt)

ET König Rallye: Bericht TEC7 ORM2

Hochspannung im Titelkampf

Jubeln durfte dieses Mal Christoph Zellhofer, der gemeinsam mit seiner deutschen Co-Pilotin Anna Maria Seidl im Suzuki Swift ZMX erstmals in dieser Saison die Nase vorne hatte. Günther Knobloch/Erik Fürst (Renault Clio Rally3) behielten mit Platz zwei die Meisterschaftsführung, während Roland Stengg/Rebeka Kobal (Renault Clio Rally3) nach starkem ersten Tag im Regen des zweiten Tages den Anschluss an die Spitze verloren, aber dennoch starke Dritte wurden.

ORM/ARC, ET König Rallye: Bericht

Hermann Neubauer als „Lonely Boy“ an der Spitze

Der Sieger der ET KÖNIG Rallye 2026 powered by Peter Hopf Erdbau ließ nie Zweifel an seinem Erfolg aufkommen / Mehr als Platz zwei für Michael Lengauer und Platz drei für Luca Waldherr ließ der Toyota-Pilot nicht zu

ET König: TEC7 ORM3 & RP Tools Junioren

Neulinger in einer eigenen Welt

Marcel Neulinger ist in der ORM3 das Maß der Dinge. Der regierende ORM3- und Junioren-Staatsmeister holte bei der ET König Judenburg-Rallye 14 von 15 Bestzeiten und konnte die Führung in der Tabelle sowohl in der ORM3 als auch in der RP Tools Junioren-ÖM erheblich ausbauen